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Sieg und Niederlage für die Traunsteiner Ringer zum Saisonende

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Lieferte wieder eine perfekte Saison ab: Plamen Petrov (rotes Trikot) gewann alle seine Saisonkämpfe. Auch in Penzberg ließ er zum Saisonabschluss noch einen Sieg folgen. (Foto: Wittenzellner)

Zum Saisonende verabschiedeten sich die Traunsteiner Ringer mit einem Sieg und einer Niederlage. Während die Nachwuchsringer in der Grenzlandliga mit einem sicheren 28:12 die Oberhand gegen den Nachwuchs des Zweitligisten SV Wacker Burghausen behielten, mussten sich die Bayernliga-Ringer in Penzberg mit 16:24 geschlagen geben.


Dabei wäre die Niederlage für die ersatzgeschwächten Traunsteiner leicht vermeidbar gewesen. Ein Fehler auf der Waage führte aber zum unnötigen Punktverlust. Beide Teams wurden somit Tabellenvierter. »Alles in allem können wir mit dem Saisonverlauf zufrieden sein« brachte es TVT-Abteilungsleiter Hartmut Hille auf den Punkt. Allerdings hätte er gerne mit der Bayernliga-Mannschaft den 3. Platz erkämpft, der in dieser Saison leicht zu erreichen gewesen wäre. Die Kämpfe im Einzelnen:

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57 kg (Griechisch-römisch): Nachwuchsringer Andreas Dik bekam gegen den körperlich starken Afghanen Abdullah Hasani seinen zweiten Einsatz in der Bayernliga. Noch in der ersten Runde musste er sich aber erwartungsgemäß geschlagen geben: 0:4 aus Sicht des TVT.

130 kg (Freistil): Felix Ditschek, etatmäßiger Judokämpfer, bekam seinen ersten Saisoneinsatz. Gegen den erfahrenen Peter Vierke ließ er sich überraschen und wurde in der ersten Runde mit einem Nackenhebel geschultert: 0:8.

61 kg (F): Der aufgerückte Tobias Einsiedler konnte seine Punkte kampflos einfahren, da Penzberg keinen Gegner stellen konnte: 4:8.

98 kg (G): Gut hielt sich anfangs Andreas Boschko gegen Alexander Dürr. Nach einer Serie von Durchdrehern musste er sich aber dem Penzberger mit technischer Überlegenheit des Gegners geschlagen geben: 4:12.

66 kg (G): Ein Feuerwerk an Griffen brannte wieder Artur Tatarinov gegen den Penzberger Philip Wrba ab. Nach 1:30 Minuten war nach einem Armzug, Durchdrehern und Aushebern beim 15:0-Erfolg mit technischer Überlegenheit Schluss: 8:12.

86 kg (F): Nicht einmal zwei Minuten dauerte die Begegnung von Eduard Tatarinov mit Daniel Hösl. Blitzschnelle Beinangriffe und erfolgreiche Aktionen im Boden sicherten ebenfalls den Sieg mit technischer Überlegenheit: 12:12.

66 kg (F): Vermeidbares Malheur im Freistil-Leichtgewicht: Die Waage zeigte beim Vorwiegen von Sabar Mansuri noch das maximal erlaubte Gewichtslimit von 66,0 Kilogramm an. Beim offiziellen Wiegen waren dann 66,1 Kilogramm angezeigt – das Duell war verloren. Der Freundschaftskampf ging dann nach wenigen Aktionen und einer Verletzung seines Kontrahenten Christian Hagn zu Gunsten des Afghanen in Traunsteins Diensten aus – die Punkte waren weg, sonst hätte es im Gesamtergebnis zumindest für ein Unentschieden gereicht: 12:16.

86 kg (G): Diese Gewichtsklasse konnte der TVT nicht besetzten, die Punkte gingen kampflos an die Gastgeber: 12:20.

75 kg (G): Plamen Petrov behielt seine weiße Weste und blieb auch diesmal unbesiegt. Sein Gegner Martin Welk wurde nach einer 10:0-Führung noch in der ersten Runde auf die Schultern gelegt: 16:20.

75 kg (F): Mahsun Ersayin sparte sich das kräftezehrende Abkochen und trat eine Gewichtsklasse höher an. Gegen einen der stärksten Penzberger, Daniel Horst, hatte er es schwer und musste kurz vor dem Pausengong auf beide Schultern: 16:24.

Nachwuchs siegt souverän in Burghausen

Eine klare Sache war der Abschluss in der Grenzlandliga für die jungen Traunsteiner Ringer: Beim SV Wacker Burghausen hatte das Team trotz einiger nötiger Umstellungen keine Probleme und siegte sicher mit 28:12. Zu den Siegringern gehörten Justin Flemmer (29 kg), Sabina von Ellerts (31 kg, kampflos), Daniel Flemmer (34 kg), Leopold von Ellerts (38 kg), Leonard Rube (42 kg), Ben Wittenzellner (60 kg, kampflos) und Philipp Schrag (76 kg).

Gute Leistungen zeigten trotz Niederlage Maximilian Bach (46 kg), Maximus Minchev (50 kg) und Sanaullah N. (55 kg). Sabina von Ellerts siegte in einem Freundschaftskampf und brachte das Kunststück fertig, ihren Kontrahenten gleich dreimal hintereinander mit einem Nackenhebel aufs Blatt zu legen. awi