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Schnee, Matsch und kalte Temperaturen

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Die ersten zwei über die 60-km-Distanz: Florian Holzinger (rechts) gewann die dritte Auflage des Chiemgau-Trail-Runs über die Ultradistanz in 5:33:22 Stunden. Es folgte kurz darauf Alexander Westenberger (5:37:27 Stunden). (Foto: Hartmann)

Lange mussten die Teilnehmer und der Veranstalter bangen. Letztlich durfte die dritte Auflage des Chiemgau-Trail-Runs mit einem umfangreichen und sehr gut funktionierenden Hygienekonzept nun über die Bühne gehen und trotz des nasskalten Wetters ist die Veranstaltung ein voller Erfolg gewesen. Unter strengen Corona-Auflagen wurden die ersten Trailrunner bereits am frühen Morgen auf die Reise geschickt. Die Strecken variierten dabei: Die Teilnehmer konnten sich für 8 km, 21 km, 42 km oder 60 km anmelden.


Veranstalter Dominik Hartmann zeigte sich nach dem Rennen sichtlich erleichtert über den reibungslosen Ablauf und die erfolgreiche Durchführung der Veranstaltung, die ja eigentlich bereits im Mai stattfinden hätte sollen, dann aber wegen der Coronavirus-Pandemie in den Herbst verschoben wurde. Er sprach ein Dankeschön »an alle Teilnehmer, Helfer und Freunde sowie an die Gemeinde Marquartstein, den Achental Tourismus, die freiwillige Feuerwehr und an die Bergwacht Bayern, ohne die das Ganze nicht möglich gewesen wäre« aus.

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Die Kuhglocke läutete die dritte Auflage ein. Die Läufer der 60-km-Distanz starteten bereits um 5 Uhr morgens am Strandcafé Parker in Übersee. Aufgrund der schneereichen Wettervorhersage im Alpenvorland musste Dominik Hartmann übrigens kurzfristig die Streckenführung aus Sicherheitsgründen ändern, aber auch das gelang bestens!

Nach dem Start ging es für die Ultraläufer als erstes über den Westerbuchberg und weiter durch die Kendlmühlfilzen in Richtung Rottauertal, vorbei an der Hochplatte und zurück nach Marquartstein. Dort passierten sie den Start-Ziel-Bereich nach 36 km das erste Mal. Nach einer kurzen Stärkung ging es dann auf die letzte Etappe des Rennens. Es folgte ein weiterer, harter Anstieg hinauf zu den Jochbergalmen. Dann ging es wieder zurück ins Tal, um den letzten Anstieg hinauf auf die Schnappenkirche zu bezwingen. Es folgte ein weiterer Bergab-Lauf Richtung Staudach – und der forderte noch einmal die volle Konzentration der Läufer, die dann noch die letzten Kilometer Richtung Ziel in Marquartstein zu bewältigen hatten.

Dort starteten währenddessen auch die Teilnehmer der Marathon- sowie der Halbmarathon-Distanz. Als Letztes wurden die Teilnehmer über die 8-km-Distanz auf die Reise geschickt. Dabei waren nicht nur Trailrunning-Anfänger, sondern auch erfahrene Kurzstrecken-Profis zu sehen!

Schnee, Matsch und die kalten Temperaturen verlangte den Läufern alles ab. Die Rennen blieben so bis zum Schluss spannend! Nach einem anstrengenden Schlusssprint erreichte Florian Holzinger nach 5:33:22 Stunden als erster Läufer über die 60 km das Ziel. Es folgten kurz darauf Alexander Westenberger (5:37:27 Stunden) und Toms Komass (5:41:30). Bei den Frauen gewann Mag Lane (6:44:05) die Ultradistanz. Zweite wurde Sarah Völkel (6:51:14) und als Dritte kam Cornelia Oswald (7:03:01) ins Ziel.

Sieger über die 42 km wurde Flo Reichert (3:47:34) bei den Männern und Cloé Prud'Homme (5:00:12) bei den Frauen. Beim Halbmarathon war Korbinian Lehner (1:49:01) bei den Männern nicht zu stoppen. Die Frauen-Konkurrenz gewann Laura Manghofer (2:22:16). Seinen Vorjahressieg über die 8-km-Distanz wiederholte Simon Manteufel. Der Triathlet des TSV Chieming setzte sich in 30:34 Minuten durch. Bei den Frauen hieß die Gewinnerin Juliane Wiedeburg (36:57 Minuten).

Schon kurz nach der Veranstaltung gab Dominik Hartmann bekannt, dass die Planungen für das nächste Jahr bereits laufen. »Wir blicken nach all den Anstrengungen schon sehr gespannt auf den nächsten Chiemgau-Trail-Run am 8. Mai 2021«, sagte er. »Wir hoffen, den Menschen auch hier wieder eine großartige Veranstaltung im Chiemgau bieten zu können!« fb/SB

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