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Schwierige Bedingungen beim Auftakt in Schweden

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Er war vor allem beim zweiten IBU-Cup-Wettkampf in Idre gut unterwegs: Johannes Kühn vom WSV Reit im Winkl, der dabei den achten Platz verbuchte. (Foto: Weitz)

Einen ordentlichen Einstand haben die deutschen Biathleten beim IBU-Cup in Idre (Schweden) verbucht. Allerdings gab es bei den je zwei Sprints von Damen und Herren »nur« einen Podestplatz.


Und diesen verbuchte Matthias Bischl vom SV Söchering: Im ersten 10-km-Rennen der Herren musste er sich nur dem fehlerfrei schießenden Duo Petr Paschenko (Russland) und Erlend Bjöntegaard (Norwegen/+ 5,0 Sekunden) beugen. Bischl hatte bei einem Schießfehler 33,3 Sekunden Rückstand.

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Auch Matthias Dorfer noch im Vorderfeld

Im Vorderfeld der insgesamt 125 Teilnehmer landeten aber auch noch Steffen Bartscher vom WSV Oberhof als Achter (+ 1:09,8 Minuten/1 Schießfehler) und Matthias Dorfer (SV Marzoll/Stützpunkt Ruhpolding) als Zwölfter (+ 1:22,6/1). Auch der Tüßlinger Johannes Kühn (WSV Reit im Winkl/+ 1:36,2/3) lag auf Rang 19 noch in der Nähe der Spitzenplätze – schon mit einem Fehlschuss weniger wäre ein Top-Ten-Platz drin gewesen.

»Ja, das war erst einmal noch etwas durchwachsen, aber die Verhältnisse waren mit Schneefall und Wind nicht gerade günstig und haben sich immer wieder geändert«, so Trainer Remo Krug. Daher hätten die Ergebnisse auch nur eine bedingte Aussagekraft. Der Inzeller, der für das IBU-Cup-Team zuständig ist, verdeutlicht: »Da war es schon mit entscheidend, welche Startgruppe jemand erwischt hat.« Beim ersten Sprint erwischte es auch die beiden Stützpunkt-Athleten Michael Willeitner und Florian Graf. Willeitner (SK Berchtesgaden) verbuchte sechs »Fahrkarten« und belegte mit 4:08,2 Minuten Rückstand den 78. Platz, Graf (WSV Eppenschlag) hatte noch einen Fehlschuss mehr und belegte mit 4:28,5 Minuten Rückstand den 83. Platz.

Doch Graf – im Vorjahr Gesamtsieger des IBU-Cups – zeigte sich im zweiten Sprint deutlich verbessert. Mit vier Schießfehlern (+ 2:11,7) landete er knapp vor Matthias Dorfer (+ 2:14,3/4) auf Rang 14. Nur wenige Sekunden dahinter belegten Willeitner (+ 2:15,4/1), Bartscher (+ 2:23,7/4) und Bischl (+ 2:31,1/4) die Plätze 17, 22 und 28 – das zeigt die enorme Leistungsdichte im Feld der diesmal 113 Gewerteten.

Bester Deutscher war hier allerdings Johannes Kühn: Der 24-Jährige kam mit 1:28,2 Minuten Rückstand auf Sieger Matwej Elisejew (Russland) auf den 8. Platz. Im ersten Schießen blieb Kühn sogar fehlerfrei, im zweiten aber verbuchte er drei Fehler.

Nadine Horchler als beste Deutsche

Das deutsche Damen-Quartett wurde angeführt von der routinierten Nadine Horchler (SC Willingen). Die 29-Jährige war im ersten 7,5-km-Wettkampf beim Sieg der Polin Magdalena Gwizdon mit 1:17,4 Minuten Rückstand – bei einem Schießfehler – auf Rang 15 beste Deutsche. Nur acht Sekunden fehlten zum 10. Platz.

Doch auch zwei Nachwuchs-Athletinnen mischten gut mit: Auf Rang 20 (+ 1:28,7/1) landete die 22-jährige Annika Knoll (SC Friedenweiler/Stützpunkt Ruhpolding), drei Plätze dahinter folgte ihre Stützpunkt-Kollegin Carolin Leunig (WSV Clausthal-Zellerfeld). Die 24-Jährige hatte 1:33,3 Minuten Rückstand und schoss fehlerfrei. Rang 60 erreichte die 21-jährige Sarah Schaber (TSV Buchenberg/+2:55,2). Die erst im Frühjahr vom Langlauf zum Biathlon gewechselte Athletin schoss viermal daneben. Es waren knapp 100 Damen am Start.

Im zweiten Sprint mit rund 90 Teilnehmerinnen siegte die Norwegerin Bente Landheim. Nadine Horchler (+ 1:01,2) belegte den 7. Platz. Auch Leunig (+ 1:46,9/2) hielt mit Rang 20 gut mit. Vier »Fahrkarten« warfen Annika Knoll (+ 2:28,4) ein ganzes Stück zurück, so erreichte sie den 38. Platz.

»Sie hat es besonders hart erwischt«

Sarah Schaber verfehlte acht Scheiben und belegte mit 4:52,3 Minuten Rückstand den 71. Rang. »Sie hat es mit den schwierigen Bedingungen besonders hart erwischt, aber das sind einfach auch wichtige Erfahrungen«, so Krug. Nun haben die Sportler etwas Zeit zur weiteren Vorbereitung in der Heimat, ehe vom 11. bis 13. Dezember der nächste IBU-Cup in Ridnaun auf dem Programm steht. who

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