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SB Chiemgau Traunstein scheidet im Handball-Pokal aus

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SBC-Handballer Kai van Thiel konnte mit seinem Team in der zweiten Runde des Pokals den Heimvorteil nicht nutzen. Die Traunsteiner schieden aus. (Foto: Seidl)

Die Handballer des SB Chiemgau Traunstein haben ihren Heimvorteil nicht nutzen können und sind in der zweiten Runde des Bayerischen Handball-Pokalwettbewerbs ausgeschieden. Dabei hatten sie das Pech, zwei Spiele hintereinander bestreiten zu müssen.


Für SBC-Trainer Martin Brunner war das Pokalergebnis aber zweitrangig. Wichtig war für ihn, dass seine Mannschaft Spielpraxis bekam und vor allem mit der Leistung gegen Pullach zeigte er sich zufrieden. Jetzt stehen noch drei Wochen Vorbereitung auf dem Programm, ehe die Traunsteiner dann zum Saisonauftakt der Bezirksliga 1 am Samstag, 28. September, um 19.40 Uhr zum TuS Prien reisen müssen.

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Zunächst hieß der Gegner im Molten-Cup SV Pullach. Die Partie gegen den Bezirksoberligisten war zunächst ausgeglichen und man merkte keinen Klassenunterschied. Der SBC war in der ersten Hälfte die bessere Mannschaft, versäumte es aber, einen größeren Vorsprung als zwei Tore herauszuspielen.

Nach zehn Minuten stand es 6:4 für den SB Chiemgau, ehe Pullach wieder ausgleichen konnte. Beim SBC war die Rückraumachse Jonathan Levannier und Moritz Angerer gut in Form und auch mit der Abwehrleistung konnte Brunner im Großen und Ganzen zufrieden sein. Aber das Spiel über Außen und an den Kreis ist noch verbesserungsfähig. So ging das Heimteam mit einer knappen 12:11-Führung in die Pause.

Nach dem Wechsel aber waren die Traunsteiner 15 Minuten im Tiefschlaf – und gaben in dieser Phase das Spiel völlig aus der Hand. Im Angriff wollte nur noch wenig gelingen und auch die Abwehr stand nicht mehr so sattelfest. So konnten die Gäste bis zur 45. Minute einen 5-Tore-Vorsprung herauswerfen (21:16).

Dann nahm Trainer Brunner eine Auszeit und stellte seine Mannschaft neu ein. Jetzt begann der SBC eine Aufholjagd. Innerhalb von zehn Minuten konnte der Vorsprung der Pullacher egalisiert werden. Jetzt gab es auch endlich einmal Tore vom Kreis durch Paul Engmann und von Linksaußen durch Ricardo Pitsch. Den Ausgleich zum 25:25 konnte Kai van Thiel erzielen. Aber Traunstein schaffte es nicht mehr, in Führung zu gehen – trotz zweier guter Einwurfmöglichkeiten und so lag Pullach wieder mit einem Tor vorne, ehe in der 59. Minute Moritz Angerer mit einer feinen Einzelleistung zum 26:26 einnetzen konnte. Pullach vertändelte zwar den letzten Angriff, doch der SBC konnte keinen Konter mehr starten, denn die Schlusssirene kam zuvor. So startete man letztendlich mit einem 26:26-Unentschieden in die Pokalrunde. Insgesamt wäre ein Sieg für den SBC möglich und eigentlich auch verdient gewesen.

Nach einer kurzen Pause begann gleich die zweite Partie für den SBC. Diesmal ging es gegen den Bayernligisten VfL Günzburg. Der Gast galt vorab als großer Favorit. Doch der VfL reiste nicht mit der kompletten Bayernliga-Mannschaft an, sondern schickte eine Mischung aus Routiniers und A-Jugend-Spielern ins Rennen. Dazu kam, dass die Gäste mit einem kleinen Team angereist waren, während sowohl Traunstein als auch Pullach auf eine volle Auswechselbank zurückgreifen konnten.

Gegen den SBC war Günzburg von Beginn an hellwach. Die Gäste brauchten allerdings bis zur 5. Minute, ehe der erste Treffer fiel. Dann folgten zwei schöne Tore von Rückkehrer Xaver Haider von der linken Außenposition zum 2:2, aber dann kam der VfL besser ins Spiel und warf einen Drei-Tore-Vorsprung bis zur 20. Minute heraus. Danach konnte Jonathan Levannier nochmals verkürzen.

Doch Günzburg war sehr stark in der Abwehr und machte ein Durchkommen für die Traunsteiner Angreifer sehr schwer. Etliche Tore fielen auch aus dem starken Rückraum der Gäste, die sich oft im Spiel Mann gegen Mann durchsetzen konnten und ein um das andere Mal auch den Kreisläufer gut einsetzten. So stand es bis zur Halbzeit bereits 12:6 für Günzburg.

Nach dem Wechsel spielten die Gäste die technische Überlegenheit immer mehr aus. Beim SBC schwanden nun die Kräfte, sodass der Rückstand immer größer wurde. Am Ende stand so eine deutliche 15:25-Niederlage zu Buche.

Dass es schwierig ist, zwei Mal hintereinander 60 Minuten auf dem Parkett zu stehen, spürte Günzburg kurz darauf am eigenen Leib. Das Spiel gegen Pullach musste die Entscheidung über das Weiterkommen in die dritte Pokalrunde bringen. Pullach konnte sich vorher etwas ausruhen und war am Anfang das bessere Team. Dann aber konnte Günzburg Mitte der ersten Hälfte ausgleichen. Zur Pause hieß es 12:12.

Nach dem Wechsel war Pullach am Drücker und zog in der 46. Minute mit drei Toren Vorsprung davon. Diesen Rückstand konnte Günzburg letztendlich nicht mehr aufholen. Mit 20:19 gewann Pullach und siegte somit vor Günzburg und dem SB Chiemgau.

Für den SBC spielten im Tor Florian Czogalla und Moritz Schwabe sowie Xaver Haider (2), Ralph Markon (1), Simon Wendl (2), Moritz Angerer (14/4), Kai van Thiel (1), Ricardo Pitsch (2), Florian Laufenböck (1), Moritz Jürgens, Jonathan Levannier (11), Korbinian Miller, Tony Ivankovic (2), Christian Stainer (2) und Paul Engmann (3). sn