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Siegsdorf zieht ins Endspiel ein

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Der Siegsdorfer Michael Huber (rechts) und sein Team stehen im Finale des Wieninger-Pokals. Für Florian Zauner und dem TSV Teisendorf bleibt nur das Spiel um Platz drei, aber das hat es in sich: Es kommt dabei nämlich zum Derby mit dem SV Oberteisendorf. (Foto: Wirth)

Der TSV Siegsdorf steht im Finale um den Wieninger-Pokal. Der Fußball-Kreisligist des neuen Trainers Willi Aigner besiegte im Halbfinale am Dienstagabend den Ligakollegen TSV Teisendorf mit 4:2.


Zu Beginn der Partie sahen die knapp 90 Zuschauer eine hektische und kampfbetonte Partie. Die einzig nennenswerte Chance in der Anfangsphase ergab sich für Patrick Finger durch einen Kopfball aus 10 Meter, der allerdings knapp am Tor vorbeistrich. In der 20. Minute fiel etwas überraschend der Führungstreffer für die Aigner-Elf. Ein abgefälschter Ball wurde blitzschnell von Patrick Finger per Kopf auf Paul Wittmann weitergeleitet, dieser lief auf Gästetorwart Franz Schwangler zu und ließ ihm mit einem Schuss ins lange Eck keine Chance.

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Der TSV agierte nach dem 1:0 wie beflügelt, bestimmte jetzt klar das Geschehen und kam durch einen Doll-Freistoß aus 24 Meter zur nächsten Möglichkeit (24.), doch Schwangler war auf dem Posten. Ein erster zaghafter Fernschuss der Gäste aus 20 Meter durch Markus Aicher konnte Siegsdorfs Torwart Stephan Popp im Nachfassen entschärfen. In der 38. Minute gab's die nächste Doppelchance der Hausherren, zunächst setzte sich Wittmann energisch im Zweikampf auf rechts durch und zog aus 14 Meter sofort ab, doch Torwart Schwangler parierte und hatte auch mit dem Nachschuss von Alex Mayer keine Probleme.

Kurz vor dem Seitenwechsel kam dann nochmals Teisendorf zur großen Ausgleichschance durch einen Gasser-Kopfball aus kurzer Distanz, doch Popp klärte reaktionsschnell. Doch nach der anschließenden Ecke war es soweit, Gästestürmer Tobias Mayer besorgte den Ausgleichstreffer per Abstauber, nachdem die TSV-Abwehr das Leder nicht mehr aus dem Strafraum bringen konnte.

Siegsdorf kam aber keineswegs geschockt aus der Kabine – ganz im Gegenteil: Die Heimelf drückte mit viel Schwung und Tempo dem Gegner ihr Spiel auf und kam in der 49. Minute durch den agilen Michael Huber zum 2:1. Er eilte nach einem Querpass alleine auf der linken Außenbahn auf und davon, ließ Schwangler geschickt hinter sich und schob letztlich cool ins leere Tor ein.

Praktisch im Gegenzug fiel fast der erneute Ausgleich für Teisendorf. Ein verunglückter Freistoß gelangte zu Gasser, der allerdings mit seinem Versuch – er kam nur mit der Hacke an den Ball – an der Latte scheiterte. Dies hätte Potenzial zu einem kuriosen Tor des Monats gehabt.

In der 62. Minute sorgte Paul Wittmann mit dem 3:1 für eine kleine Vorentscheidung. Zunächst scheiterte Huber, die Kugel erreichte jedoch per Abpraller am langen Ecke Wittmann, der blitzschnell reagierte und flach einschieben konnte. Nur sechs Minuten später erhöhte der TSV sogar auf 4:1. Neuzugang Maxi Trzewik brauchte freistehend am langen Pfosten nach einer Freistoß-Flanke nur noch einzunicken – dies bedeutete das endgültige Aus für die Gäste.

Dennoch steckte der Kreisliga-Nachbar nicht auf und kam in der 74. Minute durch einen sehenswerten 30-Meter-Freistoß von Michael Sorre zum Anschlusstreffer. Der war aber letztlich zu wenig und somit zog Siegsdorf am Ende hochverdient ins Pokalfinale am Sonntag in Teisendorf ein, weil man deutlich mehr ins Spiel investierte. MG