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Schlüsselspiel am Faschingssamstag

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Der Einsatz von Traunsteins Benedikt Aumeier (links), der sich hier gegen Wasserburgs Lorenzo Griffin durchsetzt, ist im Spiel gegen Rosenheim unsicher. (Foto: Weitz)

Nachdem der Abstand der Bayernliga-Basketballer des TV Traunstein zu Verfolger Heising-Kottern am vergangenen Wochenende geschmolzen ist, stehen die Traunsteiner am Faschingssamstag wieder gehörig unter Druck. Im Gastspiel des SB DJK Rosenheim II (19 Uhr, Ludwig-Thoma-Halle) bietet sich für die Mannschaft von Trainer Enes Tadzic jedoch auch die große Chance, den heutigen Gegner nachhaltig zwischen sich und die Abstiegsränge zu schieben.


Der TVT hofft dabei nicht nur auf den fünften Heimsieg in Serie, sondern auch auf einen Vorteil im direkten Vergleich, um im weiteren Saisonverlauf über einen zusätzlichen Trumpf zu verfügen. Für eine tolle Kulisse setzt der TVT auch auf die heimischen Narren, die mit einer Faschingsaktion in die Halle gelockt werden sollen: Alle kostümierten Besucher erhalten freien Eintritt zum Bayernligaspiel.

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Nach der vertanen Chance am vergangenen Wochenende ist die Luft für die Traunsteiner Bayernliga-Korbjäger wieder dünner geworden, der Vorsprung des Turnvereins (5:12 Siege) auf die Abstiegszone ist wieder auf zwei mickrige Punkte zusammengeschmolzen. Trotz des gewonnenen direkten Vergleichs gegen die beiden Schlusslichter Grünwald und Heising-Kottern sowie der Tatsache, dass auch die bilanzgleichen Rosenheimer aufgrund eines Minuspunkts derzeit hinter dem TVT rangieren, herrscht höchste Alarmstimmung.

Trainer Enes Tadzic hat die Woche genutzt, um die Mannschaft auf den heutigen Gegner einzustellen, und genau beobachtet, welche Akteure die erhoffte Trotzreaktion auf die Niederlage gegen den BC Hellenen München II (67:84) zeigen.

Rosenheim bestreitet die Saison mit einer Vielzahl von Perspektivspielern, die sich mit guten Leistungen in der Bayernliga für höhere Aufgaben empfehlen dürfen. Zu einem kleinen Vorteil könnte sich für den TVT entwickeln, dass der Sportbund wegen der zeitgleich stattfindenden Regionalligapartie der Ersten Mannschaft die Reise in den Chiemgau möglicherweise nicht mit voller Kaderstärke antreten wird. Doch selbst wenn die Toptalente Bastian März und Marinus Laubert im Aufgebot fehlen sollten, steht bereits die nächste Reihe hungriger und technisch starker Nachwuchskräfte bereit. So spielten sich etwa beim 71:64-Hinspielsieg des SB DJK Rosenheim Severin Weigel, Ikar Nsingi und Sebastian Matheis in den Vordergrund. Ebenfalls gilt es auf Stephan Hlatky zu achten. Der mit allen Wassern gewaschene Routinier agiert seit Wochen in Topform, die er auch bei einem Aushilfseinsatz in der Regionalliga unter Beweis gestellt hat.

»Es liegt nun an uns, mit höchster Intensität aufs Spielfeld zu gehen und die ganze Last in positive Energie zu verwandeln«, sagt Traunsteins Benedikt Aumeier. Ob der Herzogenauracher Sommerneuzugang selbst mit ins Geschehen eingreifen kann, entscheidet sich wohl erst kurzfristig. Nach wie vor laboriert er an den Nachwirkungen einer schmerzhaften Rippenverletzung, die er sich im Memmingen-Spiel kurz vor Weihnachten zugezogen hat. SK