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SBC wirft die Flinte nicht ins Korn

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So will er diesmal wieder jubeln: Stefan Mauerkirchner, der wieder fit ist und für den SBC treffen möchte. (Foto: Weitz)

Trotz fünf Punkten Rückstand auf Platz zwei wirft der SB Chiemgau Traunstein die Flinte nicht ins Korn: Der Fußball-Bezirksligist aus der Großen Kreisstadt glaubt noch an eine – wenn auch nicht allzu große – Chance auf den Landesliga-Aufstieg. Um diese zu wahren, müssen die Schützlinge von Trainer Franz Gruber die heutige Hausaufgabe gegen den SC Baldham-Vaterstetten (15 Uhr/EHG-Sportpark) unbedingt mit einem Dreier lösen. »Wir haben aus dem Hinspiel noch etwas gutzumachen«, so der SBC-Trainer, »das war ja ein ziemlich verkorkster Tag: Erst standen wir lange im Stau, dann sind wir im Spiel viel zu spät aufgewacht und haben eine unnötige 1:2-Niederlage kassiert.« Mehr als das späte Anschlusstor durch Max Bauer war seinerzeit nicht drin für die Chiemgauer, die deshalb den heutigen Vergleich mit Baldham zu einer Revanche nutzen möchten.


»Natürlich wollen wir unbedingt gewinnen und die Zuschauer in unserem neuen, wunderbaren Stadion wieder begeistern«, sagt Gruber, der weiß, dass es auch den Status »beste Heimmannschaft der Liga« zu verteidigen gilt. Die 10-1-2-Bilanz, die die Traunsteiner vor eigenem Publikum erarbeitet haben, spricht Bände – nur gegen Spitzenreiter FC Töging (0:3) und den SV/DJK Kolbermoor (2:3) verließ man als Verlierer den EHG-Sportpark.

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Auf mindestens einer Position wird sich die Startaufstellung des SBC im Vergleich zur jüngsten 0:1-Niederlage beim 1. FC Miesbach verändern: Georg Dengel (Zerrung) muss die Segel streichen. Die Traunsteiner Anhänger können sich aber womöglich auf ein Comeback des »Offensiv-Bullen« Stefan Mauerkirchner nach mehrwöchiger Verletzungspause freuen. »Er hat jetzt wieder seit zwei Wochen trainiert«, sagt der Trainer, »und ich werde ihn auf alle Fälle bringen, aber sicher nicht von Beginn an.«

Was Franz Gruber vor seinem drittletzten Spiel auf der Traunsteiner Kommandobrücke positiv stimmt, ist die gute Leistung, die seine Kicker am Donnerstag im Training boten. »Da war richtig Zug drin«, betont er, »und in der Spielersitzung habe ich ihnen klar gemacht, dass bei diesem Restprogramm – Ebersberg muss unter anderem noch gegen Ottobrunn spielen – noch nichts gelaufen ist. Im Fußball ist alles möglich, vielleicht geht noch was«, gibt sich Gruber kämpferisch.

Währenddessen laufen die Planungen für die neue Saison auf Hochtouren. SBC-Abteilungsleiter Rainer Hörgl hatte ja bereits die Neubesetzung des Cheftrainer-Postens (Adam Gawron) und die Verpflichtung eines starken Offensivmanns (Florian Griesbeck vom TuS Traunreut) gemeldet.

Nun gab er auch noch bekannt, dass der frühere Profi-Kader-Torwart des FC Bayern München, Ludwig Trifellner (Deutscher Meister 1980/81), künftig das Torwarttraining bei den Traunsteinern leiten wird – übrigens nicht nur im Herrenbereich, sondern auch bei den A- und B-Junioren. Wir stellen den 55-jährigen »Lu« Trifellner (Hörgl: »Sicher ein Glücksfall für den SBC«), der in Traunstein auch einen Torwart-Stützpunkt eröffnen wird, in einer unserer nächsten Ausgaben näher vor. cs