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Sensationelle SVK-Moral bei »Schlacht in Bogen«

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Sie durften sich wieder über Tore für ihren SVK freuen: Max Vogl (links), der zur SVK-Führung traf, und Manuel Omelanowsky, der gleich zwei Treffer für den SVK markierte. (Foto: Butzhammer)

Vor 245 Zuschauern gewannen die Gelb-Schwarzen aus Kirchanschöring in einem verrückten Spiel der Fußball-Bayernliga Süd nach zweimaligen Rückstand mit 4:2 (1:2) beim TSV Bogen am Fuße des Bayerischen Waldes. Dominik Hausner war nach seinem ersten Spiel als Cheftrainer erleichtert darüber, dass ihm die Mannschaft »diesen Sieg geschenkt« hatte. Denn so ein Auftakt sei nicht immer einfach. In der ersten Halbzeit hätten die Gastgeber nach Hausners Ansicht »mit 3:1 oder gar 4:1 vorne sein müssen, da hat meine Elf alles vermissen lassen, was wir uns vorgenommen haben.«


Bogens Spielertrainer Markus Rainer sah seine Elf in der ersten Halbzeit ebenfalls als klar überlegen an, »wir hätten mit 3:0 oder 4:0 führen müssen«, klagte er. Zudem hätten die Elfmeter-Entscheidungen die Schiedsrichter-Leistung einfach widergespiegelt.

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Keine zwei Minuten waren gespielt, da steuerte Bogens Michael Scheßl nach einer eklatanten Unachtsamkeit in der SVK-Abwehr alleine auf Lukas Hoyer im SVK-Tor zu und versenkte das Leder links neben dem Pfosten zur 1:0-Führung. Kurz darauf rettete Hoyer nach einem Schuss von Stefan Meyer (4.). Bogen hatte weitere Chancen und forderte einen Elfmeter, als Yasin Gürcan klärte.

Den ersten Schuss vom Punkt erhielt aber der SVK zugesprochen, Manuel Omelanowsky verwandelte nach einem Handspiel der Niederbayern zum 1:1-Ausgleich (17.). Kurze Zeit später pfiff der Referee Foulelfmeter gegen den SVK, eine mindestens ebenso strittige Entscheidung. Da mutmaßten sogar die heimischen Zuschauer: »Ein Witz«. Marco Jordan war das egal, er verlud Hoyer zur 2:1-Führung für Bogen. Die Gastgeber hätten vor der Pause durch einen Freistoß von Jordan (31.) oder Tobias Richter (38.) die Führung in die Höhe schrauben können.

In der zweiten Halbzeit waren die Gelb-Schwarzen am Drücker. Bogen hatte nur zwei Möglichkeiten (63. und 67.). Anders der SVK. Zuerst war es Omelanowsky, der nach einem missglückten Abwehrversuch vom Sechzehner cool und lässig den 2:2-Ausgleich erzielte (70.), dann flogen bei den Hausherren Walter Müller (73. Gelb-Rot) und Bastian Albrecht (76. Rot) vom Platz, eine Tätlichkeit, bei der der Linienrichter intervenierte.

Der SVK attackierte weiter. So wurde in der 83. Minute Max Vogl von Bernd Eimannsberger in die Gasse geschickt und zwirbelte das Leder von rechts neben den Pfosten zur 3:2-Führung für den SVK. Den fulminanten Schlusspunkt zum 4:2 setzte Eimannsberger selbst: Bogens Schlussmann Maximilian Putz wollte schnell abspielen, lief mit dem Ball in der Hand über die Sechzehner-Linie. Eimannsberger führte den folgenden Freistoß schnell aus, während die Niederbayern eine Mauer formierten – und noch bevor Putz überhaupt in seinem Kasten war, glitt das Leder zum 4:2 ins Netz. Bogen protestierte, der Ball hätte nicht »geruht«. Den Gelb-Schwarzen war's egal. 4:2-Sieg, eine jubelnde, feiernde und singende Mannschaft, die »Schlacht in Bogen« war gewonnen.

TSV Bogen: Putz, Hauner, Albrecht, Meyer, Rainer, Marcinkovic (82. Tremml), Käufl (76. Köglmeier), Scheßl, Jordan, Müller, Richter (66. Bilalli).

SV Kirchanschöring: Hoyer, Janietz, Jell, Karayün, Omelanowsky (84. Opara), Gürcan, Söll (26. Vogl/ 88. Liener), Eimannsberger, Sturm, Jung.

Schiedsrichter: Rank (München).

Zuschauer: 245.

Tore: 1:0 Scheßl (3.), 1:1 Omelanowsky (17./Handelfmeter), 2:1 Jordan (25./Foulelfmeter), 2:2 Omelanowsky (70.), 2:3 Vogl (83.), 2:4 Eimannsberger (87.).

Rote Karte: Müller (73.) / -.

Gelb-Rote Karte: Albrecht (76.) /-. mw