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Schlenker kostete den Podestplatz

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Mit neuem Helmdesign – eine von lodernden Flammen umgebene Deutschland-Flagge – raste Markus Reiterberger aus Obing beim sechsten Lauf der Superbike-IDM in Assen auf den vierten Rang.

Motorradrennfahrer Markus Reiterberger hat beim sechsten Lauf zur Superbike-IDM in Assen (Niederlande) den vierten Platz belegt. Im Gesamtklassement verteidigte der Obinger seinen dritten Rang (182 Punkte) hinter Xavi Forés aus Spanien (242) und Max Neukirchner aus Thüringen (216).


Obwohl der Kurs in Assen nicht zu seinen Lieblingsstrecken zählt, beendete Reiterberger das erste freie Training mit der schnellsten Zeit. In den weiteren freien Trainingseinheiten arbeiteten der Obinger und sein Team daran, seine BMW S 1000 RR noch stabiler und fahrbarer zu machen. »Es fühlte sich alles ganz gut an. Ich beendete den ersten Tag als Dritter hinter Neukirchner und Forés mit einer Zeit von 1:36:7 Minuten. Das konnte sich sehen lassen«, resümierte der 20-Jährige.

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In der Nacht regnete es sehr stark, doch durch den heftigen Wind am Vormittag trocknete die Rennstrecke rasch ab, sodass die beiden Qualifyings auf trockener Piste absolviert werden konnten. »Meine BMW fuhr sich nicht schlecht. Ich konnte konstante Rundenzeiten fahren, aber die waren trotzdem nicht schnell genug, um mit den ersten Drei mitzuhalten«, erzählt Markus Reiterberger. Der Versuch, mehr Grip zu finden, um in der Superpole eine schnelle Runde drehen zu können, misslang. Mehr als der fünfte Startplatz war für die Titelverteidiger nicht drin. »Ich hatte ein paar heftige Rutscher, die ich glücklicherweise alle abfangen konnte«, resümierte der junge Motorsportler.

Um mehr Grip zu generieren, bauten die Mechaniker von Reiterberger die Maschine um. Und schon beim Warm up war der 20-Jährige auf den Rennreifen schneller als mit dem Qualifying-Reifen in der Superpole.

Der Start ins erste Rennen gelang Markus Reiterberger gut. Als Vierter reihte er sich hinter einem Ducati-Trio ein. Nachdem der Obinger Lorenzo Lanzi auf einer Ducati 1199 Parigale überholt hatte, lieferte er sich rundenlang mit Max Neukirchner, ebenfalls auf einer Ducati 1199 Parigale, ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den zweiten Rang. Doch in der vorletzten Runde kam der 20-Jährige zu weit nach außen. Der Schlenker kostete Reiterberger vier Zehntel. Auf der verbleibenden Renndistanz war der Fehler nicht mehr auszumerzen.

Stattdessen zog auch noch Lanzi an Reiterberger vorbei und machte zum ersten Mal in der Superbike-IDM ein Siegerpodest möglich, dass ausschließlich mit Ducati-Fahrern besetzt war. Es siegte Xavi Forés vor Niederkirchner und Lanzi.

Das angesetzte zweite Rennen fiel dem Wetter zum Opfer. Es schüttete wie aus Eimern. Aus Sicherheitsgründen durfte niemand mehr auf die Strecke. Markus Reiterberger zog dennoch eine durchwegs positive Bilanz: »Obwohl es für mich keinen Podestplatz gab, war es ein unterhaltsames Rennen. Mit Max Neukirchner hatte ich lange Zeit einen Superkampf um den zweiten Platz. Wir haben uns gegenseitig mehrmals überholt. Ich hätte im zweiten Lauf gerne noch ein paar andere Manöver probiert. Ich denke, dass ich dann vor ihm geblieben wäre.« mia