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SB Chiemgau setzt seine positive Serie in Eching fort

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SBC-Stürmer Stefan Mauerkirchner (links, hier im Duell mit dem Landshuter Luca Löffler) traf in Eching und schraubte seine Torausbeute in dieser Saison damit auf zehn Treffer. (Foto: Weitz)

TSV Eching: Hornof, Stoiber, Preller (67. Doms), Gundel, Schuler, Hahner, Schneider, Tomasevic, Yüksel, Kilic, Juric.


SB Chiemgau Traunstein: Ndiaye, Kaltenhauser, Berz (71. Tahir), Schön, Mauerkirchner, Probst (80. Dengel), Willberger, Höhensteiger, Daniel, Marchl, Kennedy.

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Schiedsrichter: Uhrmann (SpVgg Kaufbeuren).

Zuschauer: 100.

Tore: 1:0 Schuler (19.), 1:1 Mauerkirchner (20.).

Der SB Chiemgau Traunstein hat einen weiteren wichtigen Zähler im Kampf um den Verbleib in der Fußball-Landesliga Südost eingesackt: Obwohl Trainer Jochen Reil mit der Gesamtleistung seiner Truppe nicht ganz zufrieden war, erreichten die Kicker um Kapitän Patrick Schön ein 1:1 (1:1) beim TSV Eching, gegen den man schon in der Vorrunde 2:2 gespielt hatte.

Klein-Klein-Spiel teilweise übertrieben

Beide Trainer – sowohl Reil als auch Hausherren-Coach Alfred Ostertag – gaben nach dem Spiel zu Protokoll, dass sie mit diesem einen Zähler »leben können«. Vor 100 Zuschauern im Willi-Widhopf-Stadion hatten die Gastgeber in der ersten Halbzeit Vorteile, der SB Chiemgau, der teilweise das Klein-Klein-Spiel übertrieben hatte, war dagegen nach dem Seitenwechsel nah dran am Siegtreffer.

»Wenn du in so einem Auswärtsspiel deine Leistung nicht hundertprozentig bringst und trotzdem einen Punkt mitnimmst, hast du im Prinzip alles richtig gemacht«, meint Reil, »immerhin haben wir aus dem unnötigen 1:2 gelernt, das wir uns im letzten Auswärtsspiel beim ASV Dachau kurz vor Schluss eingefangen haben, und haben am Ende nicht mehr auf Teufel komm raus auf den Sieg gedrängt – obwohl wir in der letzten Viertelstunde schon das aktivere Team waren.«

Die Anfangsphase hatte gleich einiges zu bieten: Weil die Traunsteiner in puncto Zweikampfverhalten Schwächen offenbarten und auch nicht die nötige Gedankenschnelligkeit an den Tag legten, kreierten die Gastgeber – bei denen vor allem Pascal Preller, Marc Gundel und Philipp Schuler ein hohes Tempo vorlegten – einige gefährliche Situationen vor dem Kasten von Issa Ndiaye.

Der SBC-Tormann hatte zudem in einer heiklen Szene (Foul an Gundel) Glück, als Schiedsrichter Daniel Uhrmann von der SpVgg Kaufbeuren Gnade vor Recht walten ließ und nicht auf den Elfmeterpunkt deutete. »Über einen Pfiff hätten wir uns hier nicht beschweren dürfen«, gibt sogar Reil unumwunden zu.

In der 19. Minute musste der Gäste-Übungsleiter mitansehen, wie sein Team etwa 25, 30 Meter vor dem eigenen Kasten nicht energisch genug eingriff, der TSV einen Angriff zu Ende spielen konnte und Schuler aus elf Meter, zentraler Position, zum 1:0 abschloss. Doch quasi im Gegenzug glich der Neuling zum 1:1 aus: Waldemar Daniel – auch er mit Licht und Schatten – tankte sich am linken Flügel durch und flankte ins Zentrum, wo Stefan Mauerkirchner goldrichtig stand und TSV-Schlussmann Franz Hornof per Direktabnahme überwand (20.). Obwohl auch die Gäste durchaus ihre Chancen hatten – so scheiterte Schön mit einem 16-Meter-Schuss und Thomas Höhensteiger hatte mit einem Aluminiumtreffer Pech – war das 1:1 zur Pause für den Meister der Bezirksliga Ost eher schmeichelhaft.

In Durchgang zwei änderte sich das Bild, nun hatte der SBC die Echinger besser unter Kontrolle und erarbeitete sich seinerseits gute Torszenen – die besten durch Maxi Probst, der zweimal allein durch war, das Runde jedoch nicht im Eckigen versenken konnte, Stefan Mauerkirchner und den eingewechselten Georg Dengel, der den Ball nicht ideal mitnahm, sodass auch er erfolglos blieb.

Sieben Punkte aus den letzten drei Spielen

»Die Jungs hatten in der vergangenen Woche super trainiert, im Spiel konnten sie das leider nicht ganz umsetzen«, bilanzierte Reil, der nun hofft, dass die positive Serie – sieben Punkte aus den letzten drei Spielen – am kommenden Freitag um 19 Uhr im Heimspiel gegen Türkgücü-Ataspor München weiter fortgesetzt werden kann. Da der Vorsprung auf die Abstiegszone nicht allzu groß ist, wäre ein Dreier eminent wertvoll. cs