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Unterwössner Schützen werden vorübergehend heimatlos – Rückblick auf ein erfolgreiches Jahr

SG Gscheuerwand vor großer Herausforderung

Schützenmeisterin Gabi Daxenberger-Wieland hat bei der Jahreshauptversammlung der Schützengesellschaft (SG) Gscheuerwand Unterwössen im Schützenstüberl die Mitglieder auf eine besondere Herausforderung eingestimmt:

Der 3. Gauschützenmeister Roman Schneider (hinten Mitte) und die Schützenmeisterin der SG Gscheuerwand Gabi Daxenberger-Wieland (rechts) ehrten in der Jahreshauptversammlung langjährige Mitglieder: Bürgermeister Ludwig Entfellner (von links), Andreas Kuhnlein und Christian Stuffer sind seit 25 Jahren Mitglied, Dieter Meirer seit 50 Jahren, Elfriede Entfellner und Heinz Wenninger wiederum 25 Jahre. (Foto: Flug)

Für voraussichtlich eindreiviertel Jahre wird der Hallenbadkomplex, in dessen Obergeschoss die Gscheuerwand mit ihrem Schießstand und Schützenstüberl daheim ist, umgebaut und die Schützen werden heimatlos. Wie Bürgermeister Ludwig Entfellner bestätigte, beginnt der Umbau am 19. Februar.

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Das Endschießen trägt die Gscheuerwand deshalb am 22. und 23. Februar bei der der SG Hochwand Oberwössen aus. Für das traditionelle Osterschießen hat die Marquartsteiner Schützengesellschaft auf ihren Stand eingeladen.

Gelungene Neuauflage des Dorfschießens

Gelungen ist den Gscheuerwandschützen die Neuauflage des Dorfschießens – 2013 hatte das letzte stattgefunden. Als vergangenes Jahr die SG zum 10. Dorfschießen, einem Vereinspokalschießen, aufrief, beteiligten sich 22 Vereine und 356 Schützen. Die Mannschaftswertung gewann die Gebirgsschützenkompanie Wössen/Achental, vor der SG Hochwand Oberwössen. Mit einem Ring Vorsprung schubste die Feuerwehr Unterwössen die Musikkapelle vom Treppchen. Daxenberger-Wieland freute sich über die vielen jugendlichen Schützen, von denen aber keiner bei der Gscheuerwand »hängen geblieben« sei.

Schützenkönige der Gscheuerwand wurden mit dem Luftgewehr Jochen Peter, mit der Luftpistole Sieglinde Stuffer. Beim Drei-Vereine-Schießen der heimischen Schützen belegte die Gscheuerwand den 2. Platz zwischen den Gebirgsschützen und der Oberwössner SG Hochwand. Daxenberger-Wieland hob aus den Geburtstagsscheiben das gemeinsame Schießen anlässlich der beiden 70. Geburtstage von Carl Hirz und Jochen Peter hervor.

Für Lacher sorgte die Schützenmeisterin, als sie an ihren Rüffel erinnerte: Sie hatte vor einem Jahr moniert, dass es zum Neujahrsschießen 2017 für die Gäste an Schießaufsicht und Auswertern gefehlt hätte. Die Folge: Beim Neujahrsschießen am Anfang dieses Jahres kümmerten sich 14 Mitglieder um die nicht einmal eine Handvoll Teilnehmer.

Lang war die Liste der Schützenmeisterin an Ereignissen, zu denen die Gscheuerwand an Veranstaltungen mit Fahnenabordnungen teilgenommen hatte. Die Gscheuerwand hat zurzeit 117 Mitglieder, im Vorjahr waren es 119.

Für den erkrankten Sportwart Sepp Döllerer verlas Anton Fritschka den Sportbericht. Weil die Schützengesellschaft Oberwössen ihre Mannschaft abgemeldet hatte, reichte der Luftpistolenmannschaft Platz zwei zum Aufstieg aus der A-Klasse in die Gauklasse. Die Gscheuerwand musste selbst ihre Luftgewehrmannschaft für diese Saison abmelden, weil es an Schützen fehlt. In der A-Klasse belegte die Mannschaft zuletzt den 4. Platz.

In den Einzelwettbewerben taten sich in der Klasse Damen alt mit dem Luftgewehr die Schützenmeisterin Daxenberger-Wieland mit einem 4. Platz hervor. Den 4. und 6. Platz belegten mit Luftgewehr Auflage bei den Senioren B Günther Waack und Jochen Peter. Peter gelang mit der Luftpistole Auflage zudem ein 3. Platz.

Für große Freude sorgte der Kassenbericht von Siegfried Drexl: Das Engagement der Mitglieder und insbesondere das Dorfschießen trug der Gscheuerwand nach zwei Jahren mit Verlusten nun ein ordentliches Plus ein. Dabei hat der Verein durchaus investiert, wie zum Beispiel in das gemeinsame Veranstaltungsschild der Ortsvereine am Ortseingang.

Ehrung für langjährige Mitglieder

Gabi Daxenberger-Wieland und der 3. Gauschützenmeister Roman Schneider ehrten bei der Jahreshauptversammlung außerdem kangjährige Mitglieder mit Urkunden und Ehrenzeichen des Bayerischen Sportschützenbundes und des Deutschen Schützenbunds: Bürgermeister Ludwig Entfellner, Andreas Kuhnlein, Christian Stuffer, Elfriede Entfellner und Heinz Wenninger sind seit 25 Jahren dabei, Dieter Meirer seit 50 Jahren.

Bürgermeister Ludwig Entfellner zeigte sich vom Dorfschießen begeistert. Der Wettbewerb bringe dem Dorf einen »gesellschaftlichen Mehrwert«. Mitglied Dimitri Scheufler übermittelte die Grüße der georgischen Nationalmannschaft. Nach ihrem letztjährigen Trainingslager auf dem Schießstand in Unterwössen habe sie bei der unmittelbar anschließenden Europameisterschaft den 3. Platz in der Mannschaftswertung errungen. lukk