weather-image
25°

Schießanlage wird nicht umgestellt

0.0
0.0

Auf ein solides und gutes Jahr blickte die Schützengesellschaft Gscheuerwand Unterwössen in ihrer Jahreshauptversammlung zurück. Größere Veranstaltungen und sportliche Erfolge bestimmten das Vereinsleben im vergangenen Jahr. Der Wirtschaftsbetrieb im Verein sorgt für eine solide Kasse. Trotzdem erweist sich eine grundlegende Modernisierung der Schießstände als zu teuer. Der Wandel in der Vereinsführung wird zukünftig eine große Herausforderung sein. Erster Schützenmeister und Vorstand Martin Stocker drängt nach 24 Jahren auf seine Ablösung. Wegen einer zweijährigen beruflichen Fortbildung steht auch Sportleiter Carl Hirz junior demnächst nicht mehr zur Verfügung.


Rund 30 Mitglieder der derzeit 126 Mitglieder hatten den Weg zu Jahreshauptversammlung gefunden. Unter Leitung des Ersten Schützenmeisters und Vorstandes Martin Stocker blickten sie auf die Veranstaltungen des Vorjahres zurück. Die Schützengesellschaft richtete das neue Drei-Vereine-Schießen der Unterwössner Schützen erfolgreich aus. Die Gscheuerwand hat dabei die Mannschaftswertung gewonnen und auch der Wanderpreis ging mit Hans Bock an ein Vereinsmitglied. Beim Nachwuchs siegte der Gscheuerwand-Schütze Florian Färbinger.

Anzeige

Die im vergangenen Jahr diskutierte Frage einer Modernisierung der Schießanlage und Umstellung auf elektronische Schießstände ist entschieden. Nach sorgfältiger Überlegung und Abwägung der verschiedenen Argumente ist der Vereinsausschuss zu der Auffassung gelangt, dass angesichts der Angebotspreise eine solche Umstellung finanziell nicht zu schultern ist, berichtete Stocker. Der Verein wird sich nun beim Hersteller der Schießanlage mit den gängigen Verschleißteilen eindecken, kündigte der Schützenmeister an, und so den Schießbetrieb auch zukünftig reibungslos gewährleisten.

Sportleiter Carl Hirz junior vermeldet, dass die erste Luftgewehrmannschaft des Vereins in den Rundenwettkämpfen den ersten Platz belegt hat, und damit aufgestiegen ist. Hirz zeigte sich besonders erfreut über die Erfolge des Jugendlichen Tobias Drexl bei der Oberbayerischen Meisterschaft. In der Jugendklasse hatte Tobias mit dem Luftgewehr den 38. Platz und in der Klasse Luftgewehr 3-Stellung Rang acht belegt.

Kassier Siegfried Drexl legte seinen Kassenbericht vor. Der wies einen schuldenfreien Verein und einen bescheidenen Jahresüberschuss aus. Drexl nahm sich die Zeit, die Herkunft der Mittel detalliert darzulegen. Vor allem der Erlös eigener Veranstaltungen und der Verkauf von Getränken im Schützenstüberl stützt den Verein.

Martin Stocker drängte die Mitglieder noch einmal nachdrücklich einen Nachfolger für ihn zu finden. Nach 24 Jahren halte er an seiner Ankündigung fest, das letzte Jahr als Schützenmeister voranzugehen. Der Zweite Schützenmeister Anton Fritschka könne das Amt nicht übernehmen und deshalb rief Stocker alle auf, intensiv an der Nachfolgeregelung zu arbeiten. Sportleiter Carl Hirz junior machte die Zwänge zur beruflichen Fortbildung deutlich. Daneben als Sportleiter im Verein zu fungieren, hält er für ausgeschlossen. Auch hier muss ein Nachfolger her.

In seinem Grußwort stellte Bürgermeister Hans Haslreiter drei Dinge heraus: Das Schießen für Gäste bereichere das touristische Angebot der Gemeinde, die Jugendarbeit im Verein lobenswert und die Vereinsführung leiste »vorbildliche Arbeit und solide Finanzen«.

Schützenmeister Martin Stocker rief zu einer regen Beteiligung an den heurigen Schießen auf. »Es macht einfach mehr Freude, wenn viele dabei sind.« Zum Abschluss dankte er den Mitgliedern, der Vorstandschaft, allen Helfern, Unterstützern und Sponsoren der Schützengesellschaft für die Zusammenarbeit im vergangenen Jahr. lukk