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Schon ein Remis wäre ein Erfolg für den SBC Traunstein

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Maximilian Fenninger (links) rackerte gegen Holzkirchen zwar viel, konnte sich aber in seinem ersten Punktspiel – hier gegen Lars Doppler und Michael Kinshofer – nicht durchsetzen und strahlte keine Torgefahr aus. (Foto: Weitz)

Die Erleichterung war groß im Lager des Fußball-Landesligisten SB Chiemgau Traunstein nach dem 1:0-Sieg am Mittwochabend gegen den TuS Holzkirchen. Mit acht Punkten aus fünf Spielen hat sich die Mannschaft von Trainer Adam Gawron ein kleines Polster im Kampf gegen den Abstieg verschafft, Tabellenplatz sieben im Feld der 18 Teams bedeutet eine gute Start-Bilanz.


In Hallbergmoos soll der Auftritt früher stimmen

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Vor allem im Hinblick auf die beiden schweren Spiele beim Titelmitfavoriten VfB Hallbergmoos-Goldach (heute, 14 Uhr) und zu Hause gegen den Tabellenzweiten FC Ismaning (Freitag, 14. August, 19 Uhr) war der Dreier gegen Holzkirchen eminent wichtig. Dass der Sieg dann auch noch von einem Youngster (Maxi Eibl/19 Jahre) eingetütet wurde, ist eine ganz spezielle »Zusatz-Story«. Gawron: »Ich hab’ ihm vor seiner Einwechslung gesagt: 'Du hast nur eine Aufgabe: Du musst am Elfmeterpunkt lauern und dort anspielbar sein.' Das hat er dann perfekt gelöst.« Auch seine Mitspieler waren froh. Lob gab es deshalb vom früheren Traunreuter Waldemar Daniel, der selbst einmal mehr eine Top-Leistung zeigte: »Mit dem ersten Ballkontakt so ein geiles Tor – das war schon der Hammer!«

Allerdings beklagte Gawron auch, »dass wir erst in der zweiten Halbzeit so gespielt haben und aufgetreten sind, wie wir uns das vorgenommen hatten – so lange dürfen wir uns in Hallbergmoos nicht Zeit lassen, bis wir im Spiel sind«. Eibl war auch nicht der einzige Youngster, der im SBC-Dress auf dem Feld stand: Mit Sam Kaltenhauser, Scott Kennedy, Daniel Willberger, Gold-Tor-Vorbereiter Lukas Schützinger (alle 18) sowie Davut Tahir (wurde kürzlich 20) kamen am Mittwoch fünf weitere Kicker zum Einsatz, die zwischen 18 und 20 Jahre jung sind. Dieser »Jugendstil« wurde nur durch einen über 30-Jährigen »kompensiert« – nämlich den Ex-Waldkraiburger Andy Balck (31), der zwar im bisherigen Saisonverlauf schon ein paar Kostproben seines Könnens abgegeben hat, aber sicher noch mehr kann als er bisher gezeigt hat. Positiv außerdem aus Traunsteiner Sicht: Keeper Issa Ndiaye wurde am Mittwoch quasi nur einmal in einer Eins-gegen-eins-Situation gefordert, die Abwehr stand also gut, was auch heute bei der Elf von »Trainerfuchs« Toni Plattner vonnöten ist.

Ndiaye hat die Leichtsinnsfehler abgestellt

Zudem wirkt Ndiaye beim Mitspielen – also in der Rolle von Manuel Neuer im WM-Spiel 2014 gegen Algerien – äußerst gefestigt, Leichtsinnsfehler wie er sie hin und wieder in der Bezirksliga erkennen ließ, scheint er völlig abgestellt zu haben. Bei hohen Bällen dürften ihm ohnehin nur wenige Landesliga-Keeper das Wasser reichen können.

Trotz der aktuell sehr guten Stimmung sollte man nicht vergessen, dass für die Offensive – wo einige Leistungsträger fehlen – noch keine Ideallösung gefunden wurde: Maxi Fenninger rackerte immens, strahlte jedoch keine Torgefahr aus, und nach seiner Auswechslung wirkte Tahir im Offensivzentrum auch nicht unbedingt am besten aufgehoben. Wenn er über den Flügel kommt, ist er wohl wertvoller für die SBC-Truppe, für die heute schon ein Remis ein Erfolg wäre. cs