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SBC-Joker Markus Wendlinger sticht

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Seine Mannschaftskollegen und er taten sich gegen Bad Aibling sehr schwer: Max Probst (links) vom SBC, der hier von Marco Wengert angegriffen wird. Weitere Bilder von dieser Begegnung finden Sie unter www.traunsteiner-tagblatt.de/fotos. (Foto: Weitz)

SB Chiemgau Traunstein: Frost, Bauer, Defta (ab 46. Petzka), Marchl, Wittmann (ab 60. Thudt), Sebastian Mayer, Berz, Schön, Mauerkirchner, Probst, Dengel (ab 84. Wendlinger).


TuS Bad Aibling: Hafner, Haas, Waldhör, Wengert, Krabichler (ab 46. Raffeiner), Marx, Zoss, Katozka, Hopf, Baumann (ab 73. Stadler), Markl (ab 40. Helldobler).

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Schiedsrichter: Ellmann (SV Vagen).

Zuschauer: 250.

Tor: 1:0 (87.) Wendlinger.

Rote Karten: - /Hafner (90./Beleidigung des Schiedsrichter-Assistenten).

Im Fußball-Bezirksliga-Duell SB Chiemgau Traunstein gegen TuS Bad Aibling lief die 87. Minute: Stefan Mauerkirchner verlängerte den Ball zum gerade eingewechselten Markus Wendlinger. Der Joker hielt am langen Eck den Kopf hin und köpfte das Leder mit seinem ersten Ballkontakt gegen die Laufrichtung von Torhüter Simon Hafner ins Netz – 1:0 für den Favoriten, der Endstand.

Allerdings war der Traunsteiner Sieg – der erste Dreier der Franz-Gruber-Elf im Jahr 2014 – ein »hartes Stück Arbeit«, wie es SBC-Pressesprecher Peter Mallmann formulierte. Die abstiegsbedohten Gäste aus der Kurstadt, von Trainer Franz Pritzl gut eingestellt, verteidigten nämlich geschickt und boten auch insgesamt eine passable Vorstellung, während die Hausherren vor 250 Zuschauern im EHG-Sportpark die Erwartungen nicht erfüllen konnten.

»Unser Sieg ist sicher nicht unverdient, aber wenn du halt erst kurz vor Schluss das Tor machst, ist er auch etwas glücklich«, gibt Mallmann unumwunden zu. Stefan Mauerkirchner, Maxi Probst und Co. hatten während der 90 Minuten zweifellos die besseren Torchancen, doch entweder scheiterten sie am hervorragenden TuS-Schlussmann Simon Hafner oder hatten ihr Visier verkehrt eingestellt.

Bad Aiblinger Tormöglichkeiten hatten eher Seltenheitswert, sodass SBC-Torwart Cameron Frost (vertrat erneut den verletzten Andi Abfalter) kaum geprüft wurde. Dennoch hätten sich die Traunsteiner nicht beschweren dürfen, wenn ihnen doch mal ein Ball ins Netz geschlüpft wäre.

Der zweite Höhepunkt neben Wendlingers Jokertor war die Rote Karte für Hafner in der Schlussminute. Der Bad Aiblinger Schlussmann wurde von Referee Sascha Ellmann (SV Vagen) des Feldes verwiesen, nachdem er dessen Assistenten Manfred Stahlbauer (TSV Bernau) mit einer despektierlichen Bemerkung bedacht hatte – sicherlich keine falsche, aber dennoch eine harte Entscheidung. »Hafner wird sicher mit einem Spiel Sperre davonkommen«, mutmaßt Peter Mallmann.

Immerhin vier Punkte

Über die Qualität der Partie kann man sicher streiten. Fakt ist, dass die Traunsteiner keine berauschende Vorstellung zeigten, aber mit vier Punkten aus zwei Frühjahrsrunden-Begegnungen weiterhin im »Konzert der Großen« mitgeigen. Und der TuS sollte durchaus noch alles versuchen, um vielleicht doch noch den Ligaverbleib zu realisieren. Mit Vorstellungen wie gegen Aschau/Inn (4:0-Sieg in der Vorwoche) und jetzt in Traunstein kann man den Karren eventuell noch aus dem Dreck ziehen.

Für beide Teams geht’s übrigens bereits am Freitag weiter: Der SBC Traunstein gastiert um 19 Uhr beim SB/DJK Rosenheim II, der TuS hat eine halbe Stunde später den 1. FC Miesbach zu Gast. cs