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SBC Traunstein verspielt 2:0-Vorsprung

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Dieser Schuss des SBC-Spielers Tobias Berz verfehlte das Heimstettener Tor nur ganz knapp. Der Gästespieler Markus Bunner konnte nicht mehr eingreifen. (Foto: Weitz)

SB Chiemgau Traunstein: Ndiaye, Sebastian Mayer, Bauer, Thudt, Berz (83. Petzka), Schön (55. Dengel), Mauerkirchner, Probst (64. Kaltenhauser), Willberger, Daniel, Marchl.


SV Heimstetten II: Tomiak, Fino (46. Aydemir), Lüders, Sträußl, Steppan, Kopp, Pfeiffer (71. Kartal), Sigl (85. Nasuti), Hufnagel, Schleger, Brunner.

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Schiedsrichterin: Andrea Knauer (SC Grüne Heide Ismaning).

Zuschauer: 230.

Tore: 1:0 (6.) Schön, 2:0 (30.) Bauer, 2:1 (49.) Lüders, 2:2 (75.) Lüders.

Besonderes Vorkommnis: Kartal (Heimstetten II) scheitert mit Foulelfmeter an Ndiaye (79.).

Rote Karten: - / Tomiak wegen Notbremse (88.).

Verfolger Kolbermoor rückt näher heran

Der Vorsprung von Bezirksliga-Tabellenführer SB Chiemgau Traunstein auf Platz zwei ist auf nur noch einen Punkt zusammengeschmolzen: Während sich die Fußballer aus der Großen Kreisstadt am Freitagabend auf Kunstrasen mit einem gerechten 2:2-Remis gegen den SV Heimstetten II zufrieden geben mussten, meisterte der Zweitplatzierte SV/DJK Kolbermoor tags darauf seine Hausaufgabe gegen den VfL Waldkraiburg mit einem glatten 3:0-Erfolg.

»Wer vorne die Dinger nicht macht, der kriegt sie hinten rein – das ist ein Naturgesetz des Fußballs«, resümierte der enttäuschte SBC-Trainer Adam Gawron, dessen Team in Durchgang eins klar dominant war, nach der Pause jedoch die Regionalliga-Reserve förmlich zum Tore schießen einlud. In der Schlussphase war sogar ein Gäste-Sieg möglich, den aber Traunsteins Torwart Issa Ndiaye mit einem prächtig gehaltenen Elfmeter verhinderte. SBC-Kapitän Sebastian Mayer hatte Ibrahim Aydemir – der in Richtung Eckfahne unterwegs war – völlig unnötig von den Beinen geholt, und Ali Kartal fand im toll reagierenden Senegalesen seinen Meister (79.).

Dabei hatte vor 230 Fans alles so gut angefangen für den Titelanwärter, auch wenn er ohne Stürmer Florian Griesbeck (Grippe) auskommen musste. Denn nach nur sechs Minuten klingelte es zum ersten Mal im Kasten von SVH-Schlussmann Grzegorz Tomiak, als Patrick Schön einen Angriff über Jochen Thudt, Maxi Probst und Waldemar Daniel per Kopf zum 1:0 abschloss. Stefan Mauerkirchner und Probst verpassten in der Folge den Führungsausbau, der nach einer halben Stunde Max Bauer gelang: Eingesetzt von Schön, steuerte er unaufhaltsam in Richtung Heimstettener Tor und überlupfte Tomiak zum 2:0. Die Riesenchance zum 3:0 ließ Tobias Berz aus, der schon »durch« war, das Leder jedoch knapp daneben setzte. Doch auch die Gäste wirkten in der Endphase des ersten Durchgangs wacher und erarbeiteten sich durch Emanuele Fino (Glanztat von Ndiaye) und Alexander Sigl gute Möglichkeiten zum Anschlusstreffer.

Der war gleich nach der Pause fällig: Fast im Gegenzug nach einer vergebenen SBC-Chance durch Kapitän Sebastian Mayer (Kopfball nach Schön-Ecke) war es Fabian Lüders, der einen Freistoß aus halblinker Position sehenswert und unhaltbar im Kasten versenkte – nur noch 2:1 (49.). Berz scheiterte nach gut einer Stunde nach Vorarbeit von Neuzugang Daniel Willberger an Tomiak, ehe auf der anderen Seite der Ausgleich fällig schien: Felix Sträußl machte fast alles richtig, sein Kracher sprang jedoch vom Lattendreieck ins Feld zurück (70.).

Vier Minuten später fiel dann doch das 2:2, als erneut Lüders abzog und Ndiaye den Ball zum 2:2 durchrutschen ließ – diesen Gegentreffer muss der SBC-Schlussmann in jedem Fall auf seine Kappe nehmen. Immerhin machte er seinen Fehler wenig später mit dem gehaltenen Elfer wieder wett, sodass wenigstens ein Punkt in der Großen Kreisstadt blieb.

Jetzt wartet gleich die nächste schwere Prüfung

Beinahe wären es sogar noch drei Zähler geworden, denn nach der Roten Karte für Torwart Tomiak nach einem Foul außerhalb des Strafraums am seitlich durchgebrochenen Mauerkirchner witterten die Gawron-Schützlinge noch einmal Morgenluft, doch der nun zwischen den Pfosten stehende Feldspieler Felix Hufnagel ließ nichts mehr anbrennen, zumal er auch keine ernst zu nehmende Prüfung mehr bestehen musste.

»Nach der Pause haben wir auf Konter gewartet, die Organisation hat aber nicht mehr gestimmt«, meinte Gawron, der die Tatsache, »dass es auf diesem Platz schwierig zu spielen ist«, nicht als Ausrede gelten lassen will. Am kommenden Samstag um 15 Uhr wartet beim TSV Dorfen gleich die nächste schwierige Prüfung auf den Spitzenreiter. cs

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