weather-image
23°

SB Chiemgau verliert in letzter Minute

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Er konnte in der 57. Minute vom Gegner nur durch ein Foul gestoppt werden, doch den fälligen Strafstoß vergab der SB Chiemgau Traunstein: Florian Marchl. (Foto: Weitz)

FC Gerolfing: Ernhofer, Hardok, Dormeier, Kubicek (62. Ihring), Graßl, Sadadi, Keskin, Beiz (62. Robinson), Janker, Kellner, Suszko.


SB Chiemgau Traunstein: Ndiaye, Kaltenhauser, Köppl (90. Peetz), Bauer, Thudt, Schön, Tahir (78. Fenninger), Balck (60. Willberger), Daniel, Marchl, Kennedy.

Anzeige

Schiedsrichter: Jonas Beinhofer (TSV Murnau).

Zuschauer: 150.

Tore: 1:0 (9.) Beiz, 1:1 (29.) Tahir, 2:1 (93.) Suszko.

Besonderheit: Gerolfings Torwart Ernhofer hält Foulelfmeter von Bauer (57.).

Der SB Chiemgau Traunstein hat in der Fußball-Landesliga Südost sein zweites Spiel hintereinander verloren. Die Truppe von Trainer Adam Gawron musste nach dem 1:3 gegen Spitzenreiter FC Ismaning beim Rangvierzehnten FC Gerolfing eine bittere 1:2-Niederlage einstecken und fiel damit in der Tabelle auf den 10. Platz zurück. Besonders bitter: Der Siegtreffer für die Heimelf fiel erst in der 93. Minute. »Die Mannschaft, aber auch das Trainerteam muss in der Liga einfach noch Lehrgeld zahlen«, betonte Adam Gawron. »Wir müssen einfach cleverer werden, auch auf der Trainerbank«, nahm er sich aus der Kritik nicht aus. »Wir hätten früher umstellen müssen.«

Die Gäste begannen laut SBC-Pressesprecher Peter Mallmann »schläfrig« – die Folge: Gerolfing hatte bereits in der 6. Minute durch Mariusz Suszko die erste Chance und ging schließlich in der 9. Minute durch Wlade Beiz in Führung. »Ein indiskutables Abwehrverhalten« hatte Mallmann bei den Traunsteinern in dieser Szene ausgemacht. Danach bekam der Aufsteiger, der nun nach acht Spielen eine ausgeglichene Bilanz von drei Siegen, zwei Unentschieden und drei Niederlage aufweist, die Partie aber immer besser in den Griff, so Mallmann weiter. Es sei »dann ein Spiel auf Augenhöhe gewesen«, fügte Gawron hinzu. Davut Tahir schaffte schließlich nicht unverdient den Ausgleich (29.).

Nach dem Wechsel gab’s nach einem Foul an Florian Marchl in der 57. Minute Elfmeter für die Gäste. Traunsteins Kapitän Max Bauer trat an, scheiterte mit seinem Schuss aber an Gerolfings Tormann Marco Ernhofer. »Der vergebene Elfer hat irgendwie den Schalter in der Mannschaft umgelegt«, betonte Gawron. »Wir rätseln noch immer darüber, warum das so war.« An den Schützen gab’s aber keinen Vorwurf. »Das kann schon mal passieren«, sagte Mallmann.

Auch danach hatte der SBC zwar noch Chancen durch Schüsse von Bauer und Tahir, um in Führung zu gehen, doch so recht wollte den Gästen, die die weite Anfahrt laut Gawron gut weggesteckt hatten, nichts mehr gelingen. »Letztendlich macht der Gegner das Tor«, zuckte der enttäuschte Trainer mit den Schultern. Man sei in einen Konter gelaufen, so Gawron – und den nutzte Mariusz Suszko eiskalt aus.

Mallmann ging mit der Mannschaft härter ins Gericht. »Wir hätten einfach in der letzten Minute sagen müssen, es ist gut, wir nehmen jetzt einen Punkt mit.« Aber man sei »ins Verderben gerannt und zu blöd gewesen, um wenigstens einen Punkt zu holen.« Die bisherigen Auftritte in der Fremde seien – bis auf das Spiel in Hallbergmoos (2:1-Sieg) »eher dämlich« gewesen, betonte er weiter. Die Niederlage müsse man jetzt »gemeinsam ausbaden«, betonte Gawron. Die nächste Gelegenheit dazu hat sein Team bereits am Freitag um 20 Uhr im Heimspiel gegen den ASV Dachau.

»Da wollen wir das Ergebnis wieder geradebiegen«, kündigte Gawron an. »Das wird aber eine schwierige Aufgabe werden«, weiß der Trainer. Schließlich sind die Dachauer Tabellendritter und wollen den Kontakt zum Spitzenduo FC Ismaning und FC Deisenhofen nicht verlieren. SB