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Schlechter Grip und ordentliche Ergebnisse

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In diesem Duell um den elften Platz setzte sich Markus Reiterberger (vorn) durch. Er wurde Elfter, Loris Baz (Frankreich/Nr. 76) Zwölfter. (Foto: BMW Motorrad Motorsport)

Zwei Ergebnisse in den Punkterängen verbuchte Motorradrennfahrer Markus Reiterberger (Obing) bei der Superbike-WM in Misano (Italien). Beim durch heftige Regenfälle überschatteten ersten Lauf kam der Pilot des Teams BMW Motorrad WorldSBK auf Rang 15, im zweiten Durchgang holte er sich als Elfter sogar fünf WM-Punkte.


Freuen durfte sich auch das gesamte Team, denn im ersten Rennen erreichte Reiterbergers Teamkollege Tom Sykes Platz zwei und fuhr damit den ersten Podestplatz für das Team BMW Motorrad WorldSBK und die neue BMW S 1000 RR ein. Sykes verwies beim Sieg von Jonathan Rea (Großbritannien/Kawasaki) den WM-Spitzenreiter Alvaro Bautista (Spanien/Ducati) auf Rang 3.

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Im zweiten Lauf machte Titelverteidiger Rea mit seinem hauchdünnen und hart erkämpften Triumph vor Toprak Razgatlioglu (Türkei) und Leon Haslam (Großbritannien/alle Kawasaki) seinen Doppelsieg perfekt. Der Titelverteidiger (314 Punkte) holte damit in der Gesamtwertung deutlich auf Bautista (330) auf, der frühzeitig stürzte und auf Rang 14 landete. WM-Gesamtdritter ist Michael van der Mark (Niederlande/Yamaha/188). Rang 9 belegt Sykes (110) vor Sandro Cortese (Berkheim/Yamaha/93). Reiterberger (56) nimmt den 13. Platz ein.

Das Wetter präsentierte sich in Misano wechselhaft und stellte somit die Teams vor schwere Aufgaben. Zunächst herrschten Temperaturen von knapp 30 Grad Celsius – und wie schon bei einem Test zwei Wochen zuvor ließ der Grip zu wünschen übrig. »Es fühlt sich so an, als ob man auf Eis fährt«, berichtete Reiterberger, der sogar einen Sturz zu verkraften hatte, als er übers Vorderrad rutschte.

Im Zeittraining sicherte sich der 25-Jährige den 12. Startplatz. Doch es regnete in Strömen, und Reiterberger konnte beim Start durch das aufgewirbelte Wasser vor ihm kaum etwas sehen. Es gab einen Rennabbruch, und nach dem Neustart machte der Obinger zunächst einige Positionen gut. Nach einem Ausrutscher ins Kiesbett büßte er jedoch diese Positionen ein und belegte letztlich den 15. Platz.

»Ich bin beim Überholmanöver gegen Toprak Razgatlioglu auf die weiße Linie gekommen, habe mich da leider verbremst und musste einen Abstecher ins Kiesbett machen. Ich bin das Rennen dann einfach nur noch zu Ende gefahren und habe zum Glück am Ende trotzdem noch einen Punkt mit nach Hause genommen«, zeigte er sich erleichtert.

Im zweiten Lauf ging Reiterberger vom 14. Platz aus auf die Strecke. Er verlor zwar in der ersten Runde eine Position, lag aber nach zwei Umläufen bereits auf Rang zwölf, unter anderem nach einem Überholmanöver gegen den Franzosen Loris Baz (Yamaha). Nach einem fehlerfreien Rennen kam der 25-Jährige als Elfter ins Ziel.

Reiterberger zog eine gemischte Bilanz des Tages. Erfreulich dabei: »Ich hatte einen guten Start und es hat mir relativ viel Spaß gemacht. Es war ein langes und heißes Rennen. Ich habe mich ziemlich am Limit gefühlt, habe mein Bestes gegeben und habe mich lange auf Platz 12 halten können. Die Rundenzeiten waren konstant.« Aber: »Leider ist der Grip auf der Strecke wirklich sehr schlecht. Wir haben einen sehr weichen Reifen gewählt – einen, den ich noch nie gewählt hatte – aber das hat nicht so viel gebracht. Es war für alle schwierig heute. Trotzdem kann ich mit dem elften Platz relativ zufrieden sein.«

Dem Obinger ist aber auch bewusst: »Wir müssen jetzt weiter am Bike arbeiten, auch wenn das nicht einfach ist. Und wir müssen herausfinden, warum das gerade so schwer für mich ist. In Donington Park habe ich dann wieder meinen Manager und Fahrercoach Werner Daemen dabei. Ich hoffe, dass er mir bei meiner Anpassung an das Bike helfen kann.«

Großes Vertrauen setzt der 25-Jährige aber auch in sein Team. Bei diesem bedankte er sich ausdrücklich für den guten Einsatz in Italien: »Die haben dieses Wochenende wieder hart für mich gearbeitet.« Und das wird auch weiterhin so sein. Daher hofft Reiterberger, dass es beim nächsten Rennen in Donington Park (Großbritannien) mit dem Grip schon besser läuft – damit er nach Möglichkeit auch die Top-Ten-Plätze angreifen kann. who