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SBC Traunstein in Form und TSV Waging unter Druck

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Sein Schwung im Angriff wird dem SBC Traunstein diesmal fehlen: Florian Griesbeck (rechts) fällt verletzt aus. (Foto: Weitz)

Beim SB Chiemgau Traunstein läuft’s, bei den Waginger »Seerosen« dagegen (noch) nicht. Doch gerade die Tatsache, dass die Kicker aus der Großen Kreisstadt vor dem heutigen Derby der Fußball-Bezirksliga Ost im EHG-Sportpark (Anstoß ist um 19 Uhr) als klarer Favorit gelten, macht die Begegnung sehr reizvoll. Denn kampflos werden sich die Gäste wohl kaum ergeben.


Das sieht auch Rainer Hörgl, Abteilungschef der Hausherren so: »Wir dürfen nicht auf die Tabelle schauen, sondern müssen von Anfang an Gas geben«, fordert er. »Es gibt für uns sicher keinen Grund die Waginger zu unterschätzen – wir haben gegen sie ja in der letzten Saison nicht gewonnen.«

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In der Tat zogen sich die Schützlinge von TSV-Trainer Bernhard Zeif sowohl in Surberg (wo das Hinspiel ausgetragen wurde) als auch beim Rückspiel im Wilhelm-Scharnow-Stadion beachtlich aus der Affäre und trotzten dem damaligen Franz-Gruber-Team zweimal ein 1:1 ab. »Und das war jeweils verdient«, erinnert sich Co-Trainer Patrick Quast.

Was aber klar für den Traunsteiner Fusionsclub spricht, das sind die in den ersten zwei Runden der aktuellen Spielzeit gezeigten Leistungen. Gerade der jüngste 4:0-Sieg in Amerang kam auf ziemlich souveräne Art und Weise zustande, was auch Hörgl sehr freute. »Das haben unsere Jungs sehr seriös, aber auch cool gemacht«, erklärte der Spartenboss, »für diesen tollen Auftritt habe ich die Mannschaft auch ausdrücklich gelobt, was ich sonst eher selten mache. Aber diesmal war es absolut angebracht.« Ein weiterer Vorteil der Traunsteiner Adam-Gawron-Elf könnte die Tatsache sein, dass die »Seerosen« nach zwei sieglosen Spielen »schon ein bisschen unter Druck« (Hörgl) stehen, auch wenn sich die Waginger dessen bewusst sind, dass sie ein schweres Startprogramm haben beziehungsweise hatten.

Das will man im Lager der Gäste jedoch nicht als Ausrede gelten lassen – im Gegenteil: Co-Trainer Quast monierte nach dem 2:4 in Freilassing, »dass wir zu wenig Mut gezeigt haben und zu viele Fehler in allen Bereichen – außer dem Torwart – gemacht haben.« Insgesamt sei die Vorstellung »sehr schlecht« gewesen, so Quast, denn man habe »zu wenig Chancen herausgespielt und die vorhandenen Möglichkeiten nicht konsequent genug zu Ende gespielt.«

Nun jedoch überwiege die Vorfreude auf ein Derby, das vor sicherlich wieder großer Kulisse über die Bühne gehen wird (mindestens 600 Fans werden erwartet). »Wir freuen uns darauf, auf dieser tollen Anlage kicken zu dürfen«, sagt Quast, »der spielstarke SBC sollte uns mehr liegen als der ESV. Aber der Favorit heißt natürlich ganz klar Traunstein.« Man wolle aber die Rolle des Underdogs annehmen »und mit allen legitimen Mitteln um Zählbares kämpfen«, so die Ansage des Co-Trainers.

Auf Traunsteiner Seite ist Adam Gawron zu einer Umstellung gezwungen. Offensivmann Florian Griesbeck erzielte zwar am Dienstag in Amerang sein erstes Bezirksliga-Tor, musste jedoch verletzungsbedingt vorzeitig das Feld verlassen. »Zum Glück nur eine Innenbanddehnung«, sagte Hörgl nach der Kernspintomographie. »Er fällt fürs Waging-Spiel auf alle Fälle aus.«

Mit der Leistung des Neuzugangs aus Traunreut war Hörgl übrigens einverstanden. »Der Florian gewöhnt sich von Spiel zu Spiel besser ans Tempo und an die höhere Spielklasse – schade, dass er jetzt pausieren muss.«

Doch der Kader des SBC sei ausgeglichener als in der vergangenen Saison besetzt, weshalb er keinerlei Aufstellungsprobleme sehe. »Die Jungen haben sich gut rangetastet – egal ob das ein Markus Wendlinger oder ein Felix Maaßen ist. Auch Steffen Teetz ist auf dem Sprung«, freut sich Hörgl.

Bei den Gästen fehlen weiterhin Stammtorhüter Michi Endlmaier und Manuel Karl-stetter. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Manuel Sternhuber, Veit Gröbner und Michael Fuchs. »Es ist wichtig, dass wir punkten, um nicht von Anfang an hinten drin zu hängen«, weiß Quast – und gibt sich kämpferisch: »Wir werden vor den Traunsteinern sicher nicht in Ehrfurcht erstarren!« cs