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SB Chiemgau legt nach – und wie!

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In dieser Szene überwand SBC-Offensivmann Mike Opara (links) Moosinnings Torhüter Philipp Strunk, er traf aber nur den Pfosten. (Foto: Weitz)

Der SB Chiemgau Traunstein hat die erste Englische Woche in diesem Jahr in der Fußball-Landesliga Südost mit Bravour gemeistert: Aus drei Spielen gab's zwei Siege – und der jüngste fiel mit 5:0 im Kellerduell gegen den FC Moosinning auch noch absolut überzeugend aus.


»Es ist schön zu sehen, wie sich diese junge Mannschaft entwickelt, freute sich SBC-Spielertrainer Yunus Karayün nach dem Schlusspfiff. Aber er mahnte auch: »Wir müssen jetzt dran bleiben, es ist noch nicht vorbei.« Stefan Hafner, der eine der beiden sportlichen Leiter des Vereins, ergänzte: »Fürs Selbstvertrauen waren diese beiden Siege jetzt extrem gut. Der Druck ist damit aber jetzt noch nicht weg.«

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Und auch der Blick auf die Tabelle verrät, dass der SB Chiemgau mit den zwei Erfolgen hintereinander zwar ein deutliches Signal an die Konkurrenz gesendet hat, aber eben auch noch immer nicht über dem Strich steht. Weil eben auch der TuS Pfarrkirchen (26 Spiele/27 Punkte) am Wochenende seine Auswärtspartie beim TSV Grünwald (3:0) gewann, hat der TuS weiterhin einen Zähler Vorsprung auf den SBC auf Platz 15 (25/26).

Allerdings ist jetzt auch der SB DJK Rosenheim (26/27) in Reichweite – und genau dorthin reist die Karayün-Elf am morgigen Dienstag (19 Uhr) zum Auftakt der zweiten Englischen Woche in Folge. »Dieses Spiel ist erneut extrem wichtig für uns«, betonte der Trainer. Ein Selbstläufer wird es aber nicht werden. »Es muss uns auch klar sein, dass auch mal wieder Rückschläge kommen werden«, hob er noch hervor.

Daniel verletzt sich bei einem Zweikampf

Einen solchen gab es bereits kurz vor Schluss im Spiel gegen Moosinning. Waldemar Daniel blieb nach einem Zweikampf verletzt am Kunstrasenplatz liegen und konnte die letzten Minuten der Partie auch nicht mehr zu Ende spielen. »Das sah nicht gut aus«, betonte Karayün und auch der rührige Mannschaftsarzt Professor Dr. Rupert Ketterl deutete unmittelbar nach dem Schlusspfiff an, dass es sich um eine Muskelverletzung handeln könnte.

Im Spiel gegen Moosinning war die Verletztenliste ohnehin schon lang: Mit Karayün, Stefan Mauerkirchner, Alexander Köberich und Josef Wittmann fielen erneut vier etablierte Stammkräfte aus. Also mussten es erneut die »jungen Wilden« des SB Chiemgau richten und sie zeigten vor 250 Zuschauern von der ersten Minute an eine sehr couragierte Leistung. Diese wurde auch in der 7. Minute bereits zum ersten Mal belohnt. Ein weiter Befreiungsschlage landete bei Goran Divkovic, der Stürmer ließ seinen Gegner stehen, schaute noch den Torwart aus und schob cool ins linke untere Eck ein.

In der Folge verpassten es die Traunsteiner, aus zahlreichen weiteren guten Möglichkeiten das 2:0 nachzulegen. Mike Opara (16. und Innenpfosten/19.) hatte Pech. Auf der Gegenseite hatte SBC-Torwart Marc Richter einen ruhigen Abend. Nur einmal musste er in der 38. Minute bei einem Schuss der Gäste in der ersten Halbzeit eingreifen.

Nach dem Wechsel machte der Gastgeber gleich deutlich, dass er die Punkte nicht mehr aus der Hand geben wollte. Ein Schuss von Koby Greaves (46.) verfehlte noch das Ziel. Drei Minuten später gab's dann einen Handelfmeter für den SBC. Gäste-Trainer Helmut Luksch war damit ganz und gar nicht einverstanden und ließ seinen Unmut lautstark freien Lauf: »Schiri, was soll der Sch..dreck da.«

Divkovic zeigte sich davon aber unbeeindruckt, ließ sich nicht zweimal bitten und verwandelte souverän zum 2:0. Der Stürmer entwickelt sich damit immer mehr zum Glücksgriff für die Traunsteiner, denn der Winter-Neuzugang traf damit in den letzten drei Spielen immer und sicherte unter anderem mit seinem Treffer gegen Kastl den wichtigen 1:0-Sieg.

Zehn Minuten später glänzte der Angreifer dann auch noch als Vorbereiter. Seine Flanke nahm der eingewechselte Felix Maaßen volley und erzielte ein wunderschönes Tor zum 3:0. Der SB Chiemgau gab sich damit aber noch nicht zufrieden und drückte die Gäste weiter in deren Hälfte zurück. Opara tanzte in der 79. Minute noch seinen Gegenspieler und den Torwart aus und erzielte das 4:0. Sechs Minute später flankte er zur Mitte, die Kugel wollte FC-Verteidiger Bastian Lanzinger aus der Gefahrenzone grätschen, doch sie landete bei seinem missglückten Rettungsversuch im eigenen Kasten.

»Der Sieg war hochverdient für uns, wir waren drückend überlegen«, freute sich Traunsteins Co-Trainer Özgür Kart. SBC-Abteilungsleiter Michael Wirth war ebenfalls sehr zufrieden: »Unser junges Team hat geglänzt.« Für SBC-Pressesprecher Peter Mallmann war's eine rundum perfekte Mannschaftsleistung: »Die Abwehr hat es super gemacht und vorn ist Goran eine Klasse für sich.« Ein Lob hatte Stefan Hafner am Schluss auch noch fürs Trainertrio um Karayün, Kart und Peter Martin parat: »Man sieht, dass die vergangenen Wochen gut gearbeitet wurde. Die Mannschaft präsentiert sich unheimlich laufstark und fit. Wir müssen uns vor der nächsten Englischen Woche garantiert nicht fürchten.«

SB Chiemgau Traunstein: Richter, Hrdlicka, Greaves, Sandner, Monaghan (53. Maaßen), Opara, Kraus, Matz (83. Balogh), Divkovic (77. Finkenthei), Daniel, Mayer.

FC Moosinning: Strunk, Cetinkaya, Lanzinger, Bartl (57. Sadric), Ketikidis (57. Xhemaili), Diranko, Eschbaumer, Dekorsy, Stauf, Lechner (57. Auerweck), Mömkes.

Tore: 1:0 Divkovic (7.), 2:0 Divkovic (50./Handelfmeter), 3:0 Maaßen (59.), 4:0 Opara (79.), 5:0 Lanzinger (85./Eigentor).

Zuschauer: 250.

Schiedsrichter: Thomas Huber (DJK Dornwang). SB