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Schwerer Auftakt gegen Schweden

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So wollen sie auch im Rennen – möglichst gemeinsam vor den jeweiligen Gegnern – ihre Runden drehen: Günther Bauer (vorn) und Max Niedermaier. (Foto: Weitz)

»Das Eis ist gut, und die Form passt auch«: Zuversichtlich geht Günther Bauer in die Eisspeedway-Team-Weltmeisterschaft in Inzell. Die Vorfreude ist auch bei den weiteren heimischen Fahrern Max Niedermaier (Edling) und Hans Weber (Schliersee) groß. In der Inzeller Max-Aicher-Arena geht es am Samstag (ab 17 Uhr) und Sonntag (ab 14 Uhr) in insgesamt 42 Länderduellen zur Sache.


Den Auftakt machen dabei heute zwei Mannschaften, deren Leistungsstärke schwer abzuschätzen ist: Die Schweiz – die eher als Außenseiter gilt – trifft auf Finnland. »Wir wollen uns zumindest so gut wie möglich verkaufen«, so Teamfahrer Ronny Häring.

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Die Finnen waren zwar bis zum vergangenen Grand Prix in Berlin in der Einzel-WM mit keinem Fahrer vertreten, doch Finnland ist ein traditionsreiches Eisspeedway-Land. Aber ausgerechnet GP-Pilot Timo Kankkunen konnte sich nicht intern für die Team-WM qualifizieren. »Das ist schon kurios«, findet auch Mats Järf, der sich heuer bei der finnischen Meisterschaft den Titel geholt hatte. Aber klar sei auch. »Wir haben drei sehr gute Fahrer und das bestmögliche Team.« Allerdings nicht alle in der bestmöglichen Form: Antti Aakko – schon mehrmals in der Einzel-WM gut dabei – kämpft immer noch mit den Nachwirkungen einer schweren Verletzung. »Im linken Arm fehlen immer noch dreißig bis vierzig Prozent der Kraft. Das ist gerade bei den Schräglagen im Eisspeedway ein großes Problem«, weiß er. Und der Aufbau der Kraft sei eine sehr langwierige Sache. Dennoch: »Wir möchten uns gegenüber dem Vorjahr verbessern«, hofft Järf – da waren die Finnen mit 21 Punkten Sechster geworden. Der 37-jährige Aakko setzt noch einen drauf. Was die Finnen werden wollten? Aakko (lacht): »Sieger«.

Ihre schwerste Aufgabe des Renntages haben die Tschechen anschließend vor sich: Sie messen sich mit Titelfavorit Russland. Egal in welcher Besetzung: Die Russen peilen prinzipiell in jedem Rennen einen Doppelsieg und damit fünf Punkte an. Doch besonders der stärkste Tscheche, Jan Klatovsky, möchte dem Favoriten ein Schnippchen schlagen. Spannender als das reine Resultat ist hier wohl die Frage, wer als zweiter tschechischer Fahrer neben Klatovsky aufs Eis geht.

Der erste Auftritt des heimischen Teams könnte gleich ein Hinweis darauf sein, ob die insgeheim erhoffte Bronzemedaille möglich ist: Gegen den Vizeweltmeister von 2016, Schweden, ist die Auswahl des DMSB (Deutscher Motorsport Bund) hart gefordert.

Zu einer klaren Sache wollen der Saalfeldener Franz Zorn und seine Teamkollegen ihren ersten Auftakt in Inzell machen: Sie treffen auf die Schweiz, anschließend fahren die deutschen Fahrer gegen Russland. Die Russen bestreiten am Samstag auch den abschließenden 21. Lauf: Gegner sind die Schweden, die im ersten Lauf des Sonntags gleich im »Rückkampf« wieder auf Russland treffen. Anschließend sind die heimischen Piloten gegen Tschechien gefordert.

Möglicherweise geht es kurz vor dem Abschluss der Sonntagsrennen dann in Lauf 40 (von 42) um einen Podestplatz: Da fahren die heimischen Piloten und Schweden gegeneinander. Anschließend muss Tschechien gegen Russland ran, ehe die Finnen das WM-Geschehen mit dem Duell gegen die Schweiz abschließen.

Dann hat jedes Länderteam je einmal pro Tag gegen das Duo jedes anderen Landes gekämpft. Und das deutsche Trio hofft darauf, sagen zu können: »Das Eis war sehr gut – aber wir auch ...« who

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