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SB Chiemgau Traunstein möchte Dachauer Serie stoppen

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Auf SBC-Defensivmann Scott Kennedy (rechts, hier im Duell mit dem Ismaninger Alexander Auerweck) kommt heute wohl eine Menge Arbeit zu. Die Dachauer Offensive zählt nämlich zu den gefährlichsten der Liga. (Foto: Weitz)

Die Voraussetzungen könnten unterschiedlicher kaum sein: Der ASV Dachau hat in der Fußball-Landesliga Südost derzeit einen Lauf. Fünf Spiele in Folge hat das Team von Trainer Frank Peuker zuletzt gewonnen. Nach dem verpatzten Saisonstart mit drei Niederlagen in Serie sind die Dachauer mittlerweile dem Spitzenduo FC Ismaning und FC Deisenhofen auf dem Fersen. Etwas anders stellt sich die Situation beim Aufsteiger SB Chiemgau Traunstein dar. Zuletzt gab es für die Truppe von Adam Gawron nämlich zwei Niederlagen hintereinander und damit rutschte das Team auf den zehnten Tabellenplatz zurück. Nun treffen die beiden Mannschaften im direkten Duell aufeinander – und zwar am heutigen Freitag um 20 Uhr im Jakob-Schaumaier-Sportpark.


Gawron: »Wir brauchen uns auch nicht zu verstecken«

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SBC-Trainer Adam Gawron ist trotz des Laufs des Gegners, der nach dem überzeugenden 4:0-Sieg gegen Deisenhofen auf den dritten Platz geklettert ist, vor dem Duell nicht bange. »Jede Aufgabe ist lösbar«, betont er. »Wir brauchen uns auch nicht zu verstecken«, fügt er hinzu. Dennoch ist er sich auch der Schwere der Aufgabe bewusst. »Dachau hat einen Lauf«, hebt er hervor. »Und wer 4:0 gegen den Zweiten Deisenhofen gewinnt, hat auch Qualität in der Mannschaft – und nicht nur Glück«, warnt er. Einen starken Auftritt gegen Deisenhofen legte Maximilian Bergner hin. Der Dachauer Torjäger erzielte zwei Treffer und steht damit in der Torschützenliste der Landesliga mit insgesamt fünf Einschüssen an zweiter Stelle hinter dem Hallbergmooser Benjamin Held (6 Tore).

Aber auch die Traunsteiner haben mit Kapitän Max Bauer einen Spieler in der Torschützenliste ganz weit vorne. Der Verteidiger, der diese Saison auch schon mal als Stürmer aushelfen musste, erzielte bislang vier Treffer. Gegen Dachau soll er zusammen mit seinen Nebenleuten aber freilich erst mal Gegentreffer verhindern.

Gawron hat jedenfalls schon einen konkreten Platz und fordert von seiner Truppe, »dass wir wieder mit Köpfchen spielen«. Bei der unglücklichen Niederlage beim FC Gerolfing – der Siegtreffer der Heimelf zum 2:1 fiel in letzter Sekunde – war der Inhaber der Trainer-A-Lizenz mit der Leistung seiner Mannen nämlich ganz und gar nicht einverstanden. »Wir haben uns da von der Spielart des Gegners anstecken lassen.« Diesmal wolle man dem Kontrahenten aber wieder »unser Spiel« aufdrängen.

Man habe unter der Woche jedenfalls sehr konzentriert im Training gearbeitet, betont der Übungsleiter und fügt hinzu, dass es trotz der zwei Niederlagen zuletzt »keine miese Stimmung gibt«. Ganz im Gegenteil. Den Spielern sei bewusst, dass sie im letzten Spiel schlecht gewesen seien. »Alle sprechen dieselbe Sprache. Das ist der richtige Weg«, ist Gawron vor den kommenden Aufgaben also nicht bange.

Zumal es auch bei den Verletzten einige Lichtblicke gibt. Stephan Mauerkirchner, der zuletzt wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel pausieren musste, etwa hat die Woche über trainiert. Allerdings noch nicht mit der Mannschaft, sondern er absolvierte ein Einzeltraining. »Es ist möglich, dass er gegen Dachau dabei ist«, sagt Gawron, der sich erst nach dem Abschlusstraining, das gestern Abend nach Redaktionsschluss stattfand, endgültig entscheiden wollte. Auch Patrick Petzka (Sprunggelenk) ist wieder dabei. Aber auch für ihn kommt ein Einsatz heute wohl noch zu früh.

Dennoch ist Gawron froh, beide wieder an Bord zu haben. Schließlich werde dadurch auch die Qualität im Training besser, betont er. Nur Florian Griesbeck (Knie-OP) wird noch länger ausfallen. »Bis zum Winter ist er wohl kein Thema«, befürchtet Gawron, der auch nach wie vor nicht auf Maxi Probst zurückgreifen kann. Der SBC-Trainer kündigt den Traunsteiner Fans aber auch so ein Spektakel an: »Wir haben etwas gutzumachen. Wir werden zeigen, was wir können.« SB