weather-image
16°

SBC Traunstein stürmte an die Tabellenspitze

0.0
0.0
Bildtext einblenden
War gleich im ersten Einsatz nach seiner Verletzungspause wieder erfolgreich: SBC-Akteur Maxi Probst, der das 3:1 für seine Mannschaft erzielte. (Foto: Butzhammer)

SV Aschau/Inn: Geyer, Altmer (71. Turgut), Berardi, Lata, Djimsiti, Wintersteiger, Baumann, Pfeiffer (67. Reipert), Richter, Karatepe, Asanger (71. Köstner).


SB Chiemgau Traunstein: Abfalter, Petzka, Sebastian Mayer, Tobias Berz, Schön, Mauerkirchner (77. Johannes Schreiber), Probst, Waritschlager (73. Buchner), Heinrich (55. Marchl), Wittmann, Defta.

Anzeige

Schiedsrichter: Ellmann (SV Vagen).

Zuschauer: 150.

Tore: 0:1 (35.) Mauerkirchner, 1:1 (39.) Richter, 1:2 (45.) Waritschlager, 1:3 (58.) Probst, 1:4 (70.) Mauerkirchner, 1:5 (79.) Schön, 2:5 (88.) Richter.

Rote Karte: Berardi (Aschau/Inn) wegen Notbremse (57.).

Der SB Chiemgau Traunstein hat am 10. Spieltag der Fußball-Bezirksliga Ost die Tabellenführung übernommen: Die Mannen von Trainer Franz Gruber gewannen das Gastspiel bei »Laternenträger« SV Aschau/Inn verdient mit 5:2 und profitierten vom Remis des bisherigen Primus SC Baldham-Vaterstetten beim SV Kolbermoor. Platz eins gilt es nun am Samstag (15 Uhr) im neuerlichen Auswärtsspiel beim TuS Raubling zu verteidigen.

»In der ersten Halbzeit hatten wir Probleme, da haben wir nicht gut über außen gespielt und waren nur durch Standardsituationen gefährlich«, analysierte Gruber, »aber nach der Pause haben wir richtig Druck gemacht und auch hochverdient gewonnen. Unsere beiden Offensivleute Maxi Probst und Stefan Mauerkirchner waren wieder stark!«

In der ersten Halbzeit sahen die 150 Zuschauer eine weitestgehend ausgeglichene Partie, in der keine Mannschaft zu zwingenden Chancen kamen. Gefahr strahlten die Chiemgauer in der 9. Minute durch einen Kopfball von Maxi Probst aus, den SVA-Torhüter Matthias Geyer parierte. Knapp zehn Minuten später war es Dominik Waritschlager, der per Kopf die Latte traf. Dann zeigten sich die Schützlinge von SVA-Trainer Mehmet Karahan in der Offensive, doch Christoph Pfeiffer verzog aus guter Position deutlich.

So war der Weg frei für die Traunsteiner 1:0-Führung in der 35. Minute: Torhüter Geyer konnte einen Freistoß von Pat-rick Schön nur mit der Faust abwehren. Dies nutzte Mauerkirchner und bugsierte den Ball aus 13 Meter in den rechten Winkel. Relativ schnell erholten sich die Platzherren von diesem Schock und schafften in der 39. Minute den 1:1-Ausgleich: Einen scharfen Freistoß brachte Christian Richter per Kopf im Kasten von Andi Abfalter unter. »Kurz darauf hätten wir sogar in Rückstand geraten können«, so Gruber. Doch die Gastgeber vergaben eine dicke Chance.

Und so waren es die favorisierten Traunsteiner, die in der Schlussminute des ersten Durchgangs zum zweiten Mal in Front zogen. Dominik Waritschlager schlug den Ball aus gut 20 Meter ins rechte Kreuzeck – keinerlei Abwehrchance für Torsteher Geyer!

Nach der Pause war der SBC dann das klar bessere Team – auch deshalb, weil der Aschauer Routinier Francesco Berardi nach einer Notbremse an Mauerkirchner Rot sah (57.). Eine korrekte Entscheidung des hervorragenden Schiedsrichters Sascha Ellmann (SV Vagen). Grubers Kommentar: »Darüber hat sich nicht mal ein Aschauer aufgeregt – so klar war dieser Platzverweis.«

Gleich dreimal »klingelte« es danach noch im Aschauer Kasten: Zunächst war es Maxi Probst, der den Ball allein vor Geyer ins Netz schob (58.). Dann sorgte Mauerkirchner nach einer einstudierten Freistoßvariante mit Patrick Schön für das 4:1 (70.). Und mit einem sehenswerten Treffer baute dann Schön den Vorsprung auf 5:1 aus: Nach einem feinen Solo schlenzte er das Leder aus kurzer Distanz über den Aschauer Schlussmann hinweg in die Maschen. Nur noch Ergebniskosmetik aus Aschauer Sicht war das 2:5 (88.) durch Richters zweiten Treffer.

Fazit: Der SBC ist nach einem Drittel der Saison ein würdiger Spitzenreiter. Drei Treffer durchschnittlich pro Spiel sprechen Bände. Allerdings muss die Abwehr noch stabilisiert werden. Vielleicht als kleine Entschuldigung zu werten ist die Tatsache, dass neben Max Bauer (Urlaub) auch Jochen Thudt (fällt wegen seiner Leistenprobleme wohl länger aus) passen musste. Dies zwang Gruber zu Umstellungen: Pat-rick Schön ließ er als zweiten »Sechser« neben Tobi Berz auflaufen. Nick Heinrich beorderte der Trainer auf die Schön-Position am Flügel. cs