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»Schön, dass es noch solche Bewerbe in unserer Region gibt«

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Julian Erhardt aus Übersee gewann überlegen die 35. Auflage des Thumsee-Triathlons. (Foto: Bittner)

In den vergangenen Jahren stets von fast strahlend blauem Himmel begleitet präsentierte sich das Wetter heuer zunächst »überzogen«: Den guten Bedingungen des 35. Seewirt-Thumsee-Triathlons leistete dies keinen Abbruch.


Denn letztlich ist mit am wichtigsten, dass die nicht ungefährliche Radstrecke zwischen Antonibergtunnel und Langer Gasse trocken ist – und das war sie. Somit konnten die Organisatoren des TSV Bad Reichenhall um Triathlon-Abteilungsleiter Werner Mayer einmal mehr ein positives Fazit ziehen.

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32 Damen (fünf weniger als 2017), 93 Herren (zwei weniger) und die acht Staffel-Schwimmer stürzten sich nach dem obligatorischen Böllerschuss von Dittmar Mayer in den klaren Bergsee. Insgesamt waren es mit den zusätzlichen jeweils acht Radlern und Läufern der Staffeln heuer 149 Teilnehmer. Rasch setzten sich drei Athleten ab – jene, die am Ende das Siegerpodest besteigen sollten: Julian Erhardt vom Triathlon-Team Grassau, sein Mannschaftskollege Michael Ager und Robert Wimmer vom TSV Bad Endorf.

Ein Trio, dass sich beim zweiten Bergauf-Abschnitt mit dem Rad Richtung Tunnel-Wendemarke noch einmal »teilen« sollte. Erhardt gelang mit einem satten Antritt der Sprung weg von seinen Widersachern. Von da ab war’s ein einsames Rennen für den Sportwissenschaftler. Am Ende der 400 Meter Schwimm-, 18 Kilometer-Rad- und Fünf-Kilometer-Lauf-Distanz hatte der 26-Jährige aus Übersee in 52:59 Minuten 64 Sekunden Vorsprung auf Wimmer und 1:27 Minuten auf Ager.

Starke Leistung von Nina Koller

Bei den Damen gingen die ersten beiden Plätze nach Österreich: Schnellste war erstmals Doris Gschwandtl (Gesamtrang 27) aus Bruck an der Glocknerstraße, die für Tri Mittersill startet. In 1:04:30 Stunden lag sie deutlich – 47,6 Sekunden – vor der Zweitplatzierten Katharina Loidl aus Hallein, die als jüngste Teilnehmerin (Jahrgang 1999) in 1:05:17 überzeugte. Ihr Bruder Andreas (45. in 1:07:51), geboren 2001, von Union Kuchl war jüngster männlicher Starter. Bronze bei den Damen sicherte sich die beste einheimische Starterin, Nina Koller vom TSV Bad Reichenhall, in starken 1:06:57 (Gesamt-44.).

Im Sieger-Interview schwärmte Julian Erhardt: »Eine traumhafte Strecke, ein toller Bewerb, schön, dass es noch solche Bewerbe in unserer Region gibt.« Es war seine dritte Thumsee-Teilnahme, die letzte liegt jedoch sechs Jahre zurück, 2012 war er hinter Daniel Niederreiter in 54:52 Minuten Zweiter geworden. Diesmal klappte es mit dem ersten Sieg, obwohl »mein Wechsel vom Schwimmen aufs Rad eine Katastrophe war, da hab ich viel Zeit liegen lassen.« Im Grunde fühlte sich der Athlet mit Profi-Lizenz nicht einmal in Top-Form: »Ich befinde mich mitten zwischen zwei Trainingszyklen und habe momentan nicht meinen Fitness-Beststand.« Nächste Woche misst sich Erhardt mit zahlreichen Stars der Szene auf nationaler Ebene: Bei Heidelberg steht das nächste Rennen des Rhein-Neckar-Cups auf dem Programm.

Die Siegerstaffel wurde von Damen-Vorjahres-Gesamtsiegerin Tina Wirths vom TSV Bad Reihenhall als Radlerin angeführt. Zusammen mit Schwimmerin Martina Maurischat und Läufer Thomas Erbrich holte die Triathletin aus Anger in 1:01:26 Minuten den Sieg vor dem Trio »Zu dritt geht’s leichter« mit Tobias Mühlbacher, Manfred Schmelz und Albert Hinterstoißer (1:02:31) sowie »Hintermailand« mit Christian Wimmer, Mario Rier und dem Pidinger Ski-Ass Max Nikelski (1:03:25). bit