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SB Chiemgau Traunstein wie aus einem Guss

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SBC-Kapitän Jochen Thudt erzielte das 3:0 gegen Aschau. (Foto: Weitz)

SB Chiemgau Traunstein: Frost, Bauer, Thudt, Schreiber (56. Defta), Sebastian Mayer, Tobias Berz, Probst (69. Schön), Waritschlager, Wittmann (75. Petzka), Dengel, Marchl.


SV Aschau/Inn: Geyer, Berghamer, Lata (46. Wagner), Altmer, Wintersteiger, Torgut, Asanger, Michael Grassl (82. Ogiemwonyi), Richter, Hoseyni, Vargas-Moya (56. Stephan).

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Schiedsrichter: Muharrem Yildiz (VfB Forstinning)

Zuschauer: 200.

Tore: 1:0 (14.) Probst, 2:0 (39.) Probst, 3:0 (44.) Thudt, 4:0 (61.) Probst, 5:0 (77.) Waritschlager, 6:0 (78.) Schön.

Rote Karten: keine. – Gelb-Rote Karten: keine.

Ins Schwärmen geriet Franz Gruber, Trainer des Fußball-Bezirksligisten SB Chiemgau Traunstein, nach dem Spiel gegen den SV Aschau/Inn und dem deutlichen 6:0-Erfolg: »Ein historischer Sieg beim Einstand auf unserer tollen Anlage.« In der Tat spielte der SBC wie aus einem Guss und bot den 200 Zuschauern auf der neuen Tribüne einen tollen Auftritt.

»Allerdings hat es uns der Gegner heute nicht unbedingt schwer gemacht. Sie sind nicht in die Zweikämpfe gegangen«, meinte Gruber, fügte aber hinzu: »Wir haben den Ball sehr gut laufen lassen und dem zu Folge sehr gut gespielt.« In der ersten Angriffswelle zu Beginn der Partie war es die SBC-Offensive, die das Gehäuse des besten Gästespielers, Schlussmann Matthias Geyer, unter Beschuss nahmen.

Maxi Probst hatte die größte Möglichkeit nach neun Minuten. Geyer entschärfte aber seinen Schrägschuss und im Nachsetzen visierte Probst den linken Pfosten an. Nach einer Viertelstunde war es dann aber doch der SBC-Torjäger, der den Torreigen eröffnete. Nach einem langen Pass von Sebastian Mayer zog er an Mert Lata vorbei, war auf und davon und schob den Ball ins Tor. »Hier hätte es schon gut und gerne 3:0 stehen können«, bemerkte SBC-Pressesprecher Peter Mallmann.

Aber der brauchte um seine Mannschaft keine Angst zu haben; zu überlegen agierten die Gastgeber und zeigten immer wieder schönes Flügelspiel. Ein zaghafter Angriffsversuch des Laternenträgers stellte keine Gefahr für Cameron Frost im Traunsteiner Tor dar (23.). Johannes Schreiber scheiterte nach einer halben Stunde zweimal an Geyer, aber in der 39. Minute war er erneut geschlagen. Arthur Wittmann bediente Probst am linken Strafraum-Eck und sein Flachschuss schlug am langen Pfosten ein – 2:0. Damit aber nicht genug: Kapitän Jochen Thudt setzte mit seinem fulminanten Schuss aus 18 Meter halbhoch ins rechte Eck noch einen drauf. Er war zuvor von Schreiber und Tobias Berz glänzend freigespielt worden (44.).

Nach der Pause hatten die Aschauer zwei hochkarätige Einschussmöglichkeiten, die aber aus kürzester Distanz nicht genutzt wurden. Christian Richter setzte sich jeweils an der Außenbahn durch, doch die Abnehmer Michael Grassl (48.) und Bircan Altmer (58.) brachten das Kunststück fertig und verfehlten jeweils das leere Tor.

In der Folgezeit waren die Platzherren wieder am Drücker und Probst markierte mit seinem dritten Tor im Spiel seinen 24. Saisontreffer mit einem trockenen Schuss von der Strafraumgrenze (61.). Nun brachen alle Dämme und der Tabellendritte spielte Katz und Maus mit den Gästen vom Inn. Dominik Waritschlager steuerte alleine auf Geyer zu und sein Lupfer über den Torwart schlug unter der Latte ein (77.). Eine Minute später lief der eingewechselte Patrick Schön nach einem Petzka-Anspiel in die Gasse, umkurvte Geyer und machte mit dem Schuss ins leere Tor das halbe Dutzend voll.

Aschaus Trainer Jürgen Grassl war sichtlich enttäuscht: »Nun sind wir abgestiegen. Heute hat man den klaren Unterschied gesehen zwischen oben und unten. Traunstein hat eine Klasse-Offensive!« Franz Gruber war ebenfalls voll des Lobes für seine Truppe: »Heute haben wir gespielt wie in der Vorrunde. Es war die perfekte Werbung für die nächsten Spiele.« Der dreifache Torschütze Maxi Probst, der weiter die Torschützenliste der Bezirksliga anführt, war nach der Partie beeindruckt: »Einfach traumhaft! Heute ist mir alles gelungen. Einen besseren Einstand im neuen Stadion kann man nicht haben!« td

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