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Andrii Pelypenko (rechts), hier im Duell mit Ismaila Coulibaly vom VfR Garching, fällt verletzt aus. (Foto: Weitz)

SB Chiemgau will »zurück zu alter Stärke«

Der Sportbund Chiemgau Traunstein geht mit viel Selbstbewusstsein in das letzte Heimspiel des Jahres – und das, obwohl am morgigen Sonntag um 14 Uhr mit dem TuS Geretsried der Zweitplatzierte (44 Punkte) der Fußball-Landesliga Südost in Traunstein zu Gast ist. Für Danijel Majdancevic, der nach der 1:2-Niederlage des SB Chiemgau gegen den TSV Kastl am vergangenen Wochenende die Traunsteiner Mannschaft als Trainer übernommen hat, ist dennoch klar: »Geretsried und wir gehören zu den besten Mannschaften der Liga.«


Aufgrund der Witterung und der schneebedeckten Plätze im Jakob-Schaumaier-Sportpark wurde das Spiel vom heutigen Samstag noch auf den Sonntag verlegt. »Wir wollen unbedingt spielen«, hatte Majdancevic bereits zuvor betont. Der Teamgeist sei auch nach acht Spielen ohne Sieg gut und die Mannschaft laut Trainer »geil darauf«, die Partie auszutragen. Der SBC-Trainer erwartet mit Geretsried eine »qualitativ sehr gute Mannschaft mit individueller Klasse«, verstecken sollen sich die Gastgeber aber trotzdem nicht. »Das wird eine torreiche Partie«, kündigt Majdancevic an.

Für Tore sorgen bei den Gästen vor allem Belmin Idrizovic und Srdan Ivkovic; Beide führen die Tabelle mit jeweils 18 Treffern an. Während der SB Chiemgau mehr Gegentore (27) als eigene Treffer (26) zu Buche stehen hat, haben die Gäste insgesamt bereits mehr als doppelt so viele (53) Tore erzielt und nur 19 Gegentreffer kassiert – nur Spitzenreiter FC Spfr. Schwaig kann in der Liga eine bessere Bilanz (54:16) vorweisen. Vorne liegen die Geretsrieder allerdings in der Auswärtstabelle: Sie haben bisher noch keine Niederlage auf fremdem Rasen kassiert und neun von zehn Auswärtsspielen gewonnen.

Das will der SB Chiemgau nun ändern. »Wir wollen wieder eine Heimmacht werden – die Gäste sollen in Traunstein nicht mit Punkten rechnen können«, sagt Danijel Majdancevic. Er will damit auch an die vergangene Saison anknüpfen, als er bereits als Spielertrainer für den SB Chiemgau zuständig war. »Die Jungs wissen, wie wir gespielt haben und die Mannschaft ist qualitativ sehr gut. Jetzt müssen wir zurück zu alter Stärke finden.«

Dafür haben die Traunsteiner seit dem Wochenende viermal trainiert. »Wir wollten uns maximal auf das Spiel vorbereiten und haben an der taktischen Ausrichtung gearbeitet«, sagt Majdancevic. Aber die Mannschaft wisse, was er verlangt: »So lange ist das ja noch nicht her«, erklärt der 35-Jährige und lacht. »Wir wollen ganz klar gewinnen.« Fehlen werden den Gastgebern dabei Andrii Pelypenko mit einem Muskelfaserriss und der kranke Fabio Trkulja.

Mit einem Sieg gegen eines der Top-Teams der Liga will Traunstein aber nicht nur seine Heimstärke demonstrieren und sich für die 1:3-Niederlage im Hinspiel revanchieren, sondern auch den Abstand zur Gefahrenzone wieder vergrößern. Momentan trennt den SB Chiemgau (12. Platz/23) nur ein Punkt vom Abstiegsrelegationsrang 14. jom

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