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Schützengilde Traunwalchen legt Stadtrat einen Antrag vor

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Der Dritte Gauschützenmeister Alois Wimmer (links) ehrte Altschützenmeister Adolf Dorfhuber für seine 50-jährige Mitgliedschaft.

Die Schützengilde Traunwalchen blickte bei ihrer Generalversammlung auf ein ereignisreiches und erfolgreiches Jahr zurück. Die Vorstandschaft wurde bei den Neuwahlen weitgehend in ihren Ämtern bestätigt. Intensiv wurde über die bevorstehende Entscheidung im Stadtrat diskutiert, ob das neue Feuerwehrgerätehaus in Oderberg mit oder ohne Schützenstand gebaut wird. Dazu wurde an den Stadtrat ein Antrag formuliert, der das Vorhaben präzisieren soll.


Erfreuliche Bilanz: Rücklagen erhöht

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Schriftführerin Ingrid Alversammer ließ in ihrem Bericht das Vereinsjahr noch mal Revue passieren. Mit der Fahne beteiligte man sich wieder an vielen örtlichen und überörtlichen Veranstaltungen – wie etwa der Fronleichnahmsprozession und dem Schützenfest in Hart. Das Dorfschießen feierte sein 30. Jubiläum mit über 400 Teilnehmern. Mit den Patenvereinen Matzing und Nußdorf bestritt man Freundschaftsvergleiche. Viel geboten war auch für die Schützenjugend. Überwältigend war der Zusammenhalt des ganzen Dorfs bei der Hilfsaktion zugunsten des schwer erkrankten Schützen Sepp Holzner.

Sportleiter Thomas Kühn konnte in seinem Rückblick wieder von vielen sportlichen Erfolgen berichten. So konnte man bei der selbst ausgerichteten Stadtmeisterschaft den Mannschaftstitel erfolgreich verteidigen, zudem holte man vier Einzeltitel und stellte die meisten Teilnehmer. Bei den Gaumeisterschaften sprangen fünf Gaumeistertitel heraus, acht Schützen qualifizierten sich für die Bezirksmeisterschaften und zwei schafften es bis zur Bayerischen Meisterschaft. Beim Gaupokal erreichte man erstmals die Finalrunde.

Drei Rundenwettkampfmannschaften waren im Ligabetrieb tätig. Während die Luftgewehr-Mannschaft in der A-Klasse gegen den Abstieg kämpfte, konnte die Luftpistolen-Mannschaft mit dem zweiten Platz in der Gauklasse ihre bisher beste Platzierung erreichen. Die Jugendmannschaft wurde in der Gauklasse Dritter und stellte die beiden besten Einzelschützen. Die Vereinsmeisterschaft ging über 20 Schießabende, die im Durchschnitt von rund 30 Schützen besucht wurden. Schützenkönig wurde Thomas Miesgang, Jungschützenkönigin Stephanie Alversammer.

Der komissarisch eingesetzte Kassier Michael Alversammer zog eine erfreuliche Bilanz, durch die die Rücklagen deutlich erhöht werden konnten. Die Kassenprüfer bescheinigten ihm einwandfreie Arbeit.

Bei den Neuwahlen unter der Wahlleitung von Stadtrat Bernhard Seitlinger wurde die bisherige Vorstandschaft weitgehend in ihren Ämtern bestätigt. Der Verein wird für die nächsten drei Jahre weiterhin von Norbert Alversammer geleitet. Den Schatzmeisterposten übernimmt Michael Alversammer von Josef Holzner, Thomas Miesgang löst Thomas Kühn als Sportleiter ab. Neue Damenleiterin ist Anna Holzner.

Wie der Schützenmeister der Versammlung erläuterte, soll die Entscheidung, ob die Schützengilde im neuen Feuerwehrgerätehaus im Baugebiet Oderberg ihren dringend benötigten Schützenstand verwirklichen kann, nun in der Oktober-Sitzung des Stadtrats getroffen werden. Um das Vorhaben zu präzisieren und dem Stadtrat längere Diskussionen zu ersparen, wurde ein entsprechender Antrag formuliert. Darin heißt es unter anderem: »Die Stadt plant und erstellt das Feuerwehrgerätehaus mit einem ,Rohbaukeller', die Finanzierung der Mehrkosten und den Ausbau in Eigenleistung übernimmt die Schützengilde. Dazu ist ein schlüssiger Finanzierungsplan einzureichen. Der Raumbedarf orientiert sich an den staatlichen Förderrichtlinien für den Schießstättenbau. Die Stadt Traunreut beteiligt sich mit einem Zuschuss im Rahmen der städtischen Förderrichtlinien für den Sportstättenbau und räumt der Schützengilde ein entsprechendes Nutzungsrecht ein. Die laufenden Folgekosten trägt die Schützengilde.«

Der Sportreferent der Stadt Traunreut, Bernhard Seitlinger, betonte in seinem Grußwort, dass er das Vorhaben voll unterstütze. Im ganzen Stadtgebiet gäbe es keinen Schießstand, in dem problemlos größere Schießveranstaltungen und Meisterschaften durchgeführt werden könnten. Er warb dafür, auch die Traunreuter Sportschützen in das Vorhaben mit einzubeziehen. Er bat den Schützenmeister, sich dem Stadtrat bei der Sitzung für Rückfragen und Erläuterungen zur Verfügung zu stellen.

Der Dritte Gauschützenmeister Alois Wimmer nahm einige besondere Ehrungen vor. Die Goldene Ehrennadel des BSSB erhielt für 50-jährige Mitgliedschaft Altschützenmeister Adolf Dorfhuber, für 40 Jahre wurde diese an Gottfried Alversammer überreicht. Für ihre besonderen Verdienste um den Verein wurden Ingrid Alversammer mit der »Silbernen Gams«, Michael Sollacher mit dem »Protektorabzeichen« und Josef Holzner mit der »BSSB-Verdienstnadel i.A.« ausgezeichnet. Zudem wurde Josef Schuster geehrt (Ehrenzeichen BSSB für 25 Jahre). Die Vereinsnadel in Gold vom Verein für 30-jährige Treue erhielten Ingrid Alversammer, Raimund Baltin, Josef Holzner und Peter Kiefersbeck. Die Vereinsnadel in Silber (20 Jahre) bekam Albert Hauser und die Vereinsnadel in Grün (10 Jahre) wurden Maxi Kurz und Dominik Dorfhuber überreicht.

Wimmer bedankt sich für die geleistete Vereinsarbeit

In seinem Grußwort bedankte sich Wimmer für die geleistete Vereinsarbeit. In der Schießstandfrage verweise er als positives Beispiel auf seinen Verein SG Kammer-Rettenbach, wo der Schießstand ebenfalls im Feuerwehrgerätehaus untergebracht ist. Auch hier wurde der Keller in Eigenleistung durch den Schützenverein ausgebaut.

Zuletzt wurde noch der Terminplan für die Saison 2015/2016 vorgestellt: Jeden Freitag findet im Sportheim Traunwalchen der wöchentliche Schießabend und jeden Donnerstag ab 18 Uhr das Jugendtraining statt. Neue Mitglieder und Schnupperschützen sind jederzeit herzlich willkommen. fb