weather-image
Junge Traunsteiner Mannschaft beim 0:3 in Neumarkt-St. Veit ohne Torchance

SBC Traunstein II muss Lehrgeld zahlen

So wird das nichts mit dem Klassenerhalt in der Fußball-Kreisliga II. Der SB Chiemgau Traunstein II musste bei der 0:3 (0:1)-Niederlage bei Aufsteiger TSV Neumarkt-St. Veit jede Menge Lehrgeld zahlen und rutschte auf den letzten Tabellenrang ab. »Wir hatten im gesamten Spiel nicht eine Torchance«, klagt SBC-Trainer Bernd Ober, der mit fünf A-Junioren antrat und letztlich nur elf Mann zur Verfügung hatte, da Simon Huber (Zerrung) und Fabian Reff (Rückenprobleme) kurzfristig ausfielen.

Nun hofft Ober, dass er am Donnerstag um 19 Uhr im Derby bei seinem ehemaligen Verein TSV Siegsdorf eine bessere Aufstellung zur Verfügung hat. In erster Linie spekuliert er auf den Einsatz der drei Landesliga-Bankdrücker Maxi Fenninger, Andy Balck und Andre Köppl. Mal abwarten, ob er von Abteilungschef Rainer Hörgl und Cheftrainer Adam Gawron tatsächlich grünes Licht für den Einsatz dieser Kicker bekommt.

Anzeige

Der Tabellenführer aus Neumarkt spielte die Traunsteiner zwar nicht schwindlig, tonangebend war das Team von Trainer Christoph Deißenböck jedoch allemal. In der 32. Minute wurde Alexander Zehentmeier steil angespielt, überlief einen SBC-Abwehrspieler und traf aus 16 Meter flach ins lange Eck.

Zwei Minuten nach dem Seitenwechsel fiel bereits die Vorentscheidung, »wobei dieses Gegentor bitter war, weil wir in einen Konter gelaufen sind«, so Ober. Florian Pühra wurde der Ball in den Lauf gespielt, er zog aus 14 Meter ab und Simon Rott war zum zweiten Mal geschlagen.

Pühra zeichnete auch für den Treffer zum 3:0-Endstand verantwortlich: Zehentmeier hatte aus 18 Meter abgezogen, der Gäste-Schlussmann klatschte den Ball nur nach vorne ab, Pühra erkannte die Situation am schnellsten und staubte ab (78.).

»Die Neumarkter haben mit vielen Diagonalbällen über unsere Abwehr gespielt. Und da wir ja keine eingespielte Viererkette haben, war das schon ein Problem für uns«, analysierte Bernd Ober, der einmal mehr den 17-jährigen Jonas Frisch lobte. »Er betreibt einen hohen Aufwand, fährt immer aus Prien mit dem Zug zu uns. Das ist einer mit der richtigen Einstellung.« cs