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SBC-Handballer verpatzen Heimauftakt

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Er meldete sich nach langer Verletzungspause zurück: Alex Wetsch (links) vom SBC Traunstein. (Foto: Seidl)

Die Handballer des Sportbunds Chiemgau Traunstein haben in der Bezirksoberliga ihr erstes Heimspiel trotz einer über weite Strecken guten Leistung letztendlich verdient verloren, weil man mit zahlreichen sich bietenden guten Einwurfchancen fahrlässig umging. So konnten die Gäste von der SG Süd/Blumenau mit einem 29:26-Erfolg zwei Punkte aus der Großen Kreisstadt mit nach Hause nehmen und sind weiterhin ungeschlagen.


Der SBC und Blumenau waren insgesamt gesehen gleichwertig. Bis zur 25. Spielminute konnte sich keine der beiden Mannschaften absetzen. Sobald ein Team in Führung ging, erfolgte postwendend der Ausgleich. Erst in der Schlussphase der ersten Hälfte gelangen den Münchnern drei Tore in Folge zur 17:14-Führung, die der SBC bis zum Wechsel nur noch auf 16:18 aus Sicht des Gastgebers verkürzen konnte. Im ersten Durchgang zeichnete sich besonders der SBC-Angriff aus, denn es wurden einige Wurfmöglichkeiten sehr schön herausgespielt und vor allem über den Rückraum Moritz Angerer und Jonathan Levannier. Das Tor zum 8:8-Ausgleich erzielte Rückkehrer Alex Wetsch, der nach zwei Jahren Pause ein gelungenes Comeback für die Traunsteiner lieferte. Aber die Abwehr der Kreisstädter war viel zu leicht zu überwinden. Den Gästen gelangen immer wieder schnelle und einfache Tore, besonders durch deren Rückraumspieler Stephan Mock, der mit neun Treffern zum Siegesgaranten werden sollte.

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Nach der Halbzeitpause – die Seiten wurden übrigens infolge der Corona-Hygieneregeln nicht gewechselt – startete die Mannschaft von Trainer Martin Brunner eine Aufholjagd und kam binnen vier Minuten zur 20:19-Führung, als Markus Peter einwerfen konnte. In der 42. Minute konnten zweimal Johannes Geuß von Linksaußen und Moritz Angerer die Traunsteiner erstmals mit zwei Toren zu 23:21 in Front werfen. Als Moritz Angerer in der 48. Minute zum 25:22 einwarf, war die Führung auf drei Treffer angewachsen.

Aber anstatt ruhig weiterzuspielen, verfielen die Traunsteiner in Hektik und gaben leichtfertig die Bälle her bzw. scheiterten am Torhüter der Blumenauer. So kam es, wie es kommen musste. Blumenau kämpfte sich wieder heran und brauchte lediglich vier Minuten, um zum 25:25 auszugleichen.

Jetzt begann die spannende Schlussphase. Alex Wetsch brachte nochmals seine Mannschaft mit 26:25 in Führung, als die Gäste eine doppelte Zeitstrafe und eine Rote Karte hinnehmen mussten. Doch in den folgenden vier Minuten Überzahl gelang den Traunsteinern kein einziger Treffer mehr, und Blumenau erzielte trotz Unterzahl den 26:26-Gleichstand.

Als dann Trainer Martin Brunner eine Zeitstrafe aufgebrummt bekam, waren nur noch drei Minuten auf der Uhr. Auch in diesem Zeitraum gelang den konsternierten Chiemgauern nun kein Torerfolg mehr, während die Münchener all ihre Routine ausspielten und drei Treffer in den letzten drei Minuten zum 26:29-Endstand nachlegen konnten. Letztendlich blieben die Kreisstädter in den letzten acht Minuten der Partie somit ohne Treffer und mussten eine gut geführte Partie verloren geben. Wenigstens blieb die Erkenntnis, dass man auch eine Klasse höher durchaus mithalten kann, aber ohne ausreichende Chancenverwertung wird es schwer werden in der Bezirksoberliga. Am kommenden Sonntag (17.45 Uhr) steht wieder ein Auswärtsspiel auf dem Programm, wenn es zum TSV Vaterstetten geht.

Abteilungsleiter Joachim Weese war über den Zuschauerzuspruch zufrieden und auch damit, dass das durchgeführte Hygienekonzept gegriffen hatte. So wurden die Zuschauer registriert, die Sitzplätze waren gekennzeichnet und die Fans waren zudem sehr diszipliniert bezüglich der Abstandsregeln und dem Tragen des Mund-Nasen-Schutzes: So kann es bei den weiteren Heimspielen auf jeden Fall weitergehen.

Für den SB Chiemgau Traunstein spielten: Florian Czogalla und Moritz Schwabe im Tor sowie Moritz Angerer (8/2), Andreas Brunner (2), Johannes Geuß (2), Julian Karl (1), Florian Laufenböck, Jonathan Levannier (5), Ricardo Pitsch (1), Markus Peter (4), Alexander Wetsch (3). sn

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