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Sieg und Niederlage für die heimischen Judo-Frauen

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Andrea Vogt (oben) war wie schon im vergangenen Jahr eine verlässliche Punktegarantin für den TuS Traunreut in der Landesliga Süd. Traunreut siegte beim SC Armin München mit 10:6. (Foto: Wittenzellner)

In der Landesliga Süd der Frauen haben die Judoka des TuS Traunreut in München einen Sieg geholt, die Frauen des TSV Palling gaben beide Punkte vor eigenem Publikum gegen Lenggries ab.


Gelungener Saisonstart für die Judo-Frauen des TuS Traunreut: In einem heiß umkämpften Ligaauftakt gewann das Team um Mannschaftsführerin Steffi Schneider beim SC Armin München mit 10:6 (Unterbewertung 100:60). Der TuS trat mit einer Mischung aus eigenen Kämpferinnen und starken Gastkämpferinnen an. Dabei griff der TuS auch auf einige Nachwuchskämpferinnen zurück, die im Lauf der Saison verstärkt in die Mannschaft eingebaut werden sollen.

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Der erste Durchgang läuft nach Plan

Der erste Durchgang lief zu Beginn ganz nach Plan für den TuS, der mit der österreichischen Vizeeuropameisterin Lisa Dengg (52 kg) und der Bad Aiblingerin Andrea Vogt (plus 70 kg) zwei Ippon-Siege einfuhr, ehe Julia und Steffi Schneider Punkte abgaben.

Die Saarländerin Rabe Selzer (bis 70 kg) stellte mit einem Fußfeger in ihrem ersten Kampf für den TuS wieder die Traunreuter Führung her, ehe Nachwuchskämpferin Johanna Pichler (bis 70 kg) das Nachsehen hatte. Der Schlussspurt gehörte wieder dem TuS: Alexandra Vogt (63 kg) und Steffi Hutter (63 kg) holten jeweils einen Ippon zum 5:3-Zwischenstand aus Traunreuter Sicht.

Die Schneider-Familie – maßgeblich am Judoerfolg des TuS auf und neben der Matte beteiligt – bewies wieder taktisches Geschick in der Aufstellung: Dengg und Andrea Vogt punkteten erneut für Traunreut, ebenso wie Julia Schneider (57 kg) mit einem O-soto-gari (Große Außensichel). Steffi Schneider und Pichler verloren nach gutem Kampf auch ihre zweiten Mattenduelle, bevor wieder Selzer und Hutter die Punkte holten. Der letzte Punkt ging nochmals an die Münchnerinnen, nachdem Alexandra Vogt wegen Greifens an die Hose disqualifiziert worden war.

Traunreuts Abteilungschef Volker Weberpals freute sich über den gelungenen Saisonauftakt: »Insgesamt dürfte die Mannschaft in diesem Jahr nochmals stärker sein als im Vorjahr.« Das Team hatte im ersten Jahr einer Ligazugehörigkeit voll überzeugt und die Saison 2015 mit einem sehr guten 3. Platz beendet.

Insbesondere die drei Österreicherinnen im TuS-Team – von denen immer nur zwei pro Durchgang eingesetzt werden dürfen – »stehen voll ihre Frau« und auch der eigene Nachwuchs drängt in drei Gewichtsklassen in die Mannschaft. Wie stark die Traunreuter Truppe wirklich ist, dürfte sich gleich im nächsten Kampf im April zeigen: Dann steht in der heimischen Kadlec-Halle mit dem starken TV Lenggries ein mehr als ebenbürtiger Gegner auf der Matte.

Weniger erfreulich verlief das Mattenduell der Pallinger Judoka. Sie hatten schon in einem vorgezogenen Saisonauftakt keine komplette Mannschaft aufstellen können und mussten nun vor eigenem Publikum vor den zwei Durchgängen gegen den TV Lenggries schon einmal zwei Punkte abgeben, weil sie die Gewichtsklasse bis 70 kg freilassen mussten – gegen ohnehin favorisierte Lenggrieserinnen eine zu hohe Hürde.

Allerdings mussten die Gastgeberinnen auch die Gewichtsklasse bis 52 kg leer laufen lassen. 5:11 (Unterbewertung 50:100) stand es am Ende der 14 ausgetragenen Mattenduelle. »Mit allen Kämpferinnen an Bord hätten wir die Gäste schon durcheinandergebracht«, war Pallings Abteilungsleiter Ludwig Tradler überzeugt.

Die Neuzugänge müssen sich erst eingewöhnen

Für Pallings Punkte sorgten Anna Dorfhuber (63 kg) mit einem Taio-Toshi (Körperwurf) mit Ippon gegen Johanna Müller, Edith Rottenaicher (57 kg) mit Uchi-Mata (Innenschenkelwurf) gegen Marina Gräber und einem Konter mit anschließendem Festhalter gegen die Lenggrieserin Annemarie Stielner. Eva Oettl (52 kg) siegte zweimal kampflos. Das war's dann aber auch mit den Pallinger Erfolgen. Die noch sehr jungen Neuzugänge Katharina Koch vom TSV Freilassing und Saskia Schwarzbauer vom TSV Kirchdorf müssen sich erst noch an die raue Wettkampfluft in der Landesliga der Frauen gewöhnen.

Ludwig Tradler machte deutlich, dass der Verein an der Cleverness auf der Matte und daran arbeiten muss, eine komplette Mannschaft zu stellen. Beim nächsten Kampf im April »sollten dann alle da und reifer sein«, meint Tradler. »Hausaufgaben haben sie auf alle Fälle mitbekommen.« awi