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SB Chiemgau Traunstein spielt sogar im Stadion

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Mit intensiver Verteidigungsarbeit des Gegners – so wie hier gegen Angreifer Stefan Mauerkirchner (rechts) – müssen die Spieler des SB Chiemgau Traunstein auch heute im Landesliga-Duell gegen den TuS Geretsried rechnen. (Foto: Weitz)

Die letzte Heimvorstellung 2015 des Fußball-Landesligisten SB Chiemgau Traunstein gegen den Aufsteigerkollegen TuS Geretsried soll am heutigen Samstag (15 Uhr/Jakob-Schaumaier-Sportpark) planmäßig stattfinden. Auch wenn die Wettervorhersage nicht die allerbeste ist, »wollen wir unbedingt spielen, weil wir nicht aus dem Rhythmus kommen möchten und nächste Woche auch noch nach Holzkirchen müssen«, so SBC-Pressesprecher Peter Mallmann.


Die Begegnung soll auch im Stadion – und nicht auf dem Kunstrasen – über die Bühne gehen, »denn wir wollen ja unseren Zuschauern, die hoffentlich wieder sehr zahlreich kommen, den bestmöglichen Komfort bieten«. Nicht nur Mallmann ist heiß auf das heutige Spiel, auch die Mannschaft und Trainer Jochen Reil, der als SBC-Trainer noch ungeschlagen ist.

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Ihn freut’s ganz besonders, dass nun auch eine weitere Personalie geklärt ist. Wie nämlich der neue Abteilungsleiter Manfred Wudy (Nachfolger des zurückgetretenen Rainer Hörgl) mitteilte, ist das Tätigkeitsfeld von Nachwuchsleiter Ludwig Trifellner erweitert worden. »Der 'Lu' ist ab sofort nicht nur unser Nachwuchs-Chef, sondern auch Sportlicher Leiter für den gesamten Bereich«, sagt Wudy, »er bekommt also unsere Herrenmannschaften dazu.«

Was Reil insofern begeistert, »da wir uns ja viele Jahre kennen – der 'Lu' war sogar schon mal ein Jahr lang mein Trainer, als ich Mitte der 90er Jahre beim ASV Dachau gespielt habe«, erzählt der Traunsteiner Übungsleiter. Er fügt schmunzelnd hinzu: »Er darf bei uns alles machen und wird das sicher auch ganz hervorragend tun, er soll sich aber nicht in sportliche Belange einmischen, die ich als Trainer regeln will.« Nach zwei Siegen und einem Remis gegen Liga-Primus FC Deisenhofen, die unter Reils Regie zu Buche stehen (und das mit ersatzgeschwächtem Kader), gibt es für die Traunsteiner Führungsetage auch gar keinen Grund, dem Trainer ins Handwerk zu pfuschen. Im Gegenteil: Reil genießt das volle Vertrauen und großen Respekt, auch wenn er heute möglicherweise eine überraschende Maßnahme ergreifen könnte. Stammtorwart Issa Ndiaye ist zwar wieder in den Trainingsbetrieb zurückgekehrt, könnte jedoch auf der Ersatzbank Platz nehmen müssen – zumal Cameron Frost am vergangenen Wochenende beim 1:0-Sieg in Planegg-Krailling (und auch bei der 0:1-Niederlage der »Zweiten« gegen den FC Töging II) gut gehalten hatte.

Dengel und Peetz wieder im Training

Ins Training eingestiegen sind auch wieder Georg Dengel und Sommer-Neuzugang Ludwig Peetz, doch beide werden wohl in der Herbstrunde nicht mehr zum Einsatz kommen – und heute auch gar nicht im Aufgebot stehen. Dengel sei »ein guter Fußballer, den wir brauchen können«, so Reil, »jetzt soll er wieder integriert werden, dann wird er im Frühjahr sicher seine Chance bekommen.«

Die Geretsrieder, die vier Zähler hinter dem SBC (11.) auf Abstiegs-Relegationsplatz 15 rangieren, schätzt Reil übrigens weitaus stärker ein, als es ihre Tabellenposition vermuten lässt. »Ich hab’ sie letzten Samstag beim 1:3 gegen Tabellenführer Deisenhofen gesehen«, so Reil, »das ist eine robuste, technisch gute und junge Truppe, gegen die es brutal schwer wird.« Im Hinspiel (2:2) erlebten die Traunsteiner ein Wechselbad der Gefühle, ehe Kapitän Max Bauer (wird heute erneut fehlen) kurz vor Schluss der Ausgleich gelang.

Trainer Reil fordert »das richtige Schuhwerk«

Damals waren die Bedingungen freilich ganz andere als heute, wo man auf alle Fälle mit einem glitschigen Geläuf – trotz des eigentlich sehr guten Rasens im Jakob-Schaumaier-Sportpark – rechnen muss. »Das richtige Schuhwerk«, fordert Reil deshalb ebenso wie die richtige Einstellung seiner Schützlinge: »Wir müssen das Spiel und die Verhältnisse annehmen – ich denke schon, dass meine Jungs mittlerweile vom Kopf her so weit sind, dass sie das auch tun werden.«

Und was sie sonst noch zu tun haben, sei ohnehin klar: »Gewinnen! Unser Ziel sind ganz klar drei Punkte und das Ende der schwarzen Heimserie.« Zur Erinnerung: Die bisherigen beiden Heimsiege gegen den FC Töging und TuS Holzkirchen (jeweils 1:0) stammen aus der Saisonanfangsphase, sodass man das »wirklich tolle Publikum hier« (Reil) endlich mal wieder mit einem Heimdreier verwöhnen möchte. cs

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