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Showdown: Spitzenreiter Saaldorf kommt nach Teisendorf

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Der Teisendorfer Robert Aicher (links) möchte mit seiner Mannschaft das Spitzenspiel gegen den SV Saaldorf mit Simon Zebhauser für sich entscheiden. (Foto: Butzhammer)

Diesmal richten sich sämtliche Augen in der Fußball-Kreisliga II nach Teisendorf. Beim dortigen Tabellenzweiten gastiert am heutigen Samstag um 15 Uhr Spitzenreiter SV Saaldorf, der aufgrund der Ergebnisse der vergangenen Wochen auch als Favorit anreist.


»Klar, sollten wir in Teisendorf gewinnen, dann hätten wir einige Matchbälle«, so SVS-Teamchef Mathias Rehrl, der allerdings den Druck bei den Gastgebern sieht: »Wir sind drei Punkte vorne, Teisendorf ist unter Zugzwang.« Dass Saaldorf als Tabellenführer zu den »Rothosen« kommt, liegt laut Rehrl auch darin begründet, »dass die Liga verrückt spielt, da sind uns einige überraschende Ergebnisse entgegengekommen«. Zuletzt aber hat sich der starke Aufsteiger wieder gefangen und blickt nun auf drei Siege in Folge.

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»Saaldorf hat eine sehr robuste, kompakte und wuchtige Mannschaft, die mit viel Siegeswillen auftritt. Da werden wir alles aufwenden müssen, um dagegenzuhalten und das Spiel zu unseren Gunsten hinzubiegen«, so Teisendorfs Trainer Sepp Aschauer, der die Sache mit dem »Zugzwang« etwas relativiert: »Wir wollen gewinnen, aber auch mit einem Unentschieden ist bei drei verbleibenden Spielen noch nichts entschieden«, zwinkert der TSV-Teamchef, der heute auf den bislang besten Saisontorschützen Tobias Mayer verletzungsbedingt verzichten muss.

Doch beim SV Saaldorf sind die Personalsorgen noch größer. »Wir müssen auf eine Handvoll wichtiger Akteure verzichten. Deshalb kann die taktische Marschroute erst ganz kurzfristig ausgeben werden«, so Hias Rehrl, der seine Elf vor dem »Saisonschlüsselspiel« warnt: »Teisendorf ist eine Kreisliga-Mannschaft ohne echte Schwachstelle. 14 gute, kampfstarke Kicker und mit Franz Schwangler ein bärenstarker Torwart.«

Nach den Trainerkomplimenten hin und her, wird sich heute zeigen, welches der beiden Liga-Top-Teams die bessere Tagesform aufbringt. Zumal ein Sieg nicht nur im Blick auf Rang 1 wichtig ist – der TSV Neumarkt-St. Veit sitzt beiden Mannschaften im Nacken und reist am Montag (Anstoß: 15 Uhr) als Favorit ins Nonner Stadion nach Bad Reichenhall. Dort trifft der Tabellendritte auf einen TSV Bad Reichenhall, der gewaltig unter Druck steht. Nach der jüngsten 0:2-Niederlage in Kay teilt sich die Elf von Michi Schlagintweit mit dem SV Oberteisendorf den unteren Relegationsplatz. Da kommt freilich ein Tabellendritter mit Aussichten nach oben nicht gerade zum besten Zeitpunkt.

Wegweisendes Spiel für den SV Oberteisendorf

Der SV Oberteisendorf, der sich vier Spieltage vor Schluss den Relegationsplatz mit Reichenhall teilt, steht vor einer enorm wichtigen Auswärtspartie. Denn: Mit einem Sieg gegen die Hausherren von der SG Schönau könnte die Elf von Andi Horner wieder ans rettende Ufer klettern – die Königsseer haben lediglich einen Zähler mehr auf ihrem Konto. Das Kellerduell wird am heutigen Samstag um 16 Uhr im Alpenstadion angepfiffen. Was den Oberteisendorfern vor der wichtigen Partie Mut machen könnte: Die SG stellt mit einem einzigen Saisonsieg auf eigenem Rasen das schwächste Heimteam der Liga. Zuletzt gewannen die Schönauer beim SV Seeon/Seebruck mit 3:1, während der SVO vor eigenem Publikum dem Tabellenvierten FC Töging II beim 1:1 einen Punkt abrang.

Heute um 18 Uhr ist der TSV Peterskirchen im heimischen Mörntalstadion Gastgeber für die Regionalliga-Reserve des TSV Buchbach. Hausherren-Coach Daniel Winklmaier, der möglicherweise im Gegensatz zum jüngsten 0:3 in Saaldorf wieder selbst auflaufen wird, findet es »irgendwie ärgerlich, dass die Buchbacher – wie schon im Hinspiel, das sie 3:1 gewonnen haben – ganz gut aufgestellt sein werden. Aber da kann man nichts machen, da müssen wir durch!« Einer der Gründe dafür ist, dass die Buchbacher »Erste« bereits gestern Abend gegen die »kleinen Löwen« im Einsatz war.

Im Hinblick auf die neue Saison, die dann seine zweite Spielzeit auf der Peterskirchner Kommandobrücke sein wird, hofft Winklmaier, dass alle Spieler bis auf Tormann Christian Laxganger (kehrt zum A-Klassisten TV Obing zurück) weitermachen. »Es schaut ganz gut aus, denke ich«, so der Spielertrainer, »aber einen Torwart und den einen oder anderen Feldspieler würden wir natürlich gerne holen.«

Zunächst sollen jedoch Punkte gegen den Abstieg geholt werden, der bei nur vier Zählern Vorsprung auf die rote Zone noch längst nicht vereitelt ist. »Das wird gegen diesen Gegner nicht leicht, aber wir wollen mit unseren Fans im Rücken richtig Gas geben«, betont Winklmaier.

Allenfalls über die Relegation kann der Vorletzte FC Perach noch den Abstieg verhindern. Ein Heimsieg am Montag (16 Uhr) gegen den Rangfünften TSV Siegsdorf wäre mal wieder ein Erfolgserlebnis für die krisengeschüttelten Kicker aus dem Inntal. Allerdings reisen die Gäste nach ihrem »Teisendorf-Coup« mit breiter Brust an und könnten ihrerseits – bei einem günstigen Verlauf der weiteren Partien – den Rückstand auf Rang zwei auf nur noch zwei Zähler verkürzen. Der Bezirksliga-Aufstieg nur ein Jahr nach dem »Gerade-noch-Klassenerhalt« ist also keine Utopie.

Auch für den SV Kay gilt es, das Vorrunden-Ergebnis gegen den FC Töging II (2:4) möglichst zu kompensieren. Der Tabellensechste will deshalb alles in die Waagschale werfen, um beim nur zwei Punkte besser gestellten Vierten dreifach zu punkten. Allerdings könnte die Elf des SVK-Trainerduos Tom Dengel und Florian Schörgnhofer am Montag (15 Uhr/Wasserschloss-Stadion) wohl auch mit einem Remis ganz gut leben.

Dagegen setzen der SB Chiemgau Traunstein II und der SV Seeon/Seebruck, die am Montag um 15 Uhr im Jakob-Schaumaier-Sportpark im Derby die Klingen kreuzen, voll und ganz auf Sieg – das gastgebende Schlusslicht deshalb, weil es sonst den Anschluss an Perach zu verlieren droht; die Rößler-Truppe aus Seeon, weil bei nur drei Zählern Vorsprung auf die Abstiegszone die Luft ebenfalls relativ dünn ist.

Im Vorrundenduell gab es jede Menge Tore

Im Lager der Landesliga-Reserve wird Trainer Bernd Ober alles versuchen, um für dieses extrem wichtigen Spiel eine schlagkräftige Elf auf die Beine zu stellen. Doch Gleiches gilt selbstverständlich für die Gäste, die nach der jüngsten Niederlage gegen Schönau gleich wieder in die Erfolgsspur finden möchten und mit Christian Zehetmaier (nach Verletzung) einen Rückkehrer begrüßen.

»Wenn man schaut, wo wir vor zehn Wochen gestanden sind, ist es nur positiv, was wir leisten«, freut sich SVS-Trainer Ralf Rößler. Auch die Statistik spricht für seine Elf, denn der Neuling konnte die letzten vier Auswärtsspiele für sich entscheiden. Im Vorrundenduell (3:3) gab es jede Menge Tore zu sehen – man darf also schon mal gespannt sein, ob das erneut der Fall sein wird. sts/cs