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SB Chiemgau steht heute im Derby unter Druck

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SBC-Spieler Waldemar Daniel (links, hier gegen den Vilsbiburger Betim Nikqi) möchte mit seinem Team im dritten Anlauf die ersten Punkte in der neuen Landesliga-Saison einfahren. (Foto: Weitz)

Zwei Spiele, zwei Niederlagen: Den Saisonstart in der Fußball-Landesliga Südost hat man sich beim SB Chiemgau Traunstein natürlich ganz anders vorgestellt. »Mit den zwei Spieltagen können und wollen wir nicht zufrieden sein, die haben wir vergeigt«, sagt daher auch Traunsteins Trainer Jochen Reil. Nur gut, dass das Team aus der Großen Kreisstadt bereits am heutigen Mittwoch um 19 Uhr eine Kurskorrektur vornehmen kann. Allerdings ist die Aufgabe alles andere als leicht: Denn gegen Aufsteiger ESV Freilassing kommt es im Jakob-Schaumaier-Sportpark gleich am dritten Spieltag zum Derby, ehe es am Samstag um 14 Uhr beim SB DJK Rosenheim weiter geht.


»Ein Derby ist für jeden Spieler immer eine interessante Konstellation«, weiß SBC-Abteilungsleiter Ludwig Trifellner. »Die Spieler kennen sich untereinander einfach gut.« Die Aufgabe heute ist umso interessanter, da es auch ein Wiedersehen mit alten Bekannten an der Seitenlinie geben wird.

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Uli Habl kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück

Denn der jetzige Trainer der Gäste, Uli Habl, war lange Jahre in Traunstein tätig. Habl kickte 18 Jahre lang beim 1. FC Traunstein (einschließlich Jugendzeit) und vier Jahre beim ESV Traunstein, danach folgten noch sechs Jahre beim SV Kirchanschöring. Er war außerdem sechseinhalb Jahre Trainer in Traunstein (ESV Traunstein und SB Chiemgau Traunstein), davon etwa drei Jahre als Spielertrainer, und vor seinem Engagement beim ESV Freilassing noch ein halbes Jahr Trainer beim SV Kirchanschöring.

Ein besonderes Spiel wird es zudem für zwei aktive Spieler des SBC werden: Andre Köppl, der heute die Traunsteiner als Kapitän aufs Feld führen wird, spielte einst in Freilassing und zu dieser Spielzeit kehrte zudem mit Tony Schneider einer der Aufstiegshelden der Freilassinger wieder zum SB Chiemgau zurück. Der weiterhin verletzte Schneider, der sich nach seinen Adduktorenprobleme laut Reil im Lauftraining befindet, steht heute allerdings nicht im Kader.

Während der SBC also noch auf die ersten Punkte der Saison wartet, sind die Freilassinger derweil voll im Soll. Nach einem unglücklichen Unentschieden gegen den FC Deisenhofen (1:1) und einem eher glücklichen 1:0-Sieg bei Mitaufsteiger TSV Vilsbiburg sind die bislang ungeschlagenen Eisenbahner in der oberen Tabellenhälfte auf dem 5. Platz zu finden. Trifellner lobt den Neuling. »Der ESV hat sehr gute Spieler in seinen Reihen und als Aufsteiger nimmt man meist die Euphorie mit.«

Auf die positiven Erlebnisse aus den letzten beiden Spielen will auch Habl setzen. »Der SBC muss und wir können«, betont Freilassings Trainer und schiebt die Favoritenrolle damit der Heimmannschaft zu. »Wir werden befreit in das Spiel reingehen und freuen uns auf ein spannendes Spiel«, fügt Habl noch hinzu.

SBC-Trainer Reil fordert »ein kompakteres Auftreten«

SBC-Trainer Jochen Reil fordert von seiner Elf heute jedenfalls »ein kompakteres Auftreten« als zuletzt. Was ihn für die kommenden Aufgaben positiv stimmt, ist, dass die beiden Auftaktspiele (1:2 gegen den TSV Vilsbiburg und 0:1 beim TuS Holzkirchen) jeweils nur knapp verloren wurden und »wir dabei auch nicht vorgeführt wurden.« Jetzt müsse die Mannschaft aber ihre Leistung einmal über 90 Minuten abrufen. »Jetzt müssen wir zeigen, dass es trotzdem geht.«

Und auch Trifellner ist optimistisch, dass der Knoten bald platzen wird: »Die Saison ist noch lang und unsere Mannschaft ist stark genug, dass sie sich da wieder rauszieht.« Am besten wär's natürlich, wenn das heute gleich im Derby klappen würde. SB

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