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Markus Reiterberger überzeugt beim 24-Stunden-Rennen – Am Wochenende IDM-Finale in Hockenheim

Schnelle Fahrten auch in der Nacht

Von einem Finale zum anderen: Motorradrennfahrer Markus Reiterberger (Obing) war zuletzt im Rahmen der Langstrecken-WM gefordert. Nun ist er am kommenden Wochenende beim Finale der Internationalen deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) in Hockenheim am Start.

Auch in der Langstrecken-WM wieder mit mächtig Schwung auf der Strecke: Rennfahrer Markus Reiterberger. (Foto: Börner - highside PR)

Die Vorfreude ist groß: Der 21-Jährige reist als bereits feststehender Meister der Klasse Superbike an den Ring, »dort sind immer viele Zuschauer, das ist für mich nach Schleiz das zweitschönste Rennen überhaupt«, freut er sich. Reichlich Unterstützung wird er auch wieder aus Obing bekommen, denn zahlreiche Mitglieder seines Fanclubs werden nach Hockenheim reisen.

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Und bei der offiziellen IDM-Abschlussparty am späten Sonntag spielt – bereits zum 3. Male in Folge – das Postamt Trio aus Obing. Sänger Andreas Hundseder »ist derzeit beim Oktoberfest in München und reist extra nach Hockenheim an«, so Reiterberger, »die spielen alles von boarischen Gstanzln bis zu ZZ Top.«

Es wird also auch »gerockt«. »Gerockt« hatten Reiterberger und seine Teamkollegen vom Team BMW Motorrad France Penz13.com auch beim 24-Stunden-Rennen in Le Castellet (Frankreich). Auch wenn sie letztlich bedauerten, dass es »nur« Rang sechs in der Klasse Superbike gegeben hatte – denn es war mehr drin.

»Ich war in der ersten Runde schon Dritter, dann ging der Sturz-Sensor kaputt«, berichtet er. Die Folge: das Motorrad musste repariert werden, »und wir waren abgeschlagen Letzter.« Nach zwei bis drei Stunden rückte das Trio auf den zehnten Platz vor, nach zehn Stunden »waren wir schon Fünfter.« Dank starker Fahrten in der Nacht »lagen wir sogar auf dem zweiten Platz.«

Reiterberger, Bastien Mackels und Lukas Pesek fuhren in der Nacht jeweils Doppel-Stints. Ein Einsatz dauert gut 50 Minuten, dann wird nachgetankt. In der Nacht war jeder Fahrer also ca. 1:40 Stunden am Stück unterwegs. So konnte jeweils der dritte Pilot gut drei Stunden pausieren. »Nein, viel Schlaf bekommt man da wirklich nicht«, lacht Reiterberger doch wenn das Rennen gut läuft, ist man natürlich zufrieden.

Ein Problem an der Hinterachse bremste das Team ein. Wieder musste die Maschine repariert werden. »Danach waren wir Neunter und sind noch auf den sechsten Platz vorgefahren«, so der Obinger. Überhaupt müsse man bei solchen Langstrecken-Wettkämpfen »ja froh sein, wenn man überhaupt durchkommt.«

Das gelang dem Team gut, und so war auch Teamchef Rico Penzkofer zufrieden: »Wir hatten die Geschwindigkeit und die Fahrer, um das Podest zu kämpfen, auch wenn es dann nur der sechste Platz wurde. Aber: Wir können schon auch stolz sein auf das, was wir erreicht haben.« Schließlich erreichte das Team bei drei der vier WM-Läufe das Ziel, jeweils auf vorderen Plätzen.

Ganz vorne stand Reiterberger mit seinem Team Van Zon-Remeha-BMW in dieser Saison regelmäßig in der IDM. Das ist auch beim Saisonabschluss in Hockenheim das Ziel.

Eine Woche später bestreitet Reiterberger dann in Magny-Cours (Frankreich) im Rahmen der Superbike-Weltmeisterschaft einen weiteren Wildcard-Einsatz. Während er dort heuer »nur« Gast ist, soll er im kommenden Jahr komplett in der WM fahren. Eine grundsätzliche Zusage von BMW liegt schon vor, »doch wie genau das laufen soll, das steht erst in zwei bis drei Wochen fest, dann dürfte der Vertrag unterschriftsreif sein«, freut er sich. who