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Schwarzer Tag für Pallings Judoka

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Der Töginger Christoph Käser (oben), der in der Landesliga für den TSV Palling kämpft, musste mit dem TSV eine bittere Niederlage einstecken und steht einen Kampftag vor Saisonschluss mit dem Rücken zur Wand.

Bitterer Tag für die Judoka des TSV Palling: Die Frauen musste im vorletzten Landesligakampf gegen den SC Armin München beim 3:12 (Unterbewertung 30:117) eine deftige Heimniederlage einstecken und auch die Männer machten es nicht besser. Sie verloren das Kellerduell gegen den TSV Unterhaching mit 6:14 (Unterbewertung 60:140). Das Schlusslicht steht nun endgültig mit dem Rücken zur Wand.


Während die Frauen aber die Liga definitiv als Tabellenletzte abschließen werden, können die Männer in drei Wochen zu Hause mit einem Sieg möglicherweise das rettende Ufer noch erreichen. Beide Mannschaften waren in dieser Saison unter anderem durch Verletzungspech arg gebeutelt.

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Sechs Gewichtsklassen unbesetzt

Auch diesmal mussten die Frauen sechs Gewichtsklassen unbesetzt lassen – der Kampf war damit praktisch schon auf der Waage entschieden. Da halfen auch der Sieg von Edith Rottenaicher (57 kg) und der Doppelerfolg von Anna Dorfhuber (63 kg) wenig, die Münchnerinnen verließen die Pallinger Schulturnhalle als klare Sieger und waren auch in den ausgetragenen Kämpfen meist erfolgreich.

Pallings Abteilungschef Ludwig Tradler, der sich mit dem Frauen-Team noch lange nach dem verlorenen Kampf abstimmte und besprach, sah die Cleverness der Gegnerinnen aber auch die Misere in der eigenen Aufstellung für die Hauptursachen der wenig erfolgreichen Saison und des verlorenen Kampfes gegen München. »Aber die, die auf der Matte gekämpft haben, haben alles gegeben«, nahm er seine Teamkämpferinnen in Schutz. Allerdings zeigte er sich auch mit der Trainingsbeteiligung unzufrieden. »Es wird zu wenig trainiert, das gilt auch für die Männer.«

Die Männer um Trainer Sepp Reiter mobilisierten nochmals alle Kräfte, um gegen Unterhaching zu gewinnen. Allerdings lagen die Gastgeber schon zur Halbzeit mit 4:6 Punkten zurück. Im zweiten Durchgang lief es dann richtig gegen Palling. Nur zwei Erfolge konnten noch eingefahren werden. Am Ende stand es nach Siegen von Jürgen Süss (plus 90 kg, 2 Siege), Max Burghart (plus 90 kg), Ralf und Stefan Böhm (beide 66 kg) mit zwei blitzschnellen Schulterwürfen und Simon Angerpointner (bis 90 kg) 6:14 für die Unterhachinger, die praktisch keinen Schwachpunkt in ihrer Aufstellung hatten. »Wir haben mobilisiert, was möglich war. Aber es war nicht mehr drin«, sagte Reiter ernüchtert.

Neben den wenig erfreulichen Ergebnissen gab es trotzdem einen Lichtblick für die geplagten Pallinger: Unter der Leitung von Tino Flemming trug man in den Kampfpausen der Erwachsenen die Pallinger Vereinsmeisterschaft aus. Die jungen Judoka zeigten einige ansprechende Techniken, kämpften mutig um den Sieg und präsentierten sich daneben als homogene Nachwuchsgruppe. Der Lohn für die guten gezeigten Leistungen waren Urkunden und Medaillen für Pallings beste Nachwuchskämpfer. awi