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SBC ist Tabellenführung erst einmal wieder los

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Zum Verzweifeln: Immer wieder war für SBC-Spieler Dominik Waritschlager (links) und seine Teamkollegen bei Ampfings Torhüter Matthias Manghofer Endstation. (Foto: Weitz)

SB Chiemgau Traunstein: Ndiaye, Mayer, Bauer, Berz, Schön (84. Schneider), Mauerkirchner, Waritschlager (79. Petzka), Dengel, Daniel, Marchl, Griesbeck.


TSV Ampfing: Manghofer, Berardi, Miller, Deißenböck, Huber, Stamm, Richter (62. Kaya), Birner (76. Karamanlis), Weiß, König, Hönninger.

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Schiedsrichter: Kolja Kellinghaus (Aying).

Zuschauer: 555.

Tore: 0:1 Hönninger (15.); 1:1 Schön (45./Foulelfmeter).

Rote Karte: Berardi (44./Foulspiel). – Gelb-Rote-Karten: keine.

Der SB Chiemgau Traunstein ist die Tabellenführung in der Fußball-Bezirksliga Ost nach zwei sieglosen Spielen hintereinander erst einmal wieder los. Die Truppe von Adam Gawron kam am Freitagabend gegen den TSV Ampfing nicht über ein 1:1 hinaus – und das, obwohl die Traunsteiner erneut zahlreiche Großchancen hatten und auch eine Halbzeit lang in Überzahl spielten.

»Uns fehlt momentan einfach das Quäntchen Glück«

»Der Gegner hat das clever gespielt«, musste SBC-Trainer Gawron hinterher eingestehen. »Uns fehlt momentan einfach das Quäntchen Glück und vielleicht auch die Cleverness.« SBC-Vorstand Engelbert Thaler ärgerte sich über den vergebenen Sieg: »Am Ende ist der Punkt natürlich zu wenig, denn wir waren klar die bessere Mannschaft und haben das Spiel dominiert.«

In den ersten Minuten der Partie waren zunächst die Gäste die bessere Mannschaft. Gleich in der ersten Minute gab Philipp König einen Warnschuss in Richtung Gehäuse von SBC-Torwart Issa Ndiaye ab, doch der Ball ging über das Tor. In der 14. Minute fiel dann bereits das Führungstor für Ampfing. Benedikt Hönninger hämmerte einen Freistoß an der Strafraumgrenze in die Maschen.

Die Heimelf brauchte einige Zeit, um sich davon zu erholen. Doch gegen Mitte der ersten Halbzeit wurde die Gawron-Truppe immer besser. Einen Pass von Stefan Mauerkirchner konnte Dominik Waritschlager nicht verwerten (35.). Den Torschrei auf den Lippen hatte vier Minuten später schon Florian Griesbeck, doch sein strammer Schuss ging nur an den Pfosten.

Noch vor der Pause gelang den Traunsteinern der Ausgleich. Der Ampfinger Francesco Berardi holte Griesbeck im Strafraum von den Beinen und wurde dafür von Schiedsrichter Kolja Kellinghaus (Aying) mit Rot vom Platz gestellt. Den fälligen Elfmeter verwandelte Patrick Schön (45.).

Nach dem Wechsel rannte Traunstein an. Die dezimierten Ampfinger verteidigten mit Mann und Maus den Punkt und sorgten lediglich mit einigen sporadischen Angriffen für kurzzeitige Entlastung. Für Traunstein traf Griesbeck in der 58. Minute erneut nur den Pfosten und Mauerkirchner erwischte den Abpraller um Haaresbreite nicht mehr. Schön (60.) schoss Ampfings Torwart Matthias Manghofer direkt in die Arme. Auch Daniel (65.) und Bauer (66.) konnten den Schlussmann nicht bezwingen. In der 72. Minute rettete nach einem Kopfball von Max Bauer die Latte für Ampfing.

»Ampfing hatte die Geduld, die wir nicht hatten«

Die Gäste hätten dann beinahe noch für eine Sensation gesorgt. Doch ein Schuss von Lucas Stamm in der 82. Minute ging knapp am Tor vorbei. In den Schlussminuten schaffte es die Heimelf nicht mehr, einen durchdachten Angriff zu starten. Trotz einiger Spielunterbrechungen pfiff Schiedsrichter Kellinghaus dann pünktlich nach 90 Minuten ab – und zog sich damit den Zorn der Traunsteiner zu. »Da fehlen einem die Worte«, ärgerte sich auch Gawron. Doch mehr mochte er dazu nicht mehr sagen.

Vielmehr zollte er noch einmal dem Gegner Respekt. »Ampfing hatte die Geduld, die wir nicht hatten.« Das müsse sein Team jetzt noch lernen. Der Trainer betonte aber auch: »Ich will jetzt aber auch nicht alles schlecht reden, die Chancen haben wir uns ja auch erst einmal erarbeiten müssen.«

Auch Engelbert Thaler hob hervor: »Man kann der Mannschaft eigentlich nichts vorwerfen.« Er fügte dann aber doch noch hinzu: »Eben nur, dass sie das zweite Tor nicht gemacht hat.« In Raubling (0:1) und beim SV Heimstetten II (2:2) sei dies ähnlich gewesen, sagte er. »Heute war dann eben auch noch Pech dabei mit Latte und Pfosten.« Thaler ist aber zuversichtlich: »Sie sollen einfach so weiterspielen. Wir sind grundsätzlich sehr zufrieden mit der Mannschaft.« SB