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SBC Traunstein präsentiert sich gut

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Traunsteins Yunus Karayün (links), der hier Salzburgs Bastian Angerer verfolgt, feierte ein gelungenes Debüt im Trikot des SBC. (Foto: Weitz)

Wie radikal der Umbruch beim SB Chiemgau Traunstein nach dem Abstieg aus der Fußball-Bayernliga Süd vonstattengeht, wird deutlich, wenn man die Startaufstellung vom letzten Relegationsspiel der alten Saison mit jener Anfangsformation vergleicht, die im Testspiel gegen den Salzburger AK antrat.


Mit Maxi Probst, Josef Wittmann, Moritz Kappelsberger und Waldemar Daniel blieben eine Woche vor dem ersten Landesliga-Punktspiel bei der SpVgg Landshut (Samstag, 15 Uhr) nur vier Mann übrig. Dennoch zog sich die sehr junge Mannschaft aus der Großen Kreisstadt beim 2:3 (1:2) gegen den österreichischen Viertliga-Top-Favoriten ordentlich aus der Affäre.

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Eine durchaus passable Premiere gab beim SBC der fürs zentrale Mittelfeld vorgesehene Neuzugang Yunus Karayün, der auch einen der beiden Traunsteiner Treffer – den 1:1-Ausgleich durch Maxi Probst – vorbereitete. »Auch wenn man natürlich schon gemerkt hat, dass er monatelang nicht gespielt hat, ist er genau der Richtige für uns – ein Führungsspieler im zentralen Mittelfeld«, so SBC-Abteilungsleiter Rainer Hörgl über den ehemaligen Spielertrainer des SV Kirchanschöring.

Ansonsten stand das Testspiel gegen die mit einigen Ex-Profis gespickten Mozartstädter (zum Beispiel kickte Robert Strobl in der I. Bundesliga für den SV Grödig) unter dem Motto »Der Jugend eine Chance« – und dazu passte es auch, dass dem eingewechselten Moritz Seban (19 Jahre) kurz vor Schluss per Abstauber im Anschluss an eine Ecke das 2:3 aus SBC-Sicht gelang.

Die Salzburger machten vor etwa 100 Zuschauern dennoch ein gewisses Kräfteverhältnis deutlich und demonstrierten ihre Überlegenheit – sie hätten auch mehr als drei Treffer erzielen können. »Aber in der zweiten Halbzeit haben wir läuferisch überzeugen können, insgesamt haben wir uns gut präsentiert«, freute sich Spartenboss Hörgl, auch wenn nicht zu übersehen war, dass den Schützlingen von Neu-Trainer Miroslav Polak noch etwas die Spritzigkeit fehlte – eine Tatsache, die wegen der Trainingssteuerung eine Woche vor dem Start völlig normal ist.

»Im Vergleich zum Toto-Pokal-Spiel letzten Donnerstag in Töging habe ich Fortschritte gesehen«, konstatierte Hörgl, der Polak lobte: »Er hat das mit den Wechseln gut gemacht, gerade für einige junge Spieler sind die momentanen Belastungen ja nicht zu unterschätzen.«

Im Tor dürfte Soma Orban derzeit die Nase vorne haben (Hörgl: »Ich gehe davon aus, dass er in Landshut spielt«), zumal Marc Richter (hütete in Halbzeit eins das Gehäuse) noch die Spielpraxis fehlt und Maximilian Tanzer wegen Urlaubs in der Vorbereitungsphase noch ohne Einsatz ist.

Ihr letztes Testspiel bestreiten die Traunsteiner am morgigen Dienstag (19 Uhr) beim USK Anif, dem amtierenden Meister der österreichischen Regionalliga West (III. Liga). Auch im Salzburger Vorort dürfte es wieder sehr schwer werden, sich mit einem Sieg das nötige Selbstvertrauen für die Landshut-Partie zu holen. cs

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