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»Seit dem Rennen in Weißenbach läuft's bei mir«

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»Bäriger« Lohn für eine bärenstarke Leistung: Luca Bauer wurde EM-Dritter.

Das war eine starke Leistung: Luca Bauer (Reit im Winkl) hat sich bei der Eisspeedway-Europameisterschaft in Ufa (Russland) die Bronzemedaille geholt. Der 20-Jährige knüpfte dabei nahtlos an seine starke Vorstellung vom internationalen Rennen in Weißenbach (Österreich) an.


Nach missglücktem Saisonauftakt bei der WM-Qualifikation hatte der Nachwuchspilot nämlich in Weißenbach gewonnen und dort auch noch trainiert, »und seither läuft's bei mir«, freut er sich.

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Und wie: Schon am ersten Tag in Ufa erkämpfte er sich als einer der vier punktbesten Piloten einen Platz im Finale. Dort lagen zwar drei russische Fahrer vor ihm, »aber einer hat den Strohballen komplett aus der Verankerung gerissen, trotzdem gab es nicht die dafür übliche Disqualifikation«, berichtet er. Dann nämlich wäre der Reit im Winkler schon mindestens auf dem dritten Platz der Tageswertung geführt worden. So gewann Dimitri Soljannikow vor Sergej Makarow und Iwan Tschischkow sowie Bauer.

Auch am zweiten Tag lief es sehr gut: Der 20-Jährige kam wieder unter die vier Punktbesten nach den Vorläufen und somit ins A-Finale. In diesem lagen neben den beiden Russen Sergej Makarow und Iwan Tschischkow auch noch der Niederländer Jasper Iwema vor ihm. Iwema hatte sich im Vorjahr für den Eisspeedway-GP qualifiziert und war heuer nur hauchdünn an der WM-Qualifikation gescheitert.

Da es bei der EM nicht um die Addition der pro Tag erkämpften Punkte geht, sondern für den jeweiligen Tag Punkte für die Tagesplatzierung gab, lag zwar Sergej Makarow als neuer Europameister (31 Punkte) vor Tschischkow (29), doch dahinter folgten Bauer und Iwema mit je 26 Punkten.

Daher musste ein Stechen über Bronze entscheiden. Hier setzte sich Bauer durch. Zunächst hatte er sogar relativ klar geführt, »dann wurde es knapp, aber ich habe es geschafft«, freut er sich.

Und es gab noch ein gutes Ergebnis aus deutscher Sicht: Markus Jell vom Team des MSC Teisendorf wurden an beiden Tagen jeweils Sechster (d. h. Zweiter des B-Finales). Dies brachte ihm in der EM-Gesamtwertung den fünften Platz ein.

Mit Luca Bauer freute sich sein Vater Günther Bauer. Er hatte bei der GP-Qualifikation erkrankt gefehlt und war nun als Mechaniker für seinen Sohn in Ufa dabei. Freude herrschte jedoch auch beim italienischen Verband. Denn nach Differenzen mit dem deutschen Verband hatte Luca Bauer im vergangenen Jahr erstmals die italienische Lizenz beantragt, mit der er auch in diesem Winter aktiv ist, und bescherte somit den Italienern eine EM-Bronzemedaille.

Möglicherweise bestreitet der 20-Jährige am kommenden Wochenende sogar aus Trainingszwecken ein Rennen in Schweden. Sein nächster großer Einsatz steht dann am Donnerstag, 28. Februar bevor, wo er in Berlin an der Deutschen Meisterschaft teilnimmt. Kann er seine Form aus Ufa halten, ist ihm auch dort eine gute Platzierung zuzutrauen. who

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