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SC Inzell bereit für das Spitzenspiel gegen den BSC Surheim

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Den Gegner »einbremsen« wollen die Inzeller Fußballer – hier Anton Maier (links) – im Spitzenspiel gegen den BSC Surheim. Dagegen hofft Stefan Judex (rechts) mit dem SV Kirchanschöring II auf einen Sieg im Derby gegen den TSV Fridolfing. (Foto: Wukits)

Ein Aufstiegs- und ein Abstiegs-»Kracher« stehen im Mittelpunkt des ersten kompletten Frühjahrs-Spieltages in der Fußball-Kreisklasse IV. Im absoluten Spitzenspiel erwartet nämlich der SC Inzell seinen Verfolger BSC Surheim, und der auf dem Abstiegs-Relegationsplatz stehende FC Bischofswiesen ist Gastgeber des auf einem direkten Abstiegsplatz stehenden ESV Freilassing II.


Die Inzeller (1./35 Punkte) wollen ihrem Trainerduo Jürgen Biermaier/Georg Dumberger – das zum Saisonende aufhört – den Meistertitel und damit den direkten Aufstieg zum Abschied bescheren. Gegen den starken BSC Surheim (2./33) könnten sie am heutigen Samstag (15 Uhr) mit einem Heimsieg schon einmal die Weichen in die richtige Richtung stellen.

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»Schon ungewöhnlich lange auf Rasen trainiert«

Trainer Jürgen Biermaier freut sich auf diese Partie: »Die Bedingungen sind gut, wir konnten in der Vorbereitung dank des guten Wetters schon ungewöhnlich lange auf Rasen trainieren.« Sein Ziel sei es, »kein Gegentor zu bekommen«: Denn im Hinspiel hieß es 0:0, und im Falle eines Unentschiedens mit Gegentor hätte man den schlechteren direkten Vergleich.

Das will der Trainer – dem natürlich ein Sieg am liebsten wäre – vermeiden. Er hat aber höchsten Respekt vor dem Gegner: »Das ist eine spielstarke Mannschaft mit sehr vielen jungen Spielern. Die machen auf jeden Fall ihren Weg«, lobt er die Surheimer. Biermaier und Dumberger wollen sich am liebsten mit dem Aufstieg aus Inzell verabschieden. »Jetzt stehen wir da oben, jetzt wollen wir es auch bleiben.«

Er sei »schon lange hier, und es macht auch großen Spaß.« Aber es sei nun einfach Zeit, dass zur neuen Saison »frischer Wind« auf der Trainerposition komme, »und ich glaube, dass da der Sepp Weiß genau der richtige ist. Der gehört auch einer jüngeren Trainergeneration an, das ist sicher gut«, lobt er seinen Nachfolger.

Aber erst einmal will die »alte« Trainergeneration noch einmal mit dem SCI erfolgreich sein. Biermaier hat dabei durchaus nicht nur den heutigen Gast auf der Rechnung: »Ich glaube, dass auch der SC Anger noch gefährlich werden könnte.«

Von den drei Mannschaften, die auf Ausrutscher des Führungsduos lauern, ist heute ebenfalls schon um 15 Uhr der ASV Piding am Ball. Auf eigenem Platz geht es für den ASV (3./28) gegen den SB Chiemgau Traunstein II (11./15). Der Gast hat nichts zu verschenken, schließlich wollen die Schützlinge von Gerald Straßhofer sich im Abstiegskampf möglichst schnell weitere Zähler erkämpfen. Gastgeber ASV hat schon eine Partie mehr ausgetragen als das Führungsduo – da darf man sich keinen Ausrutscher erlauben, wenn es noch nach vorne gehen soll.

Eine Partie weniger als Inzell und Surheim hat der SC Anger (4./27) bislang bestritten. Ein Sieg am Samstag (16 Uhr) beim SV Ruhpolding könnte den SCA weiter im Aufstiegsrennen halten. Die Ruhpoldinger (10./16) ihrerseits sind noch längst nicht gesichert. Daher will Trainer Markus Burgstaller gegen die Gäste nach Möglichkeit für eine Überraschung sorgen.

Eine Ruhpoldinger Niederlage könnte beispielsweise dem FC Bischofswiesen (12./14) in die Karten spielen. Im Kellerduell gegen den ESV Freilassing II (13./9) wollen die Bischofswieser einerseits den Vorsprung auf die hinter ihnen liegenden zwei Mannschaften ausbauen, andererseits aber auch einen Platz zur direkten Rettung erkämpfen.

Die fünfte und letzte Partie des Samstags ist ein Derby: Ab 17.15 Uhr trifft der SV Kirchanschöring II (8./21) auf den TSV Fridolfing. Auch wenn derzeit der Vorsprung auf die gefährdeten Plätze ähnlich groß wie der Rückstand auf die Spitzenplätze ist: Beide Mannschaften wollen nicht nur das Gefühl eines Derbyerfolges auskosten, sondern vor allem noch etwas dafür tun, vorzeitig den Klassenerhalt zu sichern.

Zum Abschluss des Spieltages geht es am Sonntag (15 Uhr) beim SV Oberteisendorf noch einmal um Punkte. Der Tabellenfünfte (25 Punkte) hat ebenfalls eine Begegnung weniger ausgetragen als das Führungsduo.

Zwar trifft man in den letzten zwölf Begegnungen noch auf alle vier vor dem SVO platzierten Mannschaften, doch Trainer Andy Horner glaubt eher daran, »dass die zwei da vorne sich das nicht mehr nehmen lassen«. Das ursprüngliche Saisonziel, im oberen Drittel mitzuspielen, hat der SVO derzeit verwirklicht, »aber Rang drei ist noch möglich, den wollen wir schon gerne haben«.

Dazu muss man aber nicht nur in den Spitzenspielen sehr gut punkten, sondern auch gegen die Mannschaften, die hinter dem SVO stehen – so wie am Sonntag gegen den SC Vachendorf (9./21). Der SCV holte allerdings 19 seiner Punkte aus den vergangenen acht Spielen – die einzige Niederlage war ein 2:3 bei Tabellenführer Inzell.

SVO-Trainer Horner setzt auf Heimstärke

Kein Wunder, dass SVO-Trainer Andreas Horner durchaus Respekt vor dem Gegner hat: »Ich habe sie zuletzt gesehen, da haben sie in der zweiten Halbzeit ganz schön aufgedreht.« Beim SVO habe – trotz durchwachsener Ergebnisse in den Testspielen – die Vorbereitung gut geklappt, »wir hatten auch ein sehr schönes Trainingslager, die Mannschaft hat gut mitgezogen«, lobt er seine Schützlinge. Trotz einiger angeschlagener Spieler »werden wir sicherlich eine schlagkräftige Truppe stellen«, kündigt Horner an und hofft: »Die Vachendorfer sind ja auswärts nicht so stark und wir haben eine gute Heimbilanz – ich hoffe, dass das auch nach dem Spiel so bleibt.« who