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Schlechtes Wetter – gute Leistungen

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Kein Glück hatten die Biathleten beim Deutschland-Pokal in der Ruhpoldinger Chiemgau-Arena. Regen, Wind und warme Temperaturen machten den Skijägern zu schaffen; trotzdem gelang es den Organisatoren, den Sportlern den Umständen entsprechend gute Bedingungen zu schaffen. Spannung versprach im Vorfeld der Wettkämpfe das Teilnehmerfeld bei den Damen. So hatten Ex-Skilangläuferin Evi Sachenbacher-Stehle und Rückkehrerin Kathrin Lang, ehemals Hitzer, ihre Teilnahme angekündigt.


Vor allem auf den Start der Reit im Winklerin war man gespannt. So gewann die 32-jährige Sachenbacher-Stehle zunächst den Sprint, bei dem sie sich einen Schießfehler leistete, aber eine ausgezeichnete Laufleistung ablieferte. Beim zweiten Sprint im Staffelmodus mit drei Nachladern handelte sich Sachenbacher-Stehle eine Strafrunde ein und wurde hinter Maren Hammerschmid vom SK Winterberg Zweite. »Ich hätte nie geglaubt, dass es so gut läuft. Läuferisch war ich sehr gut drauf, der Fehler beim Schießen war ärgerlich«, bilanzierte die ehemalige Langlauf-Olympiasiegerin. »Trotzdem werde ich nur Positives aus diesem Wettkampf mitnehmen.« Sachenbacher-Stehle wird die beiden Heim-Weltcups in Oberhof und Ruhpolding auslassen und dafür weiter Erfahrung im IBU-Cup sammeln. »Das ist schon richtig so, bei den Heimweltcups ist immer ein so großer Rummel, auch mit den Zuschauern. Ich weiß nicht, ob es da funktionieren würde«, so die Reit im Winklerin. Damen-Bundestrainer Ricco Groß war mit den Leistungen seines Schützlings ebenfalls zufrieden: »Man konnte am Anfang nicht zu viel erwarten. Trotzdem liegen wir mit Evi im Plan, das Ziel ist auf alle Fälle Olympia 2014 in Sotschi.«.

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Einen guten Einstand nach ihrer Babypause feierte auch Kathrin Lang. Landete sie am ersten Tag noch auf dem neunten Platz, wurde sie im zweiten Rennen bereits Vierte. »Der erste Wettkampf ging noch sehr zäh. Am zweiten Tag konnte ich frei laufen und das Rennen genießen. Ich bin stolz darauf«, meinte die junge Mutter freudestrahlend. Langs Ziel war es, aus dem Grundlagen-Ausdauertraining heraus Wettkampferfahrung zu erlangen. »Ich bin verblüfft, dass es so gut geklappt hat.« Nun will sich die 26-Jährige mit den Trainern zusammensetzen und die weiteren Schritte besprechen. In nächster Zeit sind Starts bei regionalen Langlaufrennen geplant. »Ich brauche kurze knackige Rennen so über fünf Kilometer. Das ist besser als Training, nur mit einer Startnummer bekommst du das Gefühl für den Wettkampf«, erklärte Kathrin Lang.

Zufrieden konnten auch die heimischen Nachwuchs-Biathleten sein. Allen voran Jugend-Olympiasiegerin Franziska Preuß vom SC Haag, die zwei Tagessiege feierte. In der Jugend 16 setzte sich zweimal Sophia Schneider vom SV Oberteisendorf durch. Je einmal auf dem Stockerl ganz oben landeten Dominic Schmuck (SC Schleching), Anna Weidel (WSV Kiefersfelden) und Niklas Homberg vom SK Berchtesgaden. SHu.