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Schulen aus dem Landkreis dominierten

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Beim 14. Bundesfinale im Rahmen von »Jugend trainiert für Olympia und Paralympics« kämpften 102 Mannschaften aus 15 Bundesländern in den Disziplinen Ski alpin, Skilanglauf und Skisprung um die Stockerlplätze.


Aus dem Chiemgau hatte sich im Skilanglauf als bayerischer Landessieger die Achental-Realschule mit einer Mixed-Staffel (Lena Scheck, Lena Hartl, Lisa Moser, Andreas Mayer, Andreas Hobmaier und Finn Kanngießer) und das Chiemgau-Gymnasium mit einer Bubenmannschaft (Christoph Müller, Simon Lehrberger, Philipp Stasswender, Florian Mortier, Marco Spannring, Robert Schardt und Lukas Hartl) qualifiziert. Und beide Mannschaften waren letztlich erfolgreich: Das ChG holte sich den Sieg, die Achental-Realschule Rang zwei.

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Der Sieger innerhalb der verschiedenen Wettkampfklassen wird in zwei Wettkämpfen ermittelt, einem Techniksprint und einer Staffel, wobei jeweils die Mannschaftsergebnisse addiert werden.

Bei der Anfahrt in das gut 900 Meter hoch gelegene Schonach im Schwarzwald schwanden die Hoffnungen auf Wettkämpfe im Schnee: Der unter Langläufern bekannte Ausspruch »Wo ist Behle?« kann in diesem Jahr getrost in »Wo liegt noch Schnee?« umgemünzt werden. Trotz der widrigen Verhältnisse schafften es die Ausrichter im verbliebenen, schneebedeckten Teil des Weltcup-Areals einen sehr anspruchsvollen Technikparcours einzurichten.

Slalomstangen, Schlupftore, Achter- und Bogentreten – selbst für eine kleine Schanze wurde ausreichend Schnee zusammengekratzt. Die vermeintlich unterschiedlichen Teams aus dem Chiemgau schmolzen bereits im Landesfinale zu einer Einheit, sodass nicht mehr von der einen oder der anderen Schule, sondern von »uns« und »wir« gesprochen wurde.

Diese Einheit erleichterte insbesondere den Wachsern Irmi Scheck (WSV Aschau) und Jörg Müller (SC Ruhpolding) die durchaus sehr aufwändige Arbeit. Es wurde zusammen gewachst, Fachwissen ausgetauscht, Schüler halfen sich gegenseitig und gaben sich gegenseitig Tipps für den anstehenden Technikparcours.

So ist es nicht verwunderlich, dass beide Mannschaften am ersten Wettkampftag mit tollen Ergebnissen aufwarten können: Die Buben vom Chiemgau-Gymnasium (ChG) führten mit Rang eins ihre Klasse an, die Mixed-Mannschaft der Achental-Realschule belegte Rang zwei vor der Eliteschule des Wintersports Oberwiesenthal.

Am zweiten Wettkampftag hofften die Schüler, mit ihren Staffeln die Leistungen des Vortages halten zu können. Der zweite Platz der Achental-Realschule war gefährdet, da die Ränge zwei bis sechs sehr geringe Zeitabstände aufwiesen. Während des Staffelwettkampfs wurden die Platzierungen durcheinandergewirbelt, sodass am Ende ein vierter Rang in der Staffel erreicht wurde. Aufgrund der Vorleistung im Technikparcours und der verschiedenen Staffelleistungen der anderen Bundesländer erreichte die Mixed-Mannschaft den sehr guten zweiten Rang in der Gesamtwertung.

Die Buben des ChG gingen zielstrebig und konzentriert ans Werk und spielten ihre läu-ferische Klasse aus, sodass ihnen mit einem ersten Platz in der Staffel der Sieg im Bundesfinale verdient zugesprochen werden konnte. Die tollen Leistungen beider Mannschaften basieren nicht zuletzt auf dem Engagement der Heimtrainer der verschiedenen Langlaufvereine im Chiem- und Inngau und dem Geschick der beiden Wachser Irmi Scheck und Jörg Müller.