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Schützinger feiert in Traunstein ihren dritten Sieg

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Felicitas Schützinger vom TV Traunstein war bei der neunten Auflage des Traunsteiner Halbmarathons die schnellste Dame. Sie gewann bereits 2014 und 2015 den Wettbewerb. (Foto: Weitz)

Perfekte Bedingungen und zwei neue Rekorde – besser hätte der Traunsteiner Halbmarathon gar nicht laufen können.


»Es ist alles reibungslos gelaufen«, zog Helmut Otillinger vom TV Traunstein zufrieden Bilanz. Der Verein organisierte die neunte Auflage des Laufs ja wieder zusammen mit Sport Praxenthaler. »Wir sind mittlerweile auch alle richtig gut aufeinander eingespielt«, betonte Otillinger, der auch seitens der Teilnehmer nur positive Stimmen vernommen hat. »Sie haben die Veranstaltung durchwegs gelobt«, freute er sich. Insgesamt waren übrigens 448 Teilnehmer am Start – und damit so viele wie noch nie.

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Erhardt tankt neues Selbstvertrauen

Besonderen Grund zum Feiern im Ziel hatte auch Julian Erhardt. Der Triathlet aus Übersee bewältigte die 21,0975 km lange Strecke in einer neuen Rekordzeit von 1:11:46 Stunden (wir berichteten bereits kurz). Erhardt nutzte den Wettkampf vor allem zur Formüberprüfung, nachdem er eine Woche zuvor beim Triathlon im italienischen Rimini noch ausgestiegen war. »Da ging einfach gar nichts«, blickte Erhardt kurz zurück, »ich habe mir vielleicht im Vorfeld einfach zu viel Druck gemacht und bin dann im Rennen kläglich an mir selbst und meinen Erwartungen gescheitert.«

Dann hatte er die Idee, beim Traunsteiner Lauf zu starten »Ganz kurzfristig«, wie er betonte, »mein Trainer und ich wollten einfach schauen, ob die Form an sich da ist, oder ob wir hier im Training in den letzten Wochen etwas falsch gemacht haben«. Zudem hoffte Julian Erhardt darauf, »neues Selbstvertrauen tanken zu können«. Und das klappte auch hervorragend! »Über den Sieg und vor allem den Streckenrekord freue ich mich sehr«, bilanzierte Erhardt. »Der Kurs ist mit zwei recht steilen Anstiegen und sehr vielen welligen Unterführungen und teils schwierigem Untergrund nicht wirklich für Bestzeiten gemacht. Somit bin ich mit meiner Zeit umso zufriedener, da ich auch nur um neun Sekunden an meiner alten Halbmarathon-Bestzeit vorbeigeschrammt bin.«

Zu Beginn des Rennens konnte Stefan Knopf (PTSV Rosenheim) noch mit Julian Erhardt mithalten. Er musste dann aber abreißen lassen und kam in 1:14:49 Stunden als Zweiter ins Ziel. Gesamtdritter wurde Stefan Holzner (Hotel Seeblick Thumsee) in 1:16:32 Stunden. Der Sieger der letzten beiden Jahre, Hans Mühlbacher (Chiemseeschule Zimmermann) war in diesem Jahr übrigens nicht am Start.

Auch die Damen-Siegerin von 2016, Caroline Mortier vom SC Inzell, fehlte auf der Teilnehmerliste. Damit war der Weg für Felicitas Schützinger vom TV Traunstein frei. Die Läuferin, deren Namen in der ewigen Bestenliste des Halbmarathons bereits 2014 und 2015 zu finden ist, siegte bei den Damen in 1:27:17 Stunden vor Irmi Schönhuber (LG Mettenheim/1:33,29 Stunden) und Carina Lütt (TG Salzachtal/ 1:37:34).

Zudem schnappte sich Felicitas Schützinger noch eine weitere Trophäe. Denn beim Traunsteiner Halbmarathon gab es auch wieder die Helmut-Otillinger-Trophy für die schnellste Traunsteinerin und den schnellsten Traunsteiner zu gewinnen. Sie beerbte damit Steffi Sanktjohanser. Auch bei den Herren gab's einen neuen Sieger. Vorjahresgewinner Toni Schneider musste ja verletzt passen und deshalb sicherte sich diesmal Dominik Leitner (Brückner Lauftreff) den Pokal.

Vorbereitungen für das Jubiläum laufen bereits

In der Firmenwertung lagen die Kliniken Südostbayern AG mit 24 Sportlern klar vorn. Die Mannschaftswertung gewann das Team Triathlon Grassau (in die Wertung kamen die zwei schnellsten Frauen und die zwei schnellsten Männer einer Mannschaft). Die Grassauer setzten sich in der Besetzung Julian Erhardt, Samuel Grill, Sophie Vorschneider und Tina Dilorenzi durch.

Für die Organisatoren gibt's jetzt nur wenig Zeit zum Durchschnaufen. Denn nun beginnen bereits die Vorbereitungen für 2018 – und da feiert der Traunsteiner Halbmarathon ja sein zehnjähriges Bestehen. Traditionell wird er natürlich wieder am Muttertag stattfinden (2018 wird das der 13. Mai sein). Und: »Es wird einige Überraschungen geben«, versprach Helmut Otillinger schon einmal. Mehr wollte er aber noch nicht verraten. SB

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