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Siegsdorf vergibt glasklare Chancen

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Er traf für die Hausherren: Bernhard Mühlbacher (links), hier gegen den Siegsdorfer Felix König. (Foto: Butzhammer)

Die gut 130 Zuschauer im Wilhelm-Scharnow-Stadion bekamen diesmal eine denkwürdige Partie zu sehen: Im Duell der Fußball-Kreisliga II zwischen dem TSV Waging und dem TSV Siegsdorf, das 1:1 endete, war einiges geboten. Letztlich schmeichelte das Remis den »Seerosen«. Die Anfangsminuten waren geprägt von umkämpften Duellen im Mittelfeld und einigen Fouls.


Die erste Chance brachte gleich die Führung für das Ensemble von Willi Aigner: Nach einem ungefährlich scheinenden, langen Ball der Siegsdorfer zögerte der ansonsten gute Torhüter Alex Pfab beim Herauslaufen, sodass der Schlussmann und »Seerosen«-Verteidiger Niklas Maier sich nicht einig waren. Nutznießer war Florian Aigner, der zum 0:1 einschob.

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»Bis zur Halbzeit haben sich beide Teams weitgehend neutralisiert. Es wurden keine nennenswerte Chancen mehr herausgespielt«, resümierte Wagings Pressesprecher Andi Siegel.

Hausherren-Trainer Ali Gezer war zur zweiten Halbzeit gezwungen, zweimal auszuwechseln, denn Timon Schmidt und Michael Auer mussten angeschlagen das Feld räumen. Dennoch schien es, als hätte Gezer die richtigen Worte gefunden: Die Waginger kamen aktiver aus der Kabine - und verdientermaßen zum Ausgleich: Nach einem schönen Spielzug hob Stürmer Dennis Baumgartner den Ball gefühlvoll in den »Sechzehner« zu Berni Mühlbacher. Der verarbeitete den Pass perfekt und schob das Leder zum 1:1 ins lange Eck – ein sehenswerter Treffer (50.).

Es folgte die beste Phase des ehemaligen Bezirksligisten, Kapitän Manuel Sternhuber verpasste jedoch mit einem Schuss ans Außennetz die durchaus mögliche Führung. Die Siegsdorfer konnten sich nach 70 Minuten aus der Waginger Umklammerung befreien. Ab diesem Zeitpunkt waren sie auch die gefährlichere Mannschaft, ließen jedoch Top-Chancen aus – teils aufgrund von Unvermögen. Während Manuel Schlesak (Kopfball an die Latte) noch Pech hatte, vergab Jonas Neuhofer in der 82. Minute auf kuriose Art und Weise: Der Ex-Ruhpoldinger umkurvte Pfab und hätte den Ball nur noch ins leere Tor schieben müssen. Neuhofer legte sich den Ball jedoch nochmals vor, sodass der Winkel zu spitz wurde. Pfab klärte, und die beiden Nachschüsse wurden von Waginger Verteidigern auf der Linie unschädlich gemacht – ein Raunen ging durchs Stadion.

Zwei Minuten später besaßen die Gäste die nächste »Hundertprozentige«. Der eingewechselte Markus Mittermaier kam frei zum Abschluss, Pfab war bereits geschlagen, doch Verteidiger Niklas Maier rettete auf der Linie. Auf der anderen Seite hätte Wagings Hannes Maierhofer beinahe den Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Nach einem Konter scheiterte er frei vor dem Tor an Schlussmann Fabian König (89.). Siegels Fazit: »Ein verrücktes Spiel.« cs