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Siegsdorf in der Schlussphase zum Sieg

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Er war der gefährlichste Siegsdorfer Angreifer: Florian Mader, der einen Treffer selbst erzielte. (Foto: Wirth)

Das war ganz anders geplant: Mit drei Punkten gegen den TSV Siegsdorf wollte der TSV Bad Reichenhall das 0:4 in der Schönau sowie die beiden mageren 1:1-Remis zuletzt gegen Teisendorf und in Altenmarkt ausmerzen. Es gelang nicht. Die Gelb-Schwarzen kassierten mit 2:4 die erste Heimniederlage der Saison in der Fußball-Kreisliga Gruppe II, wobei sich die Gäste den Sieg mit Treffern in der Schlussphase sicherten.


Die Kurstädter legten mächtig los. Nach nur zehn Minuten waren vier Hochkaräter zu verzeichnen: Der diesmal glücklose Viktor Vasas hatte das Leder aus 18 Meter an den Pfosten gedroschen (4.) und Florian Huber zweimal frei vor Siegsdorfs Schlussmann Fabian König den Kasten jeweils verfehlt (5./10.). Im Doppelpack probierten es dann die Reichenhaller Abwehrhünen Marcus Mayr und Simon Kowarsch (der letztlich schoss) komplett alleingelassen mit dem Torabschluss, scheiterten jedoch am großgewachsenen Fabian König, der irgendwie noch ans Leder kam (12.).

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Gut eine Viertelstunde war absolviert, da köpfte Marcus Mayr haarscharf drüber (17.). »Mit diesem Spiel bauen wir nur den Gegner auf«, schimpfte Torwarttrainer Schorsch Hausmann. Er behielt recht, denn seine Reichenhaller bekamen hinten das Tor, das sie vorne längst hätten schießen müssen: Wie aus dem Nichts tauchte Florian Mader vor Heimtorhüter Tobias Scholze auf und verwandelte die erste Siegsdorfer Möglichkeit aus spitzem Winkel eiskalt - 0:1 (21.).

Die Platzherren ließen sich nicht beirren. Der Ausgleich gelang Kapitän Michi Kantsperger aus rund 15 m, nachdem er mit einem feinen Pass von Stephan Hocheder in die Tiefe bedient worden war - 1:1 (28.). Allerdings schmolz mit diesem Treffer auch der anfängliche Schwung, bis zur Pause tat sich nichts Nennenswertes mehr.

Mit Beginn des zweiten Durchgangs ließ das Niveau dann merklich nach. Das Bemühen der Platzherren vor 120 Zuschauern war deutlich zu erkennen, doch Zählbares sprang nur noch einmal heraus: Als Simon Sirtl höher sprang als Torwart König und sich das Leder damit klug weiterleitete, musste er aus spitzem Winkel nur noch ins leere Netz treffen - 2:1 (63.).

Zu diesem Zeitpunkt war die Reichenhaller Führung sogar leicht schmeichelhaft, weil die Gäste längst besser aufkamen: Andreas Martienssen traf mit einem abgefälschten Freistoß aus 20 m nur den Pfosten (49.), und Siegsdorfs gefährlichster Mann im Sturm, Florian Mader, köpfelte völlig frei vor Scholze drüber (55.). Wenig später rauschte gegenüber ein Kantsperger-Freistoß aus 22 Meter nur ganz knapp übers Kreuzeck (57.). Inzwischen hatte sich Siegsdorfs Spielertrainer Helmut Felber selbst eingewechselt und brachte frischen Schwung ins Gästespiel.

So fiel auch bald das 2:2: Alexander Eckart schlenzte das Leder unvermittelt von weit draußen gefühlvoll in Richtung Tor, die Flanke wurde länger und länger und senkte sich schließlich ins Kreuzeck. Tobi Scholze musste in die untergehende Sonne schauen und bemerkte das Leder zu spät - 2:2 (65.).

Die Siegsdorfer legten nach: Andi Martienssen gelang allein vor Scholze das 2:3 (78.) und Paul Wittmann tanzte wenig später gleich fünf Gegner aus und schoss abgeklärt zum 2:4 (84.) ein. Augenblicke drauf flog Martienssen mit Gelb-Rot (86.) vom Platz. Die numerische Überlegenheit konnte der TSV Bad Reichenhall aber nicht mehr nutzen. bit