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Sechs Mannschaften müssen noch bangen

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»In die Knie gezwungen« hat der TSV Fridolfing mit Dominik Oswald (links) im Nachholspiel den SV Laufen mit Florian Hollinger, obwohl Hollinger den Führungstreffer für den SVL markiert hatte. Der SVL will dafür im heutigen Heimspiel gegen den TSV Tittmoning einen Dreier einfahren, während Fridolfing beim Titelgewinner ASV Piding vor einer schweren Aufgabe steht. (Foto: Butzhammer)

Der Abstiegskampf steht im Mittelpunkt des Geschehens in der Fußball-Kreisklasse IV: Insgesamt sechs Mannschaften müssen noch um ihre Ligazugehörigkeit bangen, bevor am heutigen Samstag (jeweils 15 Uhr) die Partien des 25. und damit vorletzten Spieltags angepfiffen werden. Darunter befinden sich auch der SV Laufen und der TSV Fridolfing, die sich am Donnerstagabend im direkten Duell (2:4) gegenüberstanden.


Im Abstiegskampf haben der TSV Berchtesgaden (7./25 Punkte) und dessen Lokalrivale FC Bischofswiesen (8./24) zwar derzeit die beste Ausgangsposition, aber auch ein Problem: Beide haben nur noch je eine Partie zur Verfügung, um Punkte einzufahren, die Konkurrenz dahinter aber deren zwei.

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Denn Bischofswiesen hat diesmal spielfrei und gastiert zum Saisonfinale beim Platz-Zwei-Anwärter SC Anger, der TSV Berchtesgaden hat am folgenden Wochenende frei. Daher sollten heute gegen den TSV Bad Reichenhall (5./32) unbedingt drei Punkte her für die Schützlinge von Richard Hartmann, dann könnte man dem letzten Spieltag beruhigt entgegensehen. Auch ein Ergebnis wie im Hinspiel (1:1) dürfte im Normalfall reichen.

Der TSV und sein Lokalrivale FC Bischofswiesen könnten unter anderem davon profitieren, dass sich heute der SV Oberteisendorf (12./20) und der TSV Heiligkreuz (9./22) gegenseitig die Punkte wegnehmen. Schlusslicht SVO würde mit einem Sieg den direkten Konkurrenten überflügeln und zumindest den direkten Abstiegsrang verlassen. Allerdings: Der SVO (Bilanz: 0-2-5) ist in diesem Jahr noch sieglos. Da könnte für die Schützlinge von Hermann Hiebl die Erinnerung ans Hinspiel aufbauend wirken, als die Oberteisendorfer gegen Heiligkreuz mit 4:0 gewonnen hatten. Immerhin holte der SVO zuletzt ein 2:2 beim TSV Fridolfing. Noch besser machten es allerdings die Heiligkreuzer, die mit ihrem 2:1-Sieg über den SV Laufen das Schlusslicht an den SVO weitergaben.

Die Laufener (11./21) selbst erlitten am Donnerstagabend einen weiteren Rückschlag: Gegen den TSV Fridolfing (10./22) gab es nach einer 2:0-Führung durch Florian Hollinger (8.) und Helmuth Putzhammer (22.) noch eine 2:4-Niederlage. Christoph Zeif gelang in der Nachspielzeit der ersten Hälfte der Anschlusstreffer, kurz nach dem Seitenwechsel glich der TSV-Torjäger zum 2:2 (49.) aus. Daniel Stapfer (77.) und Josef Pallauf (82.) sorgten dafür, dass die Schützlinge von Trainer Bernhard Zeif ihre starke Bilanz des Jahres 2019 (3-4-1) weiter ausbauten.

Und das völlig verdient, wie Laufens Pressesprecher Christian Schmidbauer berichtet: »Die stetig steigenden Torchancen der Zeif-Elf aus Fridolfing führten kurz vor dem Pausenpfiff folgerichtig zum Anschlusstreffer. Im zweiten Durchgang war der TSV Fridolfing deutlich besser im Spiel und erarbeitete sich Torchance um Torchance.« Und weiter: »Nach dem Ausgleichstreffer gewann der Gast Oberwasser und setzte sich stetig in der Laufener Hälfte fest.« Die logische Folge seien die zwei weiteren Gegentore für den SVL gewesen. Zwar drängte danach noch der SVL, doch insgesamt seien die Gäste verdienter Sieger gewesen, so Schmidbauer.

An diesem Wochenende könnte es allerdings für die Zeif-Schützlinge einen Rückschlag geben, denn sie müssen beim souveränen Tabellenführer ASV Piding (1./41) ran, gegen den es schon in der Vorrunde eine 0:2-Niederlage gegeben hatte. Am letzten Spieltag haben die Fridolfinger gegen den TSV Tittmoning (3./34) Heimrecht.

Genau gegen diesen TSV Tittmoning ist der SV Laufen bereits am heutigen Samstag gefordert. Tittmoning könnte sich mit einem Sieg den zweiten Platz vom SC Vachendorf (34 Punkte) zurückholen, weil der SCV diesmal spielfrei ist. Im Hinspiel siegten die Tittmoninger mit 5:0 – doch diesmal will der SV Laufen das Blatt wenden.

Die einzige Partie des 25. Spieltags, bei der keine der zwei beteiligten Mannschaften mehr den Abstieg fürchten muss, findet heute beim SVL Tacherting statt: Der Gastgeber (6./29) ist bereits gesichert. Gast SC Anger hat aber noch Chancen auf den zweiten Tabellenplatz und die Aufstiegsrelegation, und daher werden die heimstarken Hausherren (7-2-1) es sicher nicht leicht haben, ihren achten Heimdreier einzufahren. who/Sch.