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SBC Traunstein mit Pflichtsieg gegen Neuling Amerang

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Er bekam im Spiel gegen Amerang eine offensivere Rolle als gewohnt: Waldemar Daniel vom Sportbund Chiemgau Traunstein. (Foto: Wirth)

SB Chiemgau Traunstein: Abfalter, Sebastian Mayer, Bauer, Thudt, Berz, Schön, Waritschlager (ab 55. Mauerkirchner), Maaßen, Daniel, Marchl (ab 73. Buchner), Griesbeck (ab 83. Petzka).


SV Amerang: Dumpler, Seidel, Christian Voit, Lindner, Schmid (ab 68. Linhuber), Millkreiter, Tobias Voit, Grulke, Rußwurm, Kleinhuber (ab 74. Auer), Pfeilstetter (ab 46. Stöcklhuber).

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Schiedsrichter: Huber (SSV Wurmannsquick).

Zuschauer: 400.

Tore: 1:0 (9.) Waritschlager, 2:0 (91.) Mauerkirchner.

Spitzenreiter SB Chiemgau Traunstein hat sich im ersten Rückrunden-Heimspiel der Fußball-Bezirksliga Ost zwar nicht mit Ruhm bekleckert, am völlig verdienten 2:0 (1:0)-Sieg gegen einen stark ersatzgeschwächt aufgelaufenen Neuling SV Amerang gab es dennoch nichts zu rütteln. Die Gäste waren in der Offensive einfach viel zu harmlos, um SBC-Schlussmann Andi Abfalter einen Treffer »einzuschenken«.

Dennoch war Gästetrainer Thomas Kasparetti mit der Vorstellung des Tabellenletzten in der zweiten Halbzeit zufrieden: »Da haben wir uns gesteigert im Vergleich dazu, was wir vor der Pause abgeliefert haben«, sagte der ehemalige Buchbacher Spieler, »aber insgesamt hat man natürlich schon gemerkt, dass wir viele Leute, vor allem auch Leistungsträger ersetzen müssen.« Ein Lob hatte Kasparetti für den erstmals von Beginn an aufgebotenen Innenverteidiger Alexander Kleinhuber übrig. Der frühere Nachwuchsspieler des TSV 1860 Rosenheim machte seine Sache in der Tat sehr ordentlich, was freilich auch für SVA-Kapitän Christian Voit – den verlängerten Arm von Kasparetti – gilt.

»Ich hatte vor dem Spiel ein schlechtes Bauchgefühl«, gab SBC-Trainer Adam Gawron zu, »uns ist es aber dann zum Glück trotzdem gelungen, den Gegner von Anfang an unter Kontrolle zu bekommen.« Dennoch fiel ihm auf, »dass wir zu wenig hundertprozentige Chancen kreieren konnten und nach der Pause auch nicht mehr so kompakt aufgetreten sind wie ich mir das vorstelle.« Gawron probierte gegen das Kellerkind auch einiges aus, so bekamen Waldemar Daniel und Max Bauer offensivere Rollen als gewohnt, die sie auch teilweise zu wirkungsvollen Vorstößen nutzen konnten.

Bauer war auch maßgeblich am frühen 1:0 (9.) beteiligt, als er – nachdem »Sebi« Mayer den Angriff schön eingefädelt hatte – mit Dominik Waritschlager einen doppelten Doppelpass spielte und das Leder von der Grundlinie mustergültig zurückspielte, ehe »Wari« das Leder aus fünf Metern via Innenpfosten im Eckigen versenkte. Bereits sein neunter Saisontreffer!

Für die Entscheidung in der Nachspielzeit zeichnete dann die SBC-Bank verantwortlich: Der eingewechselte Patrick Petzka bediente per Steilpass den ebenfalls neu ins Spiel gekommenen Stefan Mauerkirchner, der den Konter eiskalt zum 2:0 (91.) abschloss und damit sein zehntes Saisontor erzielte.

Zwischen diesen beiden Treffern lagen zahlreiche weitere Traunsteiner Torszenen, die aber teilweise nicht sonderlich zwingend waren. So fiel ein Kopfball von Bauer nicht gut aus (32.). Ein Freistoß von Patrick Schön flog an Freund und Feind vorbei (34.), und Daniel kam an eine Bauer-Flanke ebenso wenig heran (40.) wie an eine Hereingabe von Waritschlager, der an Torhüter Andreas Dumpler schon vorbeigezogen war (41.). Als Bauer in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit nach Daniel-Flanke volley abzog, zeigte sich Dumpler reaktionsschnell auf dem Posten. Beim SVA war es Michael Pfeilstetter, der in einer Kontersituation aus 20 Metern den Traunsteiner Kasten verfehlte (45.).

Nach der Pause präsentierte sich das Bild ähnlich, wenngleich Amerang nun nicht mehr wie das Kaninchen vor der Schlange erstarrte. Die klar besseren Chancen besaßen aber weiterhin die Hausherren: So wurde ein Schuss von Felix Maaßen nach Schön-Freistoß geblockt (52.), dann scheiterte Mauerkirchner per Kopf an Dumpler (67.). Und auch Florian Griesbeck (76./18-Meter-Schuss) sowie »Jogi« Thudt (79./Kopfball nach Vorarbeit von Mayer) hatten ihr Visier nicht optimal eingestellt, sodass einmal der SVA-Schussmann parieren konnte und der Ball das andere Mal am Gehäuse vorbeiflog.

In der 88. Minute hatten die Gäste ihre beste Ausgleichschance, als sie in guter Position einen Freistoß zugesprochen bekamen, den Florian Grulke nicht schlecht ausführte – doch Abfalter blieb cool und fing das Leder sogar sicher. cs