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Serge Michel »der bessere Puncher«

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Mit väterlicher Unterstützung ins große Finale: Serge Michel wird von seinem Vater Eduard getapt und gecoacht. Morgen möchte er den amtierenden WBO-Europameister Ricards Bolotniks entthronen.

Serge Michel greift nach dem Golden-Contract-Titel: Der Profiboxer aus Traunreut bestreitet am morgigen Mittwoch in Wakefield bei Leeds das große Finale gegen den Letten Ricards Bolotniks. Trotz der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen, gibt sich der »Bavarian Sniper« selbstbewusst und siegessicher: »Ich fühle mich hervorragend, auch wenn Corona immer wieder die Pläne der Vorbereitungsphase umgeworfen hat. Ich gewinne das Finale und entreiße Bolotniks den Titel.« Gelingt ihm das tatsächlich, dann hat er einen Fünf-Kämpfe-Vertrag in den USA in trockenen Tüchern – bei Top Rang, dem weltweit größten Promoter.

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Eine Woche unter »extremen Auflagen«

Bereits am vergangenen Mittwoch landeten die Michels – also auch Trainer und Vater Eduard »Ottowitch« und Serges Bruder Fedor – in Manchester, wo sie im Hotel den strengen Regeln zu trotzen versuchen. »Der ganze Ablauf wie die An- und Abreise sowie die komplette Fight-Week sind wieder extremen Auflagen unterworfen«, berichtet Manager Johann Wilhelm aus Trostberg. »Damit die Jungs überhaupt anreisen durften, mussten sie einen negativen Covid-19-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden vor Abreise sein durfte.« Gleich nach der Ankunft auf der Insel wurde nochmals getestet, und ein dritter Test fand am gestrigen Montag statt. Damit die Mannschaft aus Traunreut nach der Ankunft nicht für 14 Tage in Quarantäne musste, gab es eine gesonderte Befreiung beziehungsweise Einladung seitens des britischen Profi-Verbandes »British Boxing Board of Control« (BBBofC) und der MTK-Global-Promotion. »Diese sorgen für ein optimales Hygiene-Konzept und übernehmen die Verantwortung für das Team Michel«, erklärt Wilhelm.

Da es sich im Finalkampf auch um einen Titelkampf handelt – es geht um die Europameisterschaft der World Boxing Organization (WBO) – wird sogar zweimal der Gang zur Waage gefordert: Das sogenannte Vorwiegen ging bereits über die Bühne, das offizielle Wiegen mit anschließender Medien-Konferenz findet heute statt. Den letzten Feinschliff vor dem großen Kampf gibt Eduard Michel seinem Sohn in der Nähe des Hotels in einem Box-Gym. Fedor Michel, der ja selbst Profiboxer ist, hilft als Trainingspartner ebenfalls intensiv bei den Vorbereitungen mit und wird am Kampfabend auch in der Ringecke als Betreuer und Unterstützer dabei sein. Zuschauer sind – wie schon im Halbfinale, das Serge Michel durch K.o. in der vierten Runde gegen den britischen Lokalmatador Liam Conroy gewann – nicht zugelassen.

England »ist ein gutes Pflaster« für Serge Michel

»Ich freue mich, wieder hier in England boxen zu können«, betont Serge Michel, »das ist ein gutes Pflaster für mich, was man in den letzten beiden Kämpfen deutlich sehen konnte.« Der »Sniper« könnte sich nicht vorstellen, »wie Bolotniks mich besiegen kann. Ich bin der bessere Puncher und habe die bessere technische Boxschule.« Serge Michel habe es als Amateur bis zu den Olympischen Spielen geschafft, »und nach dem Kampf gegen Bolotniks möchte ich bei den Profis auch ganz nach oben und gegen die großen Namen der Weltspitze antreten.«

Das Wiegen und Face to Face kann man bei Serge Michel übrigens heute um 14 Uhr live auf Instagram verfolgen. Auch das Finale um den Golden Contract gibt es am Mittwochabend live und kostenlos sehen – und zwar im YouTube-Kanal iFL-Boxing. Außerdem übertragen SkySport und der amerikanische Sender ESPN. cs

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