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SBC kassierte Auftaktniederlage

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SBC-Trainer Gerhard Balk konnte mit dem Auftritt seiner Mannschaft nicht zufrieden sein. (Foto: Weitz)

FC Aschheim: Pietzuch, Arztberger, Nart, Rezazadeh, Maraz, Soave, Ivic (77. Frieß), Zegiri, Geier (86. Heilig), Kaun, Müller (46. Loskot).


SBC Traunstein: Schreiber, Bauer, Trzewik, Wittmann, Marchl, Thudt, Berz (68. Defta), Schön, Schneider (34. Dengel), Probst, Mauerkirchner (82. Petzka).

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Schiedsrichter: Stefan Gräbel (TSV 1860 München).

Zuschauer: 60.

Tore: 1:0 Ivic (6. Minute, Handelfmeter), 2:0 Geier (44.).

Rote Karte: Soave (Aschheim, 88.) – Gelb-Rote Karte: Bauer (SBC 88.).

Besondere Vorkommnisse: FCA-Torwart Pietzuch hält Elfmeter von Probst (45.).

Den Bezirksliga-Fußballern des SBC Traunstein ist der Auftakt in die Frühjahrsrunde misslungen. Beim FC Aschheim kassierten die Schützlinge von Trainer Gerhard Balk eine vermeidbare 0:2-Niederlage. Vermeidbar, weil man bei den Gegentreffern tatkräftige Unterstützung leistete und sich selbst für eine deutliche Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit nicht belohnte.

Im ersten Durchgang lief beim SBC jedoch wenig nach Plan. Den Traunsteinern war die mangelnde Spielpraxis in ihrer ersten Partie auf Naturrasen im Jahr 2013 deutlich anzumerken, flüssige Kombinationen hatten Seltenheitswert. Auch fehlte es bei manchen an der nötigen Aggressivität und Laufbereitschaft. Besser machten es die mit gleich 13 Neuzugängen verstärkten Gastgeber. Vor allem über den starken Spielmacher Gianfranco Soave lief der eine oder andere schöne Spielzug.

Die frühe Führung des FCA war aber kaum ein Verdienst der Münchner Vorstädter. Nachdem der SBC sich im eigenen Strafraum selbst in die Bredouille gebracht und einen unnötigen Eckball produziert hatte, kam Ercan Maraz aus vier Meter zum Kopfball. Tobias Berz klärte auf der Linie mit angelegtem Arm, zur Überraschung von Freund und Feind entschied Schiedsrichter Stefan Gräbel auf Handelfmeter. Marco Ivic nahm das Geschenk an und verwandelte abgeklärt in die linke unter Ecke (6. Minute).

Wenig später köpfte Maraz nach einem Freistoß von Soave knapp am SBC-Tor (15.) vorbei, einen 18-Meter-Freistoß von Shahram Rezazadeh entschärfte Max Bauer kurz vor der Linie (23.). Auf der Gegenseite hätte der Aschheimer Innenverteidiger Enis Nart bei seinem Klärungsversuch nach einer Freistoßhereingabe von Patrick Schön um ein Haar den Traunsteiner Ausgleich besorgt (32.).

Leicht machten es die Traunsteiner dem Gegner kurz vor der Halbzeit. Nach einem Missverständnis zwischen Florian Marchl und Patrick Schön eroberte Ivic kurz vor dem SBC-Strafraum den Ball. Am Elfmeterpunkt kamen sich Maxi Trzewik und Arthur Wittmann gegenseitig in die Quere, was Ivic zum Schuss nutzte. Den ersten Versuch konnte Torwart Sebastian Schreiber noch abwehren, beim Nachschuss von Michael Geier aus wenigen Meter war er jedoch chancenlos - 0:2 (44.).

Selbst nahmen die Traunsteiner aber keine Geschenke an. Als Schiedsrichter Gräbel in der 45. Minute das schlechte Gewissen eingeholt hatte und er nach einem harmlosen Zweikampf zwischen Georg Dengel (kam für den verletzten Tony Schneider) und Alban Zegiri auf Strafstoß entschied, scheiterte Maxi Probst vom Punkt aus mit einem harmlosen Flachschuss an FCA-Torwart Thomas Pietzuch.

Nach dem Seitenwechsel sahen die wenigen Zuschauer im Aschheimer Sportpark ein anderes Spiel. Nun bestimmte der SBC das Geschehen und schnürte die Gastgeber zunehmend in deren Hälfte ein. Allerdings zeigte man vor dem Tor von Pietzuch zu wenig Kaltschnäuzigkeit. Kopfbälle von Jochen Thudt (54.) und Trzewik (61.) strichen über das Tor, eine Direktabnahme von Bauer (67.) wurde von einem Abwehrspieler geblockt, bei einem Fernschuss von Trzewik blieb Pietzuch Sieger (69.). Die größte Möglichkeit hatte Kapitän Thudt, als er den Ball nach einer Freistoßflanke von Bauer an den Innenpfosten setzte. Von dort sprang der Ball die Torlinie entlang, die SBC-Offensive versäumte es, entscheidend nachzusetzen (74.). So wollte der Anschlusstreffer einfach nicht gelingen und Aschheim brachte den Vorsprung schließlich ohne großes Zittern über die Zeit.

In den Aschheimer Sieg fiel aber auch ein Wermutstropfen. Nach einem taktischen Foul von Bauer (sah dafür Gelb-Rot) trat der gefoulte Soave gegen Schön nach und handelte sich eine völlig unnötige Rote Karte sowie eine Sperre ein.

Der SB Chiemgau Traunstein gastiert nun an diesem Samstag (15 Uhr) beim VfL Waldkraiburg und sollte dort unbedingt Zählbares einfahren. Dazu dürften aber sicherlich mehr als 45 passable Minuten vonnöten sein.