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Siebter Platz für Artur Tatarinov und Titel für Nicole Amann

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Konnte mit seiner Leistung in einem starken Teilnehmerfeld zufrieden sein, holte aber keine Medaille: Artur Tatarinov (rotes Trikot) vom TV Traunstein. (Foto: Wittenzellner)

Ohne Medaille kehrten die männlichen heimischen Sportler von den Deutschen Junioren-Meisterschaften im Ringen heim. Dagegen gab es bei den Juniorinnen einen Titelgewinn: Die für den SC Anger antretende Nicole Amann wurde Deutsche Meisterin. Die Freistiler kämpften im hessischen Hösbach, die »Griechen« mussten im nordrhein-westfälischen Lünen auf die Matte.


Der TV Traunstein stellte mit den Zwillingen Artur (griechisch-römisch) und Eduard (Freistil) Tatarinov zwei Teilnehmer, die in ihren Gewichtsklassen zu den Jüngsten und Leichtesten gehören. Am Ende stand ein durchaus beachtlicher 7. Platz für Artur Tatarinov im ersten Junioren-Jahr zu Buche, sein Zwillingsbruder Eduard wurde Neunter.

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Artur Tatarinov (griechisch-römisch, 66 kg) begann in Lünen mit einem souveränen 8:0 gegen den Württemberger Toni Jilke, bevor er gegen den späteren Vizemeister Lukas Bast aus Frankfurt an der Oder chancenlos war. Dieser zog ihn durch sein Abschneiden in die Hoffnungsrunde. Gegen Florian Scheuer (RSC Laudenbach) folgte ein sicheres 13:4. Auf dem Weg zu einer möglichen Bronzemedaille wäre Andrej Kurockin (SC Kleinostheim) zu besiegen gewesen, aber dieser erwies sich körperlich als zu stark. Die Niederlage Tatarinovs bedeutete am Ende den 7. Platz.

30 Teilnehmer waren es bei der quantitativ und qualitativ am stärksten besetzten Freistil-Gewichtsklasse bis 74 kg. TVT-Ringer Eduard Tatarinov begann ausgezeichnet und ließ Andre Becher (KSV Pausa) beim 14:4 keine Chance. Enger ging es gegen Dominik Picklapp (AC Mühlheim am Rhein) her – am Ende siegte der Traunsteiner mit 3:1 Punkten. Sehr schwer hatte er es im Kampf gegen den zweimaligen WM-Teilnehmer und deutlich älteren Andreas Walter vom SC Unterföhring, gegen den er sich entscheidend geschlagen geben musste. Da dieser seinerseits seinen nächsten Kampf verlor, war dem Traunsteiner der Weg in die Hoffnungsrunde versperrt. Am Ende stand ein durchaus beachtlicher neunter Platz für Tatarinov im ersten Junioren-Jahr zu Buche.

TVT-Cheftrainer Petar Stefanov, der in Lünen als Mattenleiter fungierte, zeigte sich mit dem Abschneiden der beiden Traunsteiner zufrieden: »Das war ihr erstes Jahr in der Juniorenklasse. Sie haben noch Zeit und werden weiter in die Gewichtsklassen hineinwachsen. Die Konkurrenz war stark, die Beiden haben im Rahmen der Möglichkeiten gut dagegengehalten.«

Vom SC Anger waren drei Sportler am Start. Nicole Amann (67 kg) war trotz vorangegangener längerer Verletzungspause erklärte Favoritin in ihrer Gewichtsklasse und wurde der Favoritenrolle gerecht. Ihre drei Kontrahentinnen besiegte sie auf Schulter oder mit technischer Überlegenheit in Rekordzeit (insgesamt nur 3:19 Minuten) und durfte sich am Ende wie erwartet mit Gold dekorieren.

Ilja Vorobev (66 kg, Freistil) war chancenreich auf die Matte gegangen. Zum Auftakt setzte er sich souverän mit 10:0 Punkten gegen Dennis Ruhbach durch. Danach erreichte er gegen den Goldbacher Simon Hüttner ein 8:8. Doch weil sein Gegner die letzte Wertung geholt hatte, bedeutete dies eine unglückliche Niederlage für den für den SCA ringenden Traunsteiner. Da der Hesse seinen nächsten Kampf verlor, war Vorobev das Weiterkommen versperrt. Am Ende stand für ihn der siebte Platz, eine bessere Platzierung wäre im Bereich des Möglichen gewesen. Benedikt Argstatter (74 kg, Freistil) startete mit zwei, zum Teil sehr deutlichen Erfolgen.

Im Viertelfinale war dann aber gegen den Triberger Marius Weiss beim 0:11 Schluss, was in der Endabrechnung den zehnten Platz bedeutete. Weiss ging passiv zur Sache, konterte dann aber immer wieder geschickt. awi