weather-image
20°

Schwache Abwehr trifft auf schwache Offensive

0.0
0.0
Bildtext einblenden
SBC-Angreifer Stefan Mauerkirchner ist nach seiner dreiwöchigen Verletzungspause in der Saisonvorbereitung noch nicht wieder in Topform. (Foto: Weitz)

Die einen drückt der Schuh vorne, die anderen hinten: Vor dem heutigen Derby der Fußball-Bezirksliga Ost (Anstoß in Surberg ist um 18.30 Uhr) weist der SB Chiemgau Traunstein mit durchschnittlich fast drei Gegentreffern pro Spiel die zweitschwächste Abwehr der Liga auf. Der TSV Waging reist dagegen mit der schwächsten Offensivabteilung der Klasse (gemeinsam mit 1860 Rosenheim II) an. Im Schnitt gelang den »Seerosen« nicht einmal ein Treffer pro Begegnung.


Vor dem vergangenen Wochenende wären die Rollen noch klar verteilt gewesen, doch nach der 1:5-Niederlage beim FC Töging kann man nicht unbedingt behaupten, dass der SBC als Favorit in die Partie geht. Nur noch drei Punkte beträgt der Vorsprung der Gruber-Truppe auf die Zeif-Elf, die nach dem ersten Saisonsieg (2:1 im Neulingsduell gegen Aschau/Inn) mit Rückenwind nach Surberg kommt.

Anzeige

»Der Sieg war wichtig und meiner Meinung nach auch nicht unverdient«, freute sich TSV-Funktionär und Defensivmann Stefan Hinterreiter, der davon ausgeht, dass Bernhard Zeif heute das selbe Personal zur Verfügung steht wie gegen die Aschauer. Auf Bastian Maier (Urlaub) und Tom Hofmann (im Aufbautraining) können die »Seerosen« dabei also erneut nicht setzen.

Beim SBC plant Gruber zwar wieder mit den torgefährlichen Offensivleuten Dominik Waritschlager und Stefan Mauerkirchner, doch er stellt klar, »dass beide einfach noch nicht fit sind. Der 'Maui' war ja in der Vorbereitung drei Wochen verletzt, und das merkt man schon noch«, so der SBC-Übungsleiter. Der Neukirchner verweist trotzdem darauf, dass man das Derby mit aller Macht gewinnen wolle, wozu man ein ganz anderes Zweikampf- und Defensivverhalten an den Tag legen müsse wie jüngst am Töginger Wasserschloss. »Unsere Surberg-Serie soll halten«, betont auch SBC-Abteilungsleiter Engelbert Thaler. Die bisherigen Heimspiele im »Ersatzstadion« des EHG-Sportparks wurden erfolgreich gestaltet, wenn auch mit dem nötigen Quäntchen Glück (4:3 gegen Ottobrunn, 2:1 gegen Waldkraiburg).

Auf der anderen Seite haben die Zeif-Schützlinge ihre bisherigen Auswärtsspiele in den Sand gesetzt (0:3 beim SB Rosenheim II, 1:3 in Ebersberg), sodass Hinterreiter folgende Priorität sieht: »Ein Ziel für die nächsten Spiele ist auf alle Fälle, dass wir uns in der Defensive weiter stabilisieren und versuchen, auch in einem Auswärtsspiel zu null zu spielen.« Mindestens ein Punkt sei das Ziel der »Seerosen« – »und wenn es uns gelingt, an die Leistung aus der zweiten Halbzeit gegen Aschau anzuknüpfen, dann ist ein Unentschieden auch realistisch.«

Auf eines hofft man in beiden Lagern: dass zahlreiche Schlachtenbummler den Weg nach Surberg finden, was im bisherigen Saisonverlauf – vor allem auch wegen der teilweise sommerlichen Hitze – bisher noch nicht der Fall war. cs