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SB Chiemgau macht wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt

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In dieser Szene wird zwar Max Probst (vorn) erfolgreich von Erhan Kilic abgeschirmt, doch später sorgte der SBC-Angreifer mit dem Treffer zum 2:0 für die Vorentscheidung. (Foto: Weitz)

SB Chiemgau Traunstein: Ndiaye, Köppl, Schön, Mauerkirchner, Probst (89. Berz), Tahir, Willberger, Höhensteiger (79. Mayer), Daniel, Marchl, Kennedy.


SV Türkgücü-Ataspor München: Kücükkaya, Kilic, Gündüzalp, Ötkün (46. Carr), Yilmaz (75. Salif), Cisse, Ötkün, Mutlu, Mavi (64. Cukur), Bopp, Eradyin.

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Tore: 1:0 (6.) Daniel; 2:0 (64.) Probst.

Schiedsrichter: Pantelis Gitopoulos (Taufkirchen/Vils).

Zuschauer: 810.

Der SB Chiemgau Traunstein hat in der Fußball-Landesliga Südost einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Die Truppe von Trainer Jochen Reil besiegte vor 810 Zuschauern im Jakob-Schaumaier-Sportpark den SV Türkgücü-Ataspor München völlig verdient mit 2:0. Dank des fünften Heimsiegs in Folge knackte der Aufsteiger die 40-Punkte-Marke und hat jetzt 41 Zähler auf dem Konto.

Dennoch mochte sich Jochen Reil noch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. »So lange rechnerisch noch nichts in trockenen Tüchern ist, rede ich nicht vom Klassenerhalt«, betonte er, »schließlich habe ich im Fußball schon so einiges erlebt.« Reil selbst sagte übrigens vor Wochen, dass man mindestens 44 oder 45 Punkte zum Ligaverbleib brauchen werde. In dieser Form dürften die fehlenden Punkte für seine Elf aber bei jetzt noch sieben ausstehenden Spielen kein größeres Problem mehr sein.

Reil: »Die ersten 30 Minuten waren wirklich super«

Der SBC-Trainer schaffte es, sein mittlerweile vor Selbstvertrauen strotzendes Team optimal auf den Gegner, der bisher ebenfalls eine sehr starke Rückrunde gespielt hatte, einzustellen. Der SB Chiemgau nahm sofort das Heft in die Hand und kaufte den noch abstiegsgefährdeten Gästen regelrecht den Schneid ab. »Die ersten 30 Minuten waren wirklich super«, betonte Reil. »Das war ein weiterer Schritt nach vorne.«

In der 2. Minute ließ Thomas Höhensteiger einen ersten Warnschuss in Richtung Gästetor ab, doch sein Versuch ging knapp am Kasten vorbei. Vier Minuten später durften die Zuschauer das erste Mal jubeln. Stefan Mauerkirchner passte von der Strafraumgrenze klug halbhoch in Richtung Tormitte, von hinten rauschte Waldemar Daniel heran und bugsierte den Ball volley in die Maschen.

Auch danach war die Heimelf die bessere Mannschaft und beherrschte Ball und Gegner. Den nächsten Aufreger gab’s in der 17. Minute, als der Münchner Onur Yilmaz einen Schuss von Maximilian Probst im Strafraum mit der Hand stoppte. Der Pfiff von Schiedsrichter Pantelis Gitopoulos blieb aber aus.

Einen Konter über Mauerkirchner schloss Probst mit einem satten Schuss ab, aber Gästetorwart Nazim Kücükkaya war zur Stelle und lenkte den Ball gerade noch über die Latte. Erst nach 30 Minuten konnten sich die Gäste etwas befreien und kamen nun immerhin zu einigen Chancen. Umut Mutlu testete SBC-Schlussmann Issa Ndiaye aus kurzer Distanz, doch der hatte mit dem Versuch keine Probleme. Dann zog Cengiz Ötkün in der 36. Minute einfach mal ab, doch der Ball ging neben den Kasten. Auf der Gegenseite konnte Probst seine Verfolger abschütteln, doch er drosch das Leder über das Gehäuse (37.).

Nach dem Wechsel hatte der SBC den Gegner zunächst wieder besser im Griff. Mauerkirchner vergab in der 57. Minute eine gute Gelegenheit. Doch kurze Zeit später erzielte Probst das wichtige 2:0. Nach einem Pass von Daniel Willberger umtanzte er den Torwart und schob den Ball in die Maschen (64.).

Reil lobt Zuschauer für »brutale Unterstützung«

Vier Minuten später hatte Türkgücü die beste Möglichkeit zum Anschlusstreffer. Aber einen Freistoß von Cengiz Ötkün wehrte Ndiaye mit den Fingerspitzen zur Ecke ab. Das war’s dann aber auch mit Offensivaktionen der Gäste.

Danach hätten die Traunsteiner noch das eine oder andere Tor mehr schießen können. Doch Probst (72.), Mauerkirchner (74. und 83.) ließen weitere Möglichkeiten ungenutzt. Nach dem Schlusspfiff war der Jubel auf Traunsteiner Seite grenzenlos. »Es war heute wieder eine brutale Unterstützung da«, bedankte sich Reil bei den Zuschauern. »Das macht einfach richtig Spaß.« SB